Rund 12 Stunden war er mit gleich drei Pflegern an seiner Seite in einem großen Transporter unterwegs. Am Dienstag (09.03.10) war es dann endlich soweit: Porgy, ein stattlicher Jaguar aus dem polnischen Zoo in Krakow kam in seinem neuen Zuhause, dem Krefelder Zoo, an. Mit dem Radlader wurde die schwere Kiste mit der wertvollen Fracht entladen und dann hätte die Großkatze eigentlich die enge Kiste verlassen können. Doch nichts geschah. Selbst der Anblick seiner zukünftigen Partnerin "Bess" konnte den Kater nicht veranlassen, auszusteigen. Erst am frühen Mittwochmorgen ließ er sich mittels einer Dusche zu einem Umzug ins neue Gehege überreden. Jetzt braucht er ein paar Tage, bis er sich an die neue Umgebung gewöhnt hat.
Mit Porgy hat der Krefeld Zoo einen hübschen Nachfolger für Kater "Jackson" bekommen. Der war 2009 im Alter von 21 Jahren an Altersschwäche gestorben. Durch ein Gitter getrennt, konnte Katze Bess ihren Zukünftigen nun schon einmal in Augenschein nehmen. Zunächst werden sich die beiden nur durch das „Schmusegitter“ hindurch begegnen. Erst wenn die Katze „rollig“, also empfängnisbereit ist, können die Großkatzen gefahrlos zusammengelassen werden. Vorher besteht bei den strikten Einzelgängern die Gefahr eines Angriffs.
Der neue Kater wurde Anfang 2007 im Zoo von Krakau geboren. Seinen polnischen Spitzname „Dickerchen“ bekam er von seinen Pflegern aufgrund seines gelassenen Temperaments. Im Zoo Krefeld waren sich seine Pfleger schnell einig: „Passend zu Bess muss der Neue Porgy heißen.“ Anscheinend hat das raue polnische Klima auch Einfluss auf die Felllänge. Der rund 100 Kilogramm schwere Porgy hat ein deutlich helleres und längeres Fell als seine Artgenossin.
Jaguare kommen in zwei Farbvarianten vor. Am häufigsten ist die gefleckte Form. Seltener kommt die schwarze Variante vor, die umgangssprachlich auch als „Schwarzer Panther“ bezeichnet wird. Der Kater aus Krakow ist wie Bess gefleckt. "Wir hätten gerne wieder einen schwarzen Jaguar bekommen, aber alle schwarzen Tiere sind zu nahe mit unserem Weibchen verwandt", erklärt Zoobiologin Cornelia Bernhardt. "Daher hat uns das Zuchtbuch den Kater aus Polen empfohlen. Aber so bleibt Jackson auch noch länger in Erinnerung, denn ein ausdrucksstarker Kater wie er ist selten.“ Schon in etwa einer Woche können die Besucher den neuen Zoobewohner in der Außenanlage bewundern.
Zum SeitenanfangDas kleine Gorilla-Baby
Claudia, dessen Mama am 17. Januar gestorben war, zieht zur Schwester nach Stuttgart. In dem Gorilla-Kindergarten des Zoologisch-Botanischen Gartens Wilhelma soll es gleichaltrige Spielgefährten finden. Schwester Mary Zwo lebt hier schon seit knapp drei Jahren. Der Umzug des fast sechs Monate alten Babys werde am Freitag (29.01.10) stattfinden, berichtete der Münsteraner Zoo.
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Der 50 Jahre alter Orang-Utan "Siam" hat im
Duisburger Zoo noch einmal für Nachwuchs gesorgt. Der Senior freue sich über eine gesunde Tochter, die seine Lieblingspartnerin "Anette" (16) zur Welt gebracht hat, teilte der Zoo am Donnerstag (21.01.10) mit.
Der Affe lebt schon seit den 1960-er Jahren im Duisburger Zoo und zählt zu den ältesten in Gefangenschaft gehaltenen Orang-Utans der Welt. Mit mehr als 50 Nachzuchten gehört der Zoo Duisburg zu den wichtigsten Einrichtungen zur Erhaltung der Menschenaffen, die akut vom Aussterben bedroht sind. Orang-Utans leben in freier Wildbahn meist nur 35 Jahre.
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Nach dem Tod des Gorillaweibchens
"Gana" am Sonntag (17.01.2010) im
Allwetterzoo Münster musste sich schnell eine Ersatzmutter für das fünf Monate alte Waisenkind "Claudia" finden. Nun ist klar, dass sich die 37jährige "Fatima" um das mutterlose Gorillakind kümmert. Die beiden Gorillas "Fatima" und "Gana" galten ohnehin als unzertrennlich und waren stets zusammen. Derzeit bewohnen "Fatima" und das Gorillababy übergangsweise die Gänge hinter der Gorilla-Anlage im Menschenaffenhaus des Zoos. Hier ist die Kleine vor allzu rüpelhaften Übergriffen aus der Sippe sicher. Im Münsteraner Zoo ist man froh, dass "Fatima" die Rolle der Adoptivmutter übernommen hat. Die Affendame lebt schon seit 1975 in Münster und kommt sogar auf Zuruf der Pfleger, damit die kleine "Claudia" mehrfach am Tag ihr Fläschchen bekommen kann. Wenn alles gut geht, sollen auch andere Gorillas der Gruppe bald stundenweise mit den beiden zusammengelassen werden.
Einen ersten Obduktionsbericht nach dem Tod des Muttertieres "Gana" lieferte bereits das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen. Demnach habe es offensichtliche Veränderungen in "Ganas" Gehirn gegeben, die zum Tod geführt haben und nicht therapierbar waren. Die Ursache für diese Veränderungen müssen weitere Untersuchungen zeigen.
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