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Frühestens im Juni 2011 hatte das Tierpflegerteam im
Kölner Zoo mit dem Nachwuchs ihrer Elefantenkuh "Tong Koon" gerechnet. Um so verblüffter waren sie, als sie am Freitagmorgen (08.04.11) zu Arbeitsbeginn unerwartet ein Jungtier zwischen der Elefantenherde fanden.
Rein rechnerisch kam der kleine Dickhäuter somit 63 Tage zu früh zur Welt. "Mutter und Jungtier sind aber wohlauf und in guter Verfassung", vermeldet Zoodirektor Theo Pagel. "Da 63 Tage einem Zyklus bei den Elefanten entsprechen, kann es durchaus sein, dass es schon vorher einen Deckakt gab, der aber unbemerkt blieb." Bekanntlich haben Elefanten mit rund 22 Monaten die längste Tragzeit im Tierreich. Für Muttertier "Tong Koon", die auch den kleinen Bullen "Ming Jung" zur Welt brachte, ist dies der erste in Köln gezeugte Nachwuchs - denn sie war damals trächtig aus Thailand in den Kölner Zoo gekommen. Vater ist dieses Mal und erstmals der elf Jahre alte Bulle "Sang Raja".
Es ist die sechste Elefantengeburt im Kölner Zoo seit 2006. Und auch das jüngste Familienmitglied wurde in der Geborgenheit der Elefantenherde und ohne menschliche Hilfe geboren. Erst wenn die Mutter-Kind-Beziehung gefestigt ist und alles gut läuft, soll das jüngste Herdenmitglied für Besucher zu sehen sein. Das könnte, laut Zoo, schon in wenigen Tagen der Fall sein.
Auf langen Beinen folgt es seiner Mutter auf Schritt und Tritt: "Magoma" heißt das Netzgiraffenbaby, das Anfang Februar im
Kölner Zoo zur Welt kam. Jetzt präsentiert sich das Riesenkalb zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Der "kleine" Bulle bringt bei einer Größe von 1, 80 Meter schon ein Gewicht von 80 Kilogramm auf die Waage.
Für Magoma ist derzeit nur die Milchquelle seiner Mutter interessant. Üblicherweise ernähren sich Giraffen von Blättern, jungen Trieben und Knospen, die sie mit ihrer langen blauen Zunge geschickt und ohne sich an den Dornen der Akazien zu verletzen von den Ästen zupfen. Doch da Akazien in Köln eher Mangelware sind, bekommen die Zoogiraffen Luzerneheu, im Sommer manchmal Laub, etwas Obst und Gemüse oder Kraftfutter aus Getreide, Vitaminen und Mineralien.
Die Haltung der Langhälse im Kölner Zoo hat eine lange Tradition und reicht zurück bis in das Jahr 1863. Als im Jahr 1907 erstmals ein Giraffenbaby in Köln zur Welt kam, war dies die erste Giraffengeburt in einem deutschen Zoo überhaupt. Insgesamt wurden bisher 42 Giraffen in dem Tierpark geboren. Der Name des jüngsten Giraffenkalbs ist jedenfalls Programm: Magoma ist Kisuaheli und bedeutet wörtlich übersetzt "Ein Grund zum Feiern".
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