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Das Wuppertaler Eisbärpaar "Vilma" und "Lars" hat Nachwuchs. Noch kann das Zooteam das Jungtier allerdings nur auf den Bildern einer Videoüberwachungskamera bestaunen. Niemand hat Zutritt zur streng abgeschotteten Wurfhöhle, in der sich Mutter und Kind aufhalten.
Ursprünglich kamen am 4. Januar zwei Jungtiere im
Wuppertaler Zoo zur Welt, von denen allerdings nur eines überlebte. In den ersten Tagen habe Vima sogar das tote Junge noch umsorgt und abgeleckt, erzählt Zoobiologe Andreas Haeser-Kalthoff. Dann habe sie das Kleine aber, wie bei Eisbären üblich, aufgefressen.
Jetzt brauchen Vilma und ihr weibliches Jungtier erst einmal viel Ruhe, denn die Zeit in der Wurfhöhle ist heikel. Stress oder übermäßige Störungen könnten schlimmstenfalls dazu führen, dass Vilma ihren Nachwuchs tötet. Die Eisbärin, die aus dem Zoo in Nürnberg stammt, hatte dort bereits eine Zwillingsgeburt, bei der keines der Jungen überlebte. "Einbärenmütter, die in ihrer Polarheimat die Jungtiere in selbst gegrabenen Schneehöhlen zur Welt bringen, sind äußerst anfällig gegen Störungen", so der Zoobiologe. Der Wuppertaler Zooverein habe 2011 finanziell ein Projekt in Nordamerika unterstützt, bei dem dieses Phänomen in der freien Wildbahn genauer untersucht werden soll. In der Polarregion schrumpfe der Lebensraum der großen Raubtiere, so dass die Bären immer öfter in der Nähe menschlicher Zivilisation ihre Jungen zur Welt bringen müssten.
Zurzeit sehe es für den Eisbärnachwuchs in Wuppertal aber gut aus. Die Kleine krabbele schon fleißig auf dem warmen Körper der Mutter herum - immer auf der Suche nach der Milch spendenden Zitze. Und so erleben die Tierpfleger gerade spannende Zeiten im Pausenraum. "Dort steht nämlich der Überwachungsmonitor."
Eisbärmännchen Lars, der übrigens der Vater des Berliner Eisbären Knut ist, bekommt von all dem Wirbel wenig mit. Er durfte schon seit Wochen nicht mehr mit Vilma zusammen sein. Eisbärmännchen können selbst ihrem eigenen Nachwuchs viel zu gefährlich werden. Wer das Jungtier als Zoobesucher sehen will, muss sich voraussichtlich noch bis April gedulden. Früher werden Mutter und Kind wohl nicht aus der Wurfhöhle herauskommen.
Da staunte die Wuppertaler Gorillahorde nicht schlecht: Plötzlich saßen acht aufgeregte Bonobos in ihrem Freigehege und brachten den gemütlichen Zooalltag völlig durcheinander. Was war da geschehen, im Wuppertaler Zoo? Wahrscheinlich war eine Schiebetür im Affenhaus nicht richtig geschlossen, mutmaßt Zootierarzt Arne Lawrenz. Denn durch diese Tür entwischte die achtköpfige Bonobo-Truppe am Freitag (29.04.11) unerlaubt. Die Zwergschimpansen kamen allerdings nicht sehr weit. Sie landeten geradewegs im großen Außengehege der Flachlandgorillas. Glücklicherweise war dies einer Zoomitarbeiterin aufgefallen, die im Nebengehege zu tun hatte.
Vorsorglich ließ man daraufhin in Wuppertal erst einmal den Zooeingang schließen. "Bononos sind geschickte Kletterer, und das Außengehege der Gorillas ist oben offen", so Arne Lawrenz. Dann mussten die Tierpfleger die Affen allesamt wieder in ihre Innengehege locken. "Das war allerdings schwierig, da die Tiere großen Respekt voreinander haben. Die Bonobos kennen die Gorillas nur durch eine Glasscheibe hindurch." Und so kam es, dass die Gorillas sich in den einen Teil des Geheges verzogen und die Bonobos in den anderen. Schließlich mussten zwei der Tiere mit dem Betäubungsgewehr lahm gelegt werden, um sie wieder einzufangen. Verlassen hatten sie das Gehege aber glücklicherweise nicht. "Menschenaffen sind nicht ungefährlich", so Tierarzt Lawrenz.
So endete der Ausbruchversuch der Affen am Ende glimpflich. Doch nicht nur den Tierpflegern saß am späten Nachmittag noch der Schreck in den Knochen, auch die Gorillas verspürten noch nach Stunden keinen Drang mehr, ins Freie zu gehen. Die Bonobos sollen spätestens im nächsten Jahr ein Freihgehege bekommen. "Allerdings eines, mit einem Netz darüber."
Der Wuppertaler Gibbon-Chor hat Nachwuchs. Bereits im März brachte Weißhandgibbonmutter "Hekti" ihr Junges zur Welt. Für die erfahrene Mutter, die selbst 1977 im
Zoo Wuppertal geboren wurde, ist es bereits das 10. Jungtier von Vater "Kuala".
Nun können Besucher die beiden bereits im Freigehege des Wuppertaler Zoos beobachten. Noch klammert sich der Kleine bei seinen Ausflügen fest an Mamas Brust. Zwei Jahre lang werden Gibbons von ihren Müttern gesäugt. Die Gibbons bewohnen bei schönem Wetter eine Insel im großen Zooteich, wo sie sich in den Baumwipfeln nicht nur von Ast zu Ast hangeln. Gibbons sind auch für ihre besonderen Gesänge bekannt, mit denen sie ihr Wohngebiet "markieren". Forscher haben längst herausgefunden, dass Gibbons sogar in Dialekten singen. Pärchen stimmen gerne Duette an, um ihre Bindung zu festigen. Laut und durchdringend rufen die Gibbons auch durch den Wuppertaler Tierpark.
Heimat der Primaten sind die Regenwälder Asiens. Dort leben sie in festen Familienbanden zusammen und sind wahre Kletterkünstler. Mit ihren langen Armen können sie leicht von Baum zu Baum schwingen. Auf dem Boden laufen sie immer auf ihren Hinterbeinen und halten mit ihren langen Armen die Balance.
Ganz besondere Affenkinder kamen im
Wuppertaler Zoo zur Welt. Dort wurden zwei der höchst seltenen Bartaffen geboren. Die Jungtiere mit ihren noch runzligen rosafarbenen Gesichtern teilen sich nun die absolute Aufmerksamkeit des achtköpfigen Affenclans.
Bartaffen gehören zu den Makaken. Nur noch rund 3.000 Tiere leben in den Regenwäldern des Nilgirigebirges in Südwestindien. Bereits seit 1956 gibt es Bartaffen In Wuppertal. In europäischen Zoos leben momentan circa 250 Tiere.
Sind die Kleinen erst einmal erwachsen, wird sie eine Art hellgraue Löwenmähne zieren, die in einen buschigen Backenbart übergeht. Bartaffen sind scheue Wesen, die hoch in Urwaldbäumen leben. Dort machen sie sich äußerst geschickt auf Nahrungssuche, wobei sie gelegentlich sogar Werkzeuge benutzen, um Früchte zu öffnen. Da immer größere Teile des Urwalds verschwinden, ist ihre Art stark gefährdet.
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