Im
Duisburger Zoo hat Gorilla-Weibchen Vizuri hat Nachwuchs bekommen und die drei Gorilla-Jungtiere Kiburi, Uzuri und Suwedi können sich über Verstärkung in ihrem Affen-Kindergarten freuen. Das Geschlecht des kleinen Neuzugangs ist noch unbekannt. Zu sehr drückt die Affenmutter ihren Schützling an die Brust, sodass die Zoo-Pfleger noch nicht genauer hinsehen konnten.
Jetzt sitzen die beiden ruhig und entspannt inmitten der Gorilla-Gruppe. Wer allerdings zu nahe herantritt oder versucht, am Baby zu zupfen, holt sich von Mutter Vizuri Ohrwatschen ab. Bis auf die etwas größere eigene Tochter Uzuri, die sich über die wieder eröffnete Milchbar freut und ebenfalls an Mutters Brust trinken darf.
Während die übrigen Mitglieder der Gorillahorde gespannt und aufgeregt den Zuwachs bestaunen, gibt sich Gruppen-Macho Mapeta meist betont unbeteiligt. Der 15jährige Silberrücken wird aber wahrscheinlich schon bald seine Chefrolle demonstrieren, vermutet man im Zooteam. Mit der schwindenden Aufmerksamkeit seiner Frauen kommt der Boss nämlich nur schlecht zurecht. Wenn es ihm zu viel wird, haut er mächtig auf den Putz und trommelt in bester Gorilla-Manier auf seine Brunst. Dann ist alles wieder gut.....
Das Wuppertaler Eisbärpaar "Vilma" und "Lars" hat Nachwuchs. Noch kann das Zooteam das Jungtier allerdings nur auf den Bildern einer Videoüberwachungskamera bestaunen. Niemand hat Zutritt zur streng abgeschotteten Wurfhöhle, in der sich Mutter und Kind aufhalten.
Ursprünglich kamen am 4. Januar zwei Jungtiere im
Wuppertaler Zoo zur Welt, von denen allerdings nur eines überlebte. In den ersten Tagen habe Vima sogar das tote Junge noch umsorgt und abgeleckt, erzählt Zoobiologe Andreas Haeser-Kalthoff. Dann habe sie das Kleine aber, wie bei Eisbären üblich, aufgefressen.
Jetzt brauchen Vilma und ihr weibliches Jungtier erst einmal viel Ruhe, denn die Zeit in der Wurfhöhle ist heikel. Stress oder übermäßige Störungen könnten schlimmstenfalls dazu führen, dass Vilma ihren Nachwuchs tötet. Die Eisbärin, die aus dem Zoo in Nürnberg stammt, hatte dort bereits eine Zwillingsgeburt, bei der keines der Jungen überlebte. "Einbärenmütter, die in ihrer Polarheimat die Jungtiere in selbst gegrabenen Schneehöhlen zur Welt bringen, sind äußerst anfällig gegen Störungen", so der Zoobiologe. Der Wuppertaler Zooverein habe 2011 finanziell ein Projekt in Nordamerika unterstützt, bei dem dieses Phänomen in der freien Wildbahn genauer untersucht werden soll. In der Polarregion schrumpfe der Lebensraum der großen Raubtiere, so dass die Bären immer öfter in der Nähe menschlicher Zivilisation ihre Jungen zur Welt bringen müssten.
Zurzeit sehe es für den Eisbärnachwuchs in Wuppertal aber gut aus. Die Kleine krabbele schon fleißig auf dem warmen Körper der Mutter herum - immer auf der Suche nach der Milch spendenden Zitze. Und so erleben die Tierpfleger gerade spannende Zeiten im Pausenraum. "Dort steht nämlich der Überwachungsmonitor."
Eisbärmännchen Lars, der übrigens der Vater des Berliner Eisbären Knut ist, bekommt von all dem Wirbel wenig mit. Er durfte schon seit Wochen nicht mehr mit Vilma zusammen sein. Eisbärmännchen können selbst ihrem eigenen Nachwuchs viel zu gefährlich werden. Wer das Jungtier als Zoobesucher sehen will, muss sich voraussichtlich noch bis April gedulden. Früher werden Mutter und Kind wohl nicht aus der Wurfhöhle herauskommen.
Es war dem kleinen Koalamädchen wohl einfach zu eng und stickig in Mamas Beutel. Seit ein paar Tagen jedenfalls erkundet der plüschige Nachwuchs im
Duisburger Zoo mit großen Augen die Welt. Und schon folgen lästige Pressetermine. Statt auf Mutters Rücken durch das Gehege zu reiten, stand öffentliches Wiegen auf dem Programm. Und weil das Koalababy sich nicht freiwillig auf die Waagschalen setzen wollte, musste ein Stoffkoala mit auf die Waage.
Satte 680 Gramm wiegt das im Mai 2011 geborene Jungtier, das bei seiner Geburt so groß wie ein Gummibärchen war und allein den langen Weg in den Beutel finden musste. Es ist der 23. Koala, der in Duisburg zur Welt kam. Nirgendwo sonst in Deutschland werden die australischen Beuteltiere gehalten. "Koalas brauchen eine intensive Pflege, die Haltung ist aufwändig", erklärt Zoodirektor Achim Winkler. Und das hat auch etwas mit dem eingeschränkten Speiseplan der Tiere zu tun: Eukalyptus. Die speziellen Futterpflanzen werden einmal wöchentlich aus Florida eingeflogen.
Für das kleine Koalamädchen ist bislang aber noch Mamas Zitze der Nabel der Welt. "Bis Koalas rund zwei Jahre alt sind, werden sie noch gesäugt", so Winkler. Koalamütter sind aber nicht nur verlässliche Aufpasser und Milchspender für ihren Nachwuchs, sie räumen ihnen auch ständig hinterher. Zum Beispiel, wenn sich die Kleinen mal wieder im Beutel entleeren.
Auch die kommenden Wochen werden für das Jungtier spannend. Es wird sich der allzu neugierigen Annährungsversuche der Gehegemitbewohner erwehren müssen und Mutter "Goonderrah" durch kühne Klettertouren auf Trab halten.
Den Großkatzen im
Krefelder Zoo steht ein heißer Liebeswinter bevor: Sumatratiger und Geparde dürfen sich näher kommen, und auch für Schneeleopardenmännchen "Patan" wird langsam nach einem neuen Weibchen Ausschau gehalten.
Mit Romantik und großen Gefühlen hat die Partnersuche aber erst einmal nichts zu tun. Wer sich mit wem paaren darf, ist vielmehr strengen Regeln unterworfen und liegt in der Hand von Zoologen und Zuchtbuchführern. Auch über die großen Zoo-Katzen wird in den europäischen Zuchtprogrammen genau Buch geführt.
"Der Genpool soll möglichst breit sein", erklärt der Krefelder Zoo-Tierarzt Martin Straube. So wird genau dokumentiert, welches Tier mit wem verwandt ist, um Inzucht zu vermeiden. Auch achten Zuchtbuchführer darauf, dass nicht immer dieselben Tierpaare für viel Nachwuchs und andere Paare für wenig Nachkommen sorgen. Doch wohin mit all den Tierkindern in den Zoos? "Bei den Tieren, die mit dem Segen des Zuchtbuches zur Welt kommen, kann man sicher sein, dass sie später an andere europäische Zoos vermittelt werden", so Straube. "Das sind quasi alles Wunschkinder."
Doch so ganz ohne Gefühl geht es dann am Ende doch nicht. So herrscht bei den Geparden beispielsweise strikte Damenwahl. Sagt der Kater der Katze nicht zu, wird es auch nichts mit der Paarung. "Wir greifen da zu einem Trick und trennen die Tiere für eine gewisse Zeit, damit es in der Partnerschaft nicht so langweilig wird." Und so könnte es zwischen den Krefelder Geparden bald tatsächlich wieder funken.
Heiß her gehen soll es auch bei "Sutera" und "Beludru", den beiden Sumatratigern. Nach zwei Würfen mit insgesamt vier Jungtieren dürfen sich die beiden zum dritten Mal zu einem Schäferstündchen zusammenfinden. Mit etwas Glück finden die Tierpfleger dann schon vier Monate später junge Tiger in der Wurfbox.
Einzig der halbstarke Schneeleopard "Patan" muss sich noch etwas gedulden. Der Zweijährige lebt derzeit noch mit seiner Schwester zusammen, wird aber bald geschlechtsreif. Vor allem bei Minusgraden kommen Schneeleoparden in Stimmung. Der Grund: Die Katzen, die normalerweise im Himalaya leben, sorgen naturgemäß dafür, dass der Nachwuchs im Frühjahr zur Welt kommt, wenn auch die Beutetiere Junge haben. Bevor sich auch "Patan" verlieben kann, muss seine Schwester ausziehen und ein neues Weibchen einziehen. Und das sucht dann natürlich wieder der Zuchtbuchführer aus.
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