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BlogAuch wenn auf dem Mond wohl nie ein Teller Linsen stehen wird - wenn doch, dann könnte man diese Linsen ab sofort mit dem Gran Telescopio Canarias (Grantecan) erkennen. Das ist nur einer von mehreren Vergleichen, mit denen die Experten verdeutlichen wollen, welche Leistung das derzeit größte Spiegelteleskop der Welt bietet. Die 130 Millionen Euro teure Anlage auf der Kanareninsel La Palma geht heute offiziell in Betrieb. Wäre die Erde eine Scheibe, könnte es die Scheinwerfer eines fahrenden Autos in Australien auseinanderhalten.
Der Spiegel des Grantecan hat einen Durchmesser von 10,4 Metern. Die nutzbare Fläche von 82 Quadratmetern ist um sechs Quadratmeter größer als bei anderen Riesenteleskopen. Insgesamt bringt das Teleskop ein Gewicht von 400 Tonnen auf die Waage und ist 45 Meter hoch. Damit sich der Koloss leicht bewegen lässt, schwimmt das Teleskop auf einer Ölschicht.
Das Teleskop Grantecan auf La Palma ist das derzeit größte Spiegelteleskop der Welt. (Foto: dpa)
Mit dem Grantecan wollen die Astronomen weit ins Universum und damit in die Vergangenheit - wohlmöglich bis zum Urknall - blicken. Chefastronom René Rutten erhofft sich Erkenntnisse über die Entstehung der ersten Sterne. Selbst Planeten außerhalb unseres Sonnensystems wird das Spiegelteleskop unter die Lupe nehmen. Hilfreich ist dabei der Standort des Teleskops: Die Sternwarte liegt in 2400 Metern Höhe auf dem höchsten Berg der Kanareninsel, auf der ein Gesetz fremde Lichtquellen verbietet.
Die nächsten Giganten für den Blick ins Weltall sind bereits in Planung: Auf Hawaii soll bis 2018 das größte Teleskop der Welt gebaut werden. Dessen Spiegel soll dann einen Durchmesser von knapp 30 Metern haben. An dem Standort auf einem erloschenen Vulkan in 4.205 Metern Höhe herrschen an rund 300 Tagen im Jahr ideale Wetterbedingungen für die Arbeit der Astronomen. Im selben Jahr soll aber auch ein Teleskop eines europäischen Konsortiums in Betrieb gehen. Dieses Mal soll der Spiegel einen Durchmesser von 42 Metern haben. Noch ist aber nicht klar, wo dieser Rekordhalter stehen soll. Zur Auswahl stehen Argentinien, Chile, Mexiko und Spanien.
Wenn es möglich ist, mit dem Grantecan einen Teller Linsen auf dem Mond zu erkennen, müsste man doch auch die Gegenstände, die bei den Mondlandungen dort zurück geblieben sind, erkennen. Das wäre dann wohl ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Astronauten tatsächlich auf dem Mond waren.
Dieter Brand am 25.07.09 8:25
"Wenn es möglich ist, mit dem Grantecan einen Teller Linsen auf dem Mond zu erkennen, ..."
Eigentlich steht da, daß man die LINSEN erkennen könnte, aber egal ...
Wer solche Vergleiche anstellt, hat oft nur die (Winkel)Auflösung des Apparats im Blick. Dazu, *tatsächlich* ein solches Bild zu machen, gehört mehr - zum Beispiel fokussieren und eine Überbelichtung vermeiden, denn der Mond ist nun mal wesentlich näher und heller als die Objekte, die das Teleskop normalerweise ins Visier nimmt. Ob und wie die adaptive Optik mit dem völlig anderen Bildinhalt/Hintergrund zurecht kommt, ist (mir) auch unklar.
Aber wie auch immer - von *einem* Objekt wissen wir *ganz genau*, daß es im Zuge der Apollo-Missionen auf den Mond gebracht wurde: Von dem Reflektor, den Apollo 11 an Bord hatte (gehabt haben soll ;-) und mit dessen Hilfe das MIT bis heute Präzisionsmessungen des Erde-Mond-Abstands durchführt.
JoB am 25.07.09 12:14
Die Mühe mit den Superteleskopen wird man sich nicht machen, um die Landeplätze zu zeigen.
Die Messwerte mit Hilfe der Reflektoren hätte ich gerne mal gesehen. :-)
Angeblich funktionieren sie gar nicht richtig, weil beim Start zu viel Staub aufgewirbelt wurde.
FSt am 27.07.09 12:29
Könnte man denn jetzt die Objekte auf dem Mond sehen?
Özay Ince am 29.07.09 23:58
Wieso ist mein noch am gleichen Tag abgeschickter Kommentar mit der "Auflösung" wieder verschwunden? 8-C Etwa weil 'ne URL drin war? Na schön, dann nochmal textuell ...
Die Originalaussage (José Miguel Rodríguez Espinosa zu Canarias7) lautet, das GranTeCan könne "un plato de potaje" (einen Teller Eintopf) *anhand seiner Wärmestrahlung* nachweisen. Die *optische* Auflösung bezogen auf die Mondoberfläche liegt theoretisch bei rund 20 Metern.
JoB am 30.07.09 17:53
Beim Lesen des Textes stolperte ich über die Angabe zur Auflösung:
"Wäre die Erde eine Scheibe, könnte es die Scheinwerfer eines fahrenden Autos in Australien auseinanderhalten."
Das wäre etwa 1 Meter in einer Entfernung von rund 20000 Kilometern. Der Mond ist rund 400000 Kilometer entfernt. Die Auflösung wäre dort 20 Meter. Wie passt das zu dem Teller Linsen mit einer Größe von einigen Dezimetern?
Die Frage ist mit dem Beitrag "JoB am 30.07.09 17:53" beantwortet.
Bertram in Mainz am 3.08.09 17:50
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Zum SeitenanfangWer auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifik stand, war klar im Vorteil: Die längste totale Sonnenfinsternis des Jahrhunderts war dort sechs Minuten und 39 Sekunden zu sehen. Insgesamt konnten mehrere Millionen Menschen miterleben, wie sich der Mond vor die Sonne schob.
Nur wenige Sonnenstrahlen waren noch zu erkennen, als sich der Mond vor die Sonne schob. Foto: dpa
Um 1.58 Uhr deutscher Zeit nahm das Naturereignis seinen Anfang im Arabischen Meer. Dann verfinsterte sich der westindische Bundesstaat Gujarat durch den bis zu 256 Kilometer breiten Schatten. Es folgten Nepal, Bangladesch, das Königreich Bhutan und China. Die Vorfreude auf den Mondschatten war dabei sehr unterschiedlich: In der indischen heiligen Stadt Varanasi am Ganges warteten hunderttausende Hindus, um während der Sonnenfinsternis ein reinigendes Bad im Fluss zu nehmen. In China beobachteten Forscher in der Großstadt Changzhou gespannt, wie Elefanten und Affen im Zoo sich verhielten, während sich die Erde verdunkelte.
Astronomie-Fans mit dem nötigen Kleingeld konnten die Sonnenfinsternis von einer Boeing 737-700 erleben. Das Flugzeug, dass vor Sonnenaufgang in Neu Delhi startete, flog dem Naturereignis des Jahrhunderts 12.500 Meter Höhe hinterher. Kosten für den Fensterplatz auf der Sonnenseite: 1200 Euro. Wer extra für die Sonnenfinsternis nach Shanghai anreiste, hatte Pech. Schlechtes Wetter erschwerte die ungehinderte Sicht auf Sonne und Mond - dabei verdeckte der Mond dort die Sonne rund fünf Minuten lang. Erst 2132 soll laut Astronomie-Experten wieder eine Sonnenfinsternis in ähnlichem Ausmaß zu sehen sein.
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Zum SeitenanfangDer von der Sternwarte Bochum am 17. Juli gestartete Wetterballon mit einem Mini-Satelliten ist drei Tage später in Norvegen gefunden worden. Nach norwegischen Medienberichten fand das fünfjährige Mädchen Tuva Malmin das Objekt, von dem zunächst keiner seine Herkunft ahnte. "Wir haben uns nicht getraut, das zu öffnen, bevor wir wussten, was es ist," sagt die Familie norwegischen Zeitungen, die ebenso rätseln müssen und erst von den Lesern in ihrem Online-Auftritt die Auflösung erfragten.
Thilo Elsner, der Leiter der Sternwarte Bochum freute sich, als er mit den norwegischen Journalisten Kontakt aufnahm und erfuhr, dass die Sonde im Meer gelandet ist: "Apollo 11 ist ja nach dem Flug zum Mond schließlich auch im Wasser gelandet!"
Die Astronomen der Sternwarte Bochum haben mit einem Sender am Ballon die Stimme von Neil Armstrong nochmals über Europa verbreitet. Hintergrund war eine Hommage an die Mondlandung Neil Armstrongs mit der Apollo 11 vor 40 Jahren.
[Audio der Landung]
Bochum war 1969 die einzige Station außerhalb des NASA-Netzwerks, die den Funkverkehr der Apollo 11 empfangen konnte, sagte ein Sprecher der Sternwarte. Astronomen und Hobbyfunker konnten nun Ausschnitte noch einmal hören. Laut Auskunft der Sternwarte gab es mehr als 1.200 Empfangsbestätigungen und 500 E-Mails von Funkamateuren. Auch Quarks&Co Redakteur Thomas Kamp hat das Signal des Ballons in Euskirchen
mitgeschnitten und im Netz veröffentlicht. Er schreibt dazu: "Die Aufnahmen habe ich mit einem 2-Meter-Amateurfunkgerät und einer kleinen HB9CV--Richtantenne gemacht. Die Lautstärkeschwankungen ergeben sich durch den sich drehenden Ballon und die damit verbundenen Polarisationsunterschiede der von der am Ballon befestigten Rundstrahlantenne."
Tondokumente im Vergleich zu hören.
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Zum SeitenanfangDie Internationale Raumstation ISS hat eine "Veranda": Bei ihrem gestrigen Außeneinsatz im Weltall haben die beiden Astronauten Tim Kopra und David Wolf eine vier Tonnen schwere Logistikplattform am japanischen Forschungsmodul Kibo befestigt. Dafür war eine gemeinsame Arbeit der beiden Astronauten an der Außenseite der Raumfähre Endeavour und der Crewmitglieder in der ISS notwendig. Mit Roboterarmen reichten die ISS-Astronauten die Veranda an den rechten Platz. Mit der Vervollständigung des japanischen Forschungsmoduls ist das große Ziel der NASA für diese Mission erfüllt.
Beim ersten Weltraumspaziergang montierten die Astronauten eine Logistikplattform an der ISS. (Foto: NASA/dpa)
Dennoch hakte es beim gestrigen Weltraumeinsatz. Statische Störungen sorgten für Probleme bei der Kommunikation zwischen den beiden Astronauten im All, der ISS-Besatzung und der Bodencrew. Ein Mikrofon in Kopras Helm war defekt und gab Störgeräusche ab. So war der gesamte Funkverkehr nur mit Knacken zu hören. Außerdem konnten die Astronauten nicht alle Aufgaben erledigen, die für den ersten Aufenthalt im Weltall geplant waren. Kopra und Wolf sollten auch eine Vorrichtung installieren, in der auf dem äußeren Rückgrat der ISS Ersatzteile gelagert werden können. Diese Aufgabe musste auf einen späteren Weltraumspaziergang verschoben werden. Nach fünfeinhalb Stunden kehrten Wolf und Kopra wieder an Bord der ISS zurück. Am Montag steht der nächste Ausstieg aus der ISS an.
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Zum SeitenanfangGestern dockte die Endeavour an die Internationalen Raumstation ISS an, heute beginnt bereits das vollgepackte Arbeitsprogramm für die 13-köpfige Besatzung der Raumstation: Um 18.19 Uhr stiegen David Wolf und Tim Kopra aus der ISS aus, um die japanische Logistik-Plattform für die Montage am Forschungslabor Kibo vorzubereiten.
Die Astronauten Koichi Wakata und Douglas Hurley werden aus der ISS heraus die Plattform mit einem Roboterarm aus der Ladebucht der Endeavour holen und sie an einen Roboterarm weitergeben, den Julie Payette bedient. Die kanadische Astronautin wird die Plattform dann in die richtige Position für die Montage am japanischen Forschungslabor bringen.
Die Plattform ist über vier Tonnen schwer und soll als eine Art "Veranda" an der ISS befestigt werden. Später sollen dort Geräte aufgestellt werden, die unter anderem den kosmischen Staub untersuchen sollen. "Eine schwierige Choreografie zwischen uns Astronauten im Weltall, den Astronauten an den Roboterarmen und der Bodencrew", erklärte Wolf.
Die Endeavour hat an der ISS angedockt - jetzt beginnen die Arbeiten im Weltraum. (Foto: NASA/dpa)
Außerdem sollen Wolf und Kopra bei ihrem Einsatz im Weltraum an einem Ausrüstungswagen an der Raumstation und einem der Solarflügel arbeiten. Für Wolf ist es bereits der fünfte Weltraumspaziergang in seiner Karriere, für Kopra ist es der erste Ausstieg. Über sechs Stunden verbringen die beiden außerhalb der schützenden Station.
Insgesamt soll die derzeitige Besatzung der ISS fünf Weltraumspaziergänge machen. Seit der Konstruktion der Internationalen Raumstation 1998 stiegen Astronauten bereits 125 Mal aus der ISS aus.
Schon bevor der erste Weltraumspaziergang anstand, gab es jedoch Aufregung für die Besatzung: Herumfliegender Weltraumschrott drohte mal wieder auf die ISS zu prallen. Mit Hilfe der Antriebsraketen der Endeavour wurde die Raumstation samt der angedockten Raumfähre deshalb um rund 1,5 Kilometer angehoben.
Entwarnung gab es dafür von den NASA-Experten für das Hitzeschild der Endeavour. Beim Start des Raumschiffs hatten abfallende Teile der Isolierung die Kacheln der Endeavour leicht beschädigt. Kurz vor dem Andocken an die ISS machte die Raumfähre deshalb eine kleine Rolle und ließ die Kollegen der ISS Fotoaufnahmen machen. Die Schäden an den Schutzkacheln stellen kein Risiko dar, sagte Shuttle-Programm-Manager John Shannon später, man werde die Bilder weiter noch genauer analysieren.
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Zum SeitenanfangMit insgesamt einem Monat Verspätung ist die Endeavour ins All geflogen. Hartnäckigkeit zahle sich aus, sagte Peter Nickolenko von der NASA gestern Nacht kurz nach Mitternacht, als die Raumfähre nach fünf abgebrochenen Countdowns endlich zur Internationalen Raumstation ISS startete. Mal war es eine defekte Wasserstoffzuleitung zum Tank, die den Raumfahrtexperten einen Strich durch die Rechnung machte, mal sorgten Blitz und Donner für Aufschub. Dieses Mal stieg die Wahrscheinlichkeit, dass das Wetter mitspielt, eine Stunde vor Start sogar noch von 60 auf 80 Prozent. Allerdings lief beim Start dann nicht alles glatt: Aufnahmen einer Videokamera zeigten am Außentank des Shuttles, dass zahlreiche Stücke der Schaumstoff-Isolierung zu Boden fielen und dabei auch die Hitzeschild-Kacheln der Endeavour leicht beschädigten.
Die Endeavour ist ins Weltall gestartet. (Foto: NASA)
Die Raumfähre ist auf ihrem Weg zur Raumstation vollgepackt: Neben den sieben Astronauten transportiert die Endeavour auch Teile des japanischen Forschungslabors Kibo zur ISS. Sobald das Shuttle die Raumstation am Freitag erreicht, geht für die Besatzung die Arbeit los. In den 16 Tagen im All stehen fünf Ausstiege aus der Internationalen Raumstation ins All auf dem Programm. Unter anderem soll eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabor Kibo angebracht, später sollen dort auch eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub montiert werden. Am 28. Juli koppelt sich das Shuttle dann wieder von der ISS ab und landet zwei Tage später auf der Erde. Mit an Bord wird dann auch der japanische Astronaut Koichi Wakata sein, der von seinem mehrmonatigen Aufenthalt im Weltall zurückkehrt.
Nach Angaben der NASA kostet jeder verschobene Start eines Shuttles eine Million Dollar. Das sei allerdings im Vergleich zum Gesamtbudget nur marginal, sagte NASA-Sprecher Allard Beutel. Der Bau der Endeavour habe beispielsweise 1,7 Milliarden Dollar gekostet. Im kommenden Jahr sollen die Raumfähren Endeavour, Atlantis und Discovery dann in den Ruhestand geschickt werden. Geht es nach den Planungen der NASA, wird die Internationale Raumstation ISS bis dahin fertiggestellt sein.
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Zum SeitenanfangWas machen sechs Männer, wenn sie 105 Tage lang unter sich und hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen sind? Diese Frage wird sich bald beantworten lassen, denn die Teilnehmer des Langzeit-Raumfahrt-Experiments "Mars 500" sind am Mittag in Moskau aus ihrem nachgebauten Raumschiff
ausgestiegen. Die Männer lächelten und schienen in guter
körperlicher Verfassung zu sein. Über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten simulierten sie den Flug zum roten Planeten, eine Strecke von 50 Millionen Kilometern.
Die Teilnehmer - vier Russen, ein Franzose und ein Deutscher - wollten herausfinden, welche Probleme bei einem solch langen Zusammenschluss auf engstem Raum entstehen können: psychologisch und gesundheitlich. Die Männer mussten wissenschaftliche Experimente durchführen, simulierte Notfälle meistern und konnten mit der Bodenstation nur mit 40-minütiger Verzögerung kommunizieren.
Die sechs Teilnehmer in ihrem "Raumschiff", oben rechts der Deutsche Oliver Knickel (Foto: esa)
Mit an Bord war der 29-jährige Bundeswehrhauptmann Oliver Knickel von der Donnerberg-Kaserne in Eschweiler. Unter 5.600 Bewerbern wurde er für das wissenschaftliche Experiment der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA ausgewählt. Der gebürtige Düsseldorfer schrieb im letzten seiner Tagebucheinträge auf der Internetseite der ESA: "Keiner von uns kann bestreiten, dass er sich darauf freut, ins normale Leben zurückzukehren. Aber jeder von uns hat besondere Erinnerungen an die letzten Monate. (...) Deshalb haben wir alle ein weinendes und ein lachendes Auge an diesem letzten Tag der Abgeschiedenheit." Bald soll eine weitere Mannschaft 520 Tage von der Außenwelt isoliert werden, um eine komplette Marsmission zu simulieren.
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Zum SeitenanfangDie sieben Astronauten, die mit der Endeavour zur Raumstation ISS fliegen sollen, durften auch dieses Mal wieder aussteigen aus ihrem Gefährt: Zum dritten Mal musste der Start aufgeschoben werden, weil das Wetter zu schlecht war. Eigentlich hätte die Raumfähre am Sonntagmorgen starten sollen. Doch als Blitze in der Umgebung der Abschussrampe einschlugen, entschied sich die NASA für eine Überprüfung der Endeavour - und einen Aufschub um 24 Stunden. Doch auch am Ersatztermin am Montagmorgen machte das Wetter der NASA einen Strich durch die Rechnung. Ebenso wie heute Morgen. Jetzt hat Mike Mosey von der NASA den Start gleich um 48 Stunden auf Donnerstagmorgen verschoben. Schließlich sagen die Wetterkundler dann eine Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent vorher, dass das Wetter dem Endeavour-Start nicht mehr im Wege steht.
Unwetter machten erneut einen Start der Endeavour unmöglich. (Foto: NASA)
Für die Besatzung der Endeavour bedeuten die ständigen Aufschübe kurz vor dem Start nicht nur eine nervliche Belastung - ihr Arbeitsplan für den 16-tägigen Aufenthalt in der ISS muss deutlich gestrafft werden. Die sieben Astronauten werden unter anderem auf Freizeit in der Raumstation verzichten müssen. Noch geht die NASA allerdings davon aus, dass alle fünf geplanten Ausstiege ins Weltall stattfinden werden. Sollte aber der Start erneut um einen Tag - auf Freitagmorgen - verschoben werden müssen, kann das Programm der Astronauten wohl nicht mehr wie geplant mit allen Weltraumspaziergängen durchgeführt werden. Ein russisches Transportschiff soll nämlich am 24. Juli an die ISS andocken. Der Transporter kann zwar einige Tage im Weltall abwarten, muss aber spätestens am 29. Juli anlegen.
Ein Rechenspiel für die NASA. Mike Mosey von der NASA hat aber bereits erklärt, dass das Shuttle auf keinen Fall später als Freitagmorgen starten soll. Bleibt das Wetter so ungünstig, wollen die Weltraumforscher bis zum 26. Juli abwarten und die Endeavour erst nach dem Andocken des russischen Transportschiffs ins Weltall schicken. Immerhin: Bei den abgesagten Terminen erwies sich die Wasserstoffleitung beim Betanken als dicht, die bei den ersten Countdowns ein Leck aufgewiesen hatte.
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Zum SeitenanfangDie Raumfähre Endeavour ist auch in der vergangenen Nacht am Boden geblieben. Elf Blitze schlugen rund um das Shuttle in den Blitzableiter und den Wasserturm ein. Die Fähre selbst, ihre Wassertanks und der Raketenantrieb sind jedoch nicht getroffen worden. In dem Gebiet um die Abschussrampe ist ein System aus Drähten installiert, die Blitze von der Fähre wegleiten. Zwei Blitze verursachten aber 110-Volt-Stromstöße im elektrischen System der Endeavour - keine große Sache, aber dennoch so stark, dass die NASA eine Überprüfung des Shuttles anordnete.
Endeavour im Unwetter (Foto: NASA)
Der Start der Endeavour wurde um 24 Stunden verschoben. "Wir haben sehr viel Ausrüstung, die geprüft werden muss - und das braucht seine Zeit", erklärte Mike Mosey von der NASA. Vor allem die elektronischen Systeme sollen aus Sicherheitsgründen einem Check unterzogen werden. Für den Sonntag steht die Wahrscheinlichkeit bei 60 Prozent, dass das Wetter mitspielt.
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Zum SeitenanfangZum dritten Mal stehen die sieben Astronauten, die zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollen, in den Startlöchern: Unaufhörlich läuft der Countdown die Stunden bis zum Start der Endeavour heute Nacht um 1.39 Uhr MEZ ab. Zwei Mal blieb das Shuttle am Boden, weil ein Leck an einer Wasserstoffleitung festgestellt wurde.
Dieses Mal sorgt die Wettervorhersage für Ungemach. Kathy Winters, Wetteroffizierin für das Shuttle, befürchtet Gewitterstürme und Regenfälle. Die Wahrscheinlichkeit, dass zur Startzeit ungünstige Wetterbedingungen herrschen, liegt immerhin bei 60 Prozent. Besseres Wetter soll am Sonntag und Montag aufziehen. Dennoch geht die NASA zurzeit noch von einem pünktlichen Start heute Nacht aus. "Ich mache mir Sorgen über Dinge, die ich kontrollieren kann - und das Wetter kann ich nun mal nicht kontrollieren", erklärte Mike Moses vom Kennedy Space Center. Heute Nachmittag wird mit dem Betanken der Raumfähre begonnen. Eine halbe Million Gallonen flüssiger Sauerstoff und Wasserstoff fließen dann in den Außentank der Endeavour. 16 Tage sollen die sechs neuen Astronauten in der ISS bleiben und dort unter anderem das japanische Forschungslabor Kibo ausbauen. Fünf Ausstiege aus der ISS sind geplant.
Foto von der Astronautencrew (Foto: NASA)
Ganz andere Sorgen plagten derweil die Besatzung der Internationalen Raumstation im Weltall. Astronaut Gennadi Padalka sah plötzlich Rauch aus einer russischen Wasseraufbereitungseinheit aufsteigen. Eigentlich hätte die Crew schon seit einer Stunde schlafen sollen, als der Alarm in der ISS anschlug. Das Problem ließ sich allerdings schnell beheben: Padalka schaltete dem Gerät einfach den Strom ab. Zudem setzte ein Motor aus, der eines der acht Sonnenflügel der ISS steuert. Zurzeit wird nach der Ursache und Möglichkeiten der Fehlerbehebung geforscht.
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Zum SeitenanfangIn der Antarktis hat Alexander Gerst bereits zwei Mal am Vulkan Mount Erebus geforscht, jetzt will er ins Weltall. Der 33-jährige Geophysiker ist einer von sechs neuen europäischen Astronauten-Anwärtern, die ab dem 1. September im Kölner Astronautenzentrum für die Arbeit im Universum geschult werden. "Wann ich ins All fliege, wird noch gar nicht überlegt - ich kann das doch auch noch gar nicht." Alexander Gerst grinst, als ein Journalist bei der Vorstellung in Köln ganz genau wissen will, wann es losgeht. Noch ist nämlich nur eines sicher: Der Hamburger hat sich gegen mehr als 8.400 Bewerber durchgesetzt. Er ist der 14. deutsche Astronaut - von den bisherigen 13 haben es zehn ins Weltall geschafft. Jetzt kann er hoffen, dass er im Training gut abschneidet und irgendwann einmal wie Thomas Reiter oder Hans Schlegel auch in die Schwerelosigkeit geschickt wird.
Solche Arbeiten muss Alexander Gerst in einigen Jahren schwebend durchführen. (Foto: WDR/Braun)
Möglich scheint alles. Peter Hintze vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erklärt: "Noch ist nicht klar, wohin ein Raumschiff ihn bringen wird - zur ISS, zum Mond, vielleicht zum Mars. Davor liegen noch einige Jahre Training und einige politische Entscheidungen." Geht es nach den Wünschen der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA, wäre der Mond das Ziel. Gerst gehöre zu einer neuen Astronautengeneration, betonte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. Die bisherigen Astronauten hätten den Schritt vom kurzen Aufenthalt im Shuttle zum Langzeitaufenthalt in der ISS vollzogen, die zukünftigen Raumfahrer würden vom ISS-Aufenthalt zum Mondflug übergehen.
Das Training der zukünftigen Astronauten wird zu einem großen Teil in Köln stattfinden. (Foto: WDR/Braun)
"Als die ESA die Bewerbung zum Astronauten ausgeschrieben hat, habe ich die Mail von mindestens 20 Freunden und Verwandten bekommen", erzählt Gerst. Wer auf Vulkanen herumläuft und im antarktischen Eis kampiert, kann wohl auch ins Weltall fliegen. Die Arbeit im Weltraum sei ein Kindheitstraum gewesen. "Spätestens, seitdem ich realisiert habe, was die Sterne wirklich sind." Und dann erzählt der 33-Jährige noch die Geschichte mit seinem Großvater. Der sei ein leidenschaftlicher Amateurfunker gewesen und habe ihn als Kind mal einen Funkspruch in Richtung Mond senden lassen. "Als dann meine Stimme verzerrt einige Sekunden später wieder zu hören war, hatte ich das Gefühl, als sei ein Teil von mir auf dem Mond gewesen."
Geschlafen wird in der Internationalen Raumstation längs der Wand in einem silbernen Schlafsack. (Foto: WDR/Braun)
Respekt hat er vor seiner zukünftigen Arbeit im Weltall - aber keine Angst. "Ich war viel auf Vulkanen unterwegs. Da analysiert man auch die Gefahr und dann minimiert man das Risiko." Gerst gehört zu den Unaufgeregten. Welche Experimente ihn in den Nachbildungen des deutschen Forschungsmoduls Columbus erwarten? Gerst zuckt mit den Achseln. In solchen Modellen ist er schon mal vorher gewesen, aber die aktuellen Experimente kennt er noch nicht. Wichtig sei für ihn, dass zunächst einmal die erste Hürde genommen ist. "Ich habe erst spät realisiert, dass ich eine realistische Chance hatte, die Tests zu bestehen."
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Zum SeitenanfangBei der NASA dürften jetzt alle aufatmen: Mehrere Stunden lang betankten die Techniker seit Mittwochmittag testweise das Shuttle Endeavour im Kennedy Space Center in Florida. Dann stellte sich heraus, dass Tanks und Zuleitungen dicht waren. Bereits drei Mal hatte ein Leck an einer Wasserstoffleitung zum Tank hin dafür gesorgt, dass der Countdown für die Raumfähre kurz vor dem Start abgebrochen werden musste. Wie bei einem regulären Start befüllten die Techniker den äußeren Tank der Endeavour mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff. Der kritische Moment war erreicht, als der Wasserstoff-Tank zu 98 Prozent aufgetankt war, denn zu diesem Zeitpunkt wurde bei den geplanten Starts im Juni das Leck in der Zuleitung entdeckt.
Die Endeavour ist nach einem Test nun startbereit (Foto: Nasa).
Einem Start der Endeavour zur Raumstation steht somit nichts mehr im Wege. Auf der Internetseite der NASA läuft bereits eine Uhr rückwärts: Am 11. Juli soll die Raumfähre dann für 16 Tage zur ISS fliegen. An Bord werden sieben Astronauten sitzen, darunter Tim Kopra, der den japanischen Astronauten Koichi Wakata nach drei Monaten im All ablösen soll. Geplant sind fünf Ausstiege aus der ISS in den Weltraum. Zum ersten Mal werden insgesamt 13 Menschen in der Raumstation um die Erde kreisen. Dies ist zugleich auch ein Belastungstest für alle Systeme auf der erst kürzlich aufgerüsteten ISS.
Hätte sich bei dem heutigen Test herausgestellt, dass die neu angebrachte Versiegelung das Leck nicht abgedichtet hätte, wäre der Start der Endeavour sehr wahrscheinlich um bis zu zwei Monate verschoben worden.
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Es ist ein Start mit vielen Pannen: Die US-Raumfähre Endeavour kann und kann nicht abheben. Auch der vierte Anlauf zum Start des Shuttles musste abgebrochen werden - dieses Mal wegen Gewitters. 15 Minuten vor dem geplanten Start wurde der Countdown...
Zum SeitenanfangEin nahendes Unwetter hätte beinahe den Start der beiden unbemannten Sonden zum Mond ins Wanken gebracht: Mit 20 Minuten Verspätung startete Atlas 5 dann aber doch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 23.32 Uhr MEZ. Durch eine dichte Wolkendecke schoss die Trägerrakete in Richtung Mond. Mit an Bord sind zwei Sonden: Der "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) soll in den nächsten zwölf Monaten den Erdtrabanten umkreisen und mit verschiedenen High-Tech-Instrumenten Daten über Mondoberfläche, Temperatur und Strahlung sammeln. Die zweite Sonde, der "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS), soll im Oktober dieses Jahres gezielt in einen der unerforschten Mondkrater stürzen und dabei eventuell vorhandenes Wasser-Eis entdecken.
Die Atlas-5-Rakete startete kurz vor einem Gewitter. (Foto: EPA/Dornier)
Der LRO trennte sich bereits kurz nach dem Start von der Trägerrakete ab. Er soll den Mond in etwa vier Tagen erreichen und dann seine Arbeit aufnehmen. Der LCROSS bleibt in den nächsten vier Monaten mit der Atlas 5-Rakete verbunden, um dann am 9. Oktober auf dem Mond aufzuschlagen.
Das Forschungsinteresse am Erdtrabanten ist 40 Jahre nach der ersten Landung eines Menschen auf dem Mond größer denn je. Die NASA-Mission wird sich zeitgleich mit der indischen Mondmission "Chandrayaan-1" in der Mondumlaufbahn befinden. Am 11. Juni stürzte die japanische Sonde "Kaguya" gezielt auf der Mondvorderseite ab, nachdem sie seit Oktober 2007 den Mond beobachtet hatte. Am 1. März zerschellte die chinesische Mission "Change-1" auf der Mondoberfläche, die ebenfalls seit Oktober 2007 um den Erdtrabanten kreiste.
Kleiner Tippfehler am Anfang: "... der beiden unbemannten Sonden zum Mars ..."
Soll natürlich "Mond" heißen.
Bertram in Mainz am 19.06.09 15:41
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Zum SeitenanfangZwölf Menschen sind bereits über den Mond gelaufen - und trotzdem wissen die Wissenschaftler weniger über den Erdtrabanten als beispielsweise über den Mars. Rund 40 Jahre nach der ersten Mondlandung wollen die Forscher deshalb eine spektakuläre Mission zum Mond starten: Donnerstagnacht (18.06.09) schickt die NASA mit einer Atlas-Trägerrakete zwei Sonden - der "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) und der "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS) - zum Mond.
Der LRO soll in 50 Kilometern Abstand um den Mond kreisen. Dabei sollen in sechs Experimenten der Mond unter anderem per Laser und Radar abgetastet, mit Kameras abgelichtet sowie seine Temperatur und seine kosmische Strahlung gemessen werden. Das Ergebnis könnte ein Mondatlas mit einer detaillierten dreidimensionalen Landkarte sein. Die Aufnahmen der Mondoberfläche sollen dabei auf einen Meter genau sein. Die NASA geht davon aus, dass sogar die Reifenspuren von Roboterfahrzeugen zu sehen sein werden, die bei früheren Missionen durch den Mondstaub fuhren. Den Landestellen der Apollo-Missionen wird dabei eine große Bedeutung zukommen: Die von den Astronauten zurückgelassenen Laser-Reflektoren und Radio-Antennen sind mit ihren bekannten Koordinaten Ausgangspunkt für ein Mondkoordinatensystem.
Der LCROSS wird erst mit ein wenig Verspätung zum Einsatz kommen. Vier Monate soll er gemeinsam mit der Trägerrakete im All kreisen. Im Oktober soll sich dann die Pkw-große Rakete abtrennen, in einen Mondkrater stürzen und dabei eine Staubwolke von zehn Kilometern Höhe aufwirbeln. LCROSS soll dann vier Minuten später folgen, dabei die Staubwolke durchfliegen und mit seinen Instrumenten nach Wassermolekülen Ausschau halten. Danach endet die Mission des Satelliten ebenfalls mit einem Aufprall in dem Mondkrater. Dieses Mal sollen Teleskope von der Erde aus den künstlichen Absturz verfolgen.
Die Wissenschaftler sind unter anderem auf der Suche nach Wasser. Bisher blieben große Gebiete der Mondrückseite sowie Krater, in die nie ein Sonnenstrahl gelangt, für die Experten ein Rätsel. Mit den beiden Sonden sollen erstmals Daten gesammelt werden, die Aufschluss darüber geben, ob es an diesen unzugänglichen Stellen Eis auf dem Mond gibt.
Warum das Ganze? - Nach den Plänen des damaligen US-Präsidenten George W. Bush wollen die Amerikaner bis 2020 wieder Menschen auf den Mond bringen. Dabei soll eine bemannte Mond-Station ein Sprungbrett für eine bemannte Mars-Mission sein. Die genauere Kartierung des Mondes könnte es erleichtern, optimale Landeplätze festzulegen, die sich im Sonnenschein und in der Nähe von Wasser befinden. Schließlich kostet es die NASA 50.000 Euro, wenn sie einen halben Liter Wasser von der Erde auf den Mond transportieren muss.
Die Kosten für die Mondmission der NASA betragen 483 Millionen Euro, Deutschland beteiligt sich daran mit rund 600.000 Euro. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fördert dabei zwei deutsche Forschergruppen. Die Technische Universität Berlin ist an der Laser-Höhenmessung beteiligt, das Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wertet die Daten von drei Kameras aus, die unter anderem das Alter der Mondoberfläche bestimmen sollen.
Es ist schön wenn sich solch eine Tür,
ein Blick in die Zukunft auftut, nicht nur vorwärts sondern auch aufwärts.
Leider profitieren nur wenige davon konkret.
Volkmann am 18.06.09 18:36
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Zum SeitenanfangBereits zum zweiten Mal musste die NASA heute Morgen den Start des Shuttles Endeavour verschieben: Jetzt soll die Raumfähre, die sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS transportiert, erst in der Nacht vom 11. auf den 12. Juli starten. Eigentlich war geplant, die Endeavour am 13. Juni ins All fliegen zu lassen. Doch an einem Außentank, der mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllt ist, wurde an einer Leitung ein Leck festgestellt. Und auch heute Morgen trat derselbe Fehler auf - die Reparaturversuche am vergangenen Samstag waren anscheinend nicht erfolgreich. Technikern fiel bei der Betankung auf, dass immer mehr Wasserstoff aus der ausgebesserten Leitung austrat. Dieses Mal ist allerdings keine kurzfristige Aufschiebung des Starts möglich: Morgen fliegen zwei Sonden zum Mond. Nach dem Wochenende hingegen nimmt die Sonne eine Position ein, die das Shuttle an der ISS zu sehr aufheizen würde. Damit hat die Endeavour keine Chance, schon bald ins Weltall zu starten.
Die Raumfähre Endeavour bleibt weiterhin in Warteposition. (Foto: AFP/Stan Honda)
Ein Leck in der Wasserstoffleitung sorgt nicht zum ersten Mal für den Abbruch des Countdowns. Als im März die Discovery zur ISS starten sollte, sorgte dieselbe Panne ebenfalls für eine Verschiebung des Starts. Die Ausfälle an den mittlerweile altgedienten Raumfähren nehmen zu. Noch bis Mai 2010 werden Endeavour, Discovery und Atlantis im Einsatz sein - dann werden die amerikanischen Orbiter aus dem Verkehr gezogen. Erst im Jahr 2015 sollen neue Raumfähren der USA zum Einsatz kommen, bis dahin werden die russischen Sojus-Kapseln die Transporte zur ISS übernehmen.
Die Besatzung der ISS wird also noch einige Zeit auf die siebenköpfige Mannschaft der Endeavour warten müssen. Mit an Bord der Raumfähre soll ein japanisches Labor-Modul und 270 Kilogramm Lebensmittel zur ISS gebracht werden. Insgesamt fünf Ausstiege aus der Raumstation sind geplant. Dabei sollen unter anderem Batterien an einem Sonnensegel ausgetauscht werden.
Liebes WDR-Team,
Ihr sprecht mal wieder von einem Sonnensegel. Die ISS hat keine Sonnensegel (dies ist ein Fortbewegungsmittel), sondern Sonnenkollektoren (zur Stromerzeugung).
Ralf am 17.06.09 13:54
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