WDR.de
Freizeit
Alle Beiträge aus Dortmund
Endlich Bambus futtern in der Sonne: Die zwei kleinen Roten Pandabären, die im
Dortmunder Zoo zur Welt kamen, dürfen seit Freitag (08.04.11) im Außengehege toben. Die neun Monate alten Bären mit dem fuchsroten Fell wurden von Zoopflegern hinter den Kulissen des Zoos groß gezogen, denn kurz nach ihrer Geburt war die Mutter der Kleinen im Sommer 2010 gestorben. Weil Panda-Väter nichts mit der Aufzucht der Jungtiere zu tun haben, mussten Pfleger die beiden Halbwaisen mit Milchersatzpulver, süßen Früchten und Engelsgeduld aufziehen. "Pandabären sind scheue Gesellen und leben sehr zurück gezogen. Die mögen es gar nicht, wenn man ständig in ihre Gehege kommt", erklärt Zoo-Biologin Nadja Niemann. Und so haben die Pfleger bei den Mahlzeiten häufig Zähne und Krallen zu spüren bekommen. "Sie sehen so süß aus, können aber ganz schön biestig werden. Dann fauchen sie wie Katzen."
Rote Pandas sind auch in freier Wildbahn längst eine Seltenheit. Die kleinen Bären mit den buschigen Schwänzen leben in den Bergwäldern Indiens und Nepals auf 3.000 Meter Höhe. "Es gibt nur noch 10.000 Exemplare im Freiland. Sie dort zu Gesicht zu bekommen, gleicht einem Lottogewinn", so Nadja Niemann.
Im Dortmunder Zoo haben die beiden verspielten Geschwister nun die ganze Außenanlage für sich allein. Der Grund: Ihr leiblicher Vater ist als Ausbrecherkönig bekannt und hatte in der Vergangenheit immer wieder Wege aus dem Gehege gefunden. "Nun lebt er in einem anderen Gehege - quasi in Sicherheitsverwahrung."
Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/zoos_nrw/dortmund/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.