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Die Macht der Kirche
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Die Macht der Kirche
Freitag, 25.01.2013
Die Macht der Kirche
Es ist ein Lehrstück über Heuchelei und Scheinheiligkeit: Katholische Kliniken in Köln verweigern Vergewaltigungsopfern medizinische Hilfe und verweisen sie an staatliche Krankenhäuser. Angetrieben von reaktionären Lebensschützern, die sich nicht scheuen, die Namen und Adressen von Ärzten zu veröffentlichen, die die "Pille danach" verschrieben haben. Die katholische Kirche gibt damit denen Recht, die für Morddrohungen gegenüber Ärzten verantwortlich sind.
Kein Zufall, dass dies in Köln passiert. Hier, wo des Papstes getreuester Erzbischof dem Rückzug der katholischen Kirche ins Mittelalter den Weg bereitet. Eine Kirche, die längst sektenhafte Züge trägt. Die aus Vergewaltigungsopfern Täterinnen macht. Die Homosexualität zur Sünde erklärt. Die antisemitisch eingefärbte Bruderschaften in ihren Kreis aufnimmt. Und die selbst jahrelang über sexuellen Missbrauch in ihren eigenen Reihen hinweggesehen hat. Der Skandal in Köln zeigt: Eine solche Kirche will mit dem Staat, der sie finanziert, nichts mehr zu tun haben. Mit ihrem Kreuzzug gegen die Moderne hat diese Kirche auch Grundpfeilern unserer Gesellschaft den Krieg erklärt. Deshalb hat sie nichts mehr verloren in Krankenhäusern, Schulen und Universitäten, die vom Staat finanziert werden. Die Trennung von Staat und Kirche sollte spätestens jetzt vollzogen werden. Endgültig.
Weitere Verweise zu Die Macht der Kirche
Kommentare zum Eintrag Die Macht der Kirche
"Deshalb hat sie nichts mehr verloren in Krankenhäusern, Schulen und Universitäten, die vom Staat finanziert werden."
Sehe ich jetzt auch so. Erst dachte ich, wenn es sie in Konflikt mit ihrem Glauben bringt ... - Nun hier geht es wohl um staatliche Gelder, die für ein Recht auf Versorgung gemäß gesetzlich geregelter Grundrechte - Leistungen gezahlt wurden und schlimmer noch, unterlassene Hilfeleistung, unterlassenes Beweissicherungsverfahren - und wenn man es so sehen möchte Vereitelung der Strafverfolgung.
Gut, daß ich aus dem Verein vor ca. 25 Jahren ausgetreten bin. Das scheint Methode bei denen zu haben. Eigentlich ärgert mich meine gelegentliche Gutgläubigkeit.
Jim Knopf am 25.01.13 20:34
ist doch eigentlich ganz einfach: den Versorgungsauftrag aller katholischen Ktankenhäuser streichen, die Gemeinnützigkeit aberkennen. Dann sollen diese Häuser im eigenen Saft weiterwurschteln.
Rainer Kunze am 26.01.13 6:16
Monitor ist sehr kirchenfeindlich eingestellt und manipuliert mit einseitiger Berichterstattung. Frei nach dem Moto, was nicht zum Feindbild passt, wird weggelassen.
Hier mal eine andere Sicht: http://www.kath.net/detail.php?id=39796
Mike am 26.01.13 10:24
Interessant ist es, in diesem Zusammenhang an die Rede von Papst Benedikt XVI. zu erinnern, die er während seines Deutschlandbesuchs in Freiburg gehalten hatte. Damals forderte er selbst die Abschaffung von Privilegien, um die katholische Kirche zu "entweltlichen":
"Die Säkularisierungen – sei es die Enteignung von Kirchengütern, sei es die Streichung von Privilegien oder ähnliches – bedeuteten nämlich jedes Mal eine tiefgreifende Entweltlichung der Kirche, die sich ja dabei gleichsam ihres weltlichen Reichtums entblößte und wieder ganz ihre weltliche Armut annahm.
(...)
Das missionarische Zeugnis der entweltlichten Kirche tritt klarer zutage. Die von ihrer materiellen und politischen Last befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden,
(...)
Um so mehr ist es wieder an der Zeit, die wahre Entweltlichung zu finden, die Weltlichkeit der Kirche beherzt abzulegen. Das heißt nicht, sich aus der Welt zurückzuziehen. Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial-karitativen Bereich den Menschen, den Leidenden wie ihren Helfern, die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens vermitteln."
Georg Restle (Redaktion Monitor) am 26.01.13 12:17
zu: Georg Restle (Redaktion Monitor) am 26.01.13 12:17
Stellt sich nur die Frage, ob seine Heiligkeit das Gesagte auch fordern würde wenn er wüßte, daß seine Bitte erhöhrt werden könnte. ;-)
Jim Knopf am 26.01.13 16:00
Das höchste, christliche Gebot, dass von der katholischen Kirche propagiert wird (Nächstenliebe), wir nicht nur an dem Beispiel dieses Monitor-Berichtes, offenbar.
Egal wo man hinsieht (Alimente für Pfarrerkinder, Aufklärung der sexuellen Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen usw. usw.), baut sich die katholische Kirche ihre eigene Wahrheit zusammen, so dass der eigentliche Sinn und Zweck dieser Kirche, in vielen Fällen negiert wird.
Ich bin weit über die Möglichkeiten rationalen Denkens hinaus darüber entsetzt, dass dies nicht für einen Aufschrei in der Bevölkerung sorgt - aber angesichts der Matrix, die spätestens seit der Einführung des Privatfernsehens ganze Völker zähmt, verblendet und "unten halten", ist das wohl normal geworden so wie die Beliebtheit Angela Merkels, die per ESM durchgesetzt hat, dass ganze Völker versklavt werden können und dabei keinerlei Chancen mehr haben, diesen ESM zu verklagen etc., was einer Zinsknechtschaft gleichkommt und mathematisch beweisbar, nie zurück gezahlt werden- bzw. aufgehen kann.
Wenn ich heute über Kirche nachdenke, dann frage ich mich, warum von denen noch nicht einmal aktuelle Aufklärung etc. kommt - so wie sich die Katholische Kirche gibt, ist sie nicht nur überflüssig sondern sie unterstützt, in hervorragender Weise, die menschenverachtenden Zustände unseres derzeitigen Systems...
Ich werde jedenfalls keine Kirchensteuern mehr bezahlen, denn das Geld ist bei Lobbycontrol etc., erheblich besser angelegt.
FrankyBoy am 27.01.13 7:30
als geschädigter (ehemaliges heimkind 1963-1967)in dem kath. kloster johannesburg papenburg börgermoor. stelle ich fest das es nicht ausreicht was monitor hier macht. es schläft alles wieder ein und niemand will das monster wecken. alle sind feige und haben angst. mich fragt keiner nach der wahrheit, und ich wäre bereit sie in allen einzelheiten zu erzählen.
Ronald Delkof am 27.01.13 19:19
Ich bin zutiefst erschüttert, daß eine vergewal-tigte junge Frau, ein Opfer also unmenschlicher männlicher Verhaltensweisen, von zwei Kölner katholischen Kliniken abgewiesen wurde. An diesem durch nichts zu rechtfertigendem Handeln der verantwortlichen der Kliniken wird die ganze pure Heuchelei dedr katholischen Kirche augenscheinlich. Wo bleibt denn da das "christliche" Handeln und Denken?
Es ist aller höchste Zeit, daß sich mit diesem Vorfall unser Parlament, die Politik also, befaßt und klare Entscheidungen trifft, die gesetzlich verankerte Staatlichkeit in Kliniken, Schulen und Hochschulen wieder herstellt und eine klare Tren-nung von Kirche und Staat vollzieht und den Bürgern wieder Sicherheit verleiht.
Eine Kirche, die nicht willig und bereit ist, ihre gravierenden Mißbrauchsfälle an Jungen und Mädchen sauber aufzuarbeiten, sondern alles tuzt, um auch künftig alles zu verschleiern und unter den teppich zu kehren, ist nicht christlich, sondern unwürdig, mit Menschen umzugehen.
Die Kirchenaustritte haben deshalb längst Dimensio-nen angenommen, und sie werden weiter zunehmen.
ruebmar
Martin Runow am 28.01.13 13:14
Leider sind es immer wieder Situationen von ideologischer Borniertheit wie in diesem Fall, die wichtiges soziales Engagement der Kirchen in ein zweifelhaftes Licht rücken. Ich finde es unverzichtbar, derartige Auswüchse von fehlgeleiteten Moralvorstellungen anzuprangern. Aber dabei bitte nicht vergessen, wieviel positive Entwicklungen auch durch die Kirchen angeregt wurden.
Religiöse Eiferer haben zu aller Zeit in allen Religion in aller Welt nur Elend über die Menschen gebracht. Gläubige Menschen, die nach dem Sinn der Lehre fragten und die Quintessenz in die Tat umsetzten werden zu Recht als Vorbilder eines sinnerfüllten Lebens verehrt.
Bodo Wagner am 29.01.13 1:17
Hilfeleistungen werden auch von anderen Kostenträgern verweigert.
Die Gesund- / Krankheitswirtschaft macht die Schwachen, die sich nicht wehren können zu Opfern von Ausbeutung.
Hat es System das auch die Prozesskostenbeihilfe für bedürftige nicht mehr so leicht zu bekommen ist. Immer mehr Hürden aufgebaut werden um seine Rechte einfordern zu können.
Bei Report gab es diesen Bericht:
Frust über Zahlungsmoral und Leistungskatalog
Sie haben immer mehr Geld angehäuft, mittlerweile rund 20 Milliarden Euro: die gesetzlichen Krankenkassen. Doch die Patienten haben davon nichts, im Gegenteil. Die Kassen handeln immer rigoroser im eigenen Interesse. report MÜNCHEN zeigt, wie die Kassen mit der Gesundheit ihrer Mitglieder umgehen.
http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/krankenkassen108.html
Mit welcher Gewalt auch andere Versicherungen und Kostenträger gegen Opfer vorgehen war in einigen weiteren Dokus Thema gewesen.
So Z.B. von SAT1 AKTE
Bei der Arbeit verletzt - keiner zahlt!
Was tun, wenn die Berufsgenossenschaft sich drückt.
http://www.sat1.de/tv/akte/video/bei-der-arbeit-verletzt-keiner-zahlt-clip
Die Doku: Die nein Sager
In dem Video auf tagesthemen.de wird die Einflußnahme auf die Ärzte durch die Leistungsträger genannt.
http://www.tagesthemen.de/inland/honorarstreit102.html
Diese Macht der Träger darf es nicht geben, damit die Patienten vernünftig versorgt werden, egal ob Kirche oder Berufsgenossenschaften etc. für die Leistungen aufzukommen haben.
Dahlie am 4.02.13 15:21
Das Mittelalter im 21.Jhd.,am liebsten wieder Hexenverbrennungen,Frauenfeindlichkeit wie gehabt,Menschenrechtsverletzungen.....im Namen der Kirche-des Glaubens weltweit-werden Kriege geführt, seit Jahrtausenden!...Die sich heimlich beschwänzelnde, selbstgerechte Männerwelt der "Gläubigen" macht mir angst! Die Arroganz, der Reichtum, die Dekadenz dieser Institution Kirche ist widerlich!
Die Penetranz und auch die Rechthaberei dieser Machtinstitution
sollte von Staatswegen in die Schranken verwiesen werden,da die demokratischen,teils schwer politisch erkämpften Rechte vorgehen, auch die der Frauen! Ich hoffe auf mehr Selbstbewußtsein der Bürger,diesem "Verein" nicht mehr auf dem Leim zu gehen!!! Soziales Miteinander ist wichtiger denn je,dafür brauchen wir aber diese dogmatischen Kasperle nicht!!! Unsere Medizinischen Errungenschaften sollten nicht verhindert werden durch kirchliche Werte! Haben Alice und wir Frauen umsonst dafür gekämpft,daß wir wählen dürfen und nicht Täter ,sondern in diesen Fällen Opfer sind???!!!
ODER ist die Erde doch wieder zu einer Scheibe geworden!!!!????
Eine Runde Weihrauch........
sommerfeldt am 4.02.13 17:14
Sehr geehrter Herr Restle,
in Ihrem Beitrag erwähnen Sie ein vorliegendes Schreiben, welches
systematische Verweigerung von Hilfeleistung belegen soll. Inzwischen kommt Gesundheitsministerin Frau Steffens öffentlich (Bei Herrn Jauch) zu der Schlussfolgerung, dass ein systemisches Versagen nicht nachgewiesen werden konnte.
Daher meine Frage an Sie:
1) Wurde das Ihnen vorliegende Schreiben von Frau Steffens geprüft?
2) Warum kann das Schreiben nicht veröffentlicht werden?
Als Mitglied der Kirche würde ich mir gerne selbst ein Urteil bilden.
MfG
Martin Winkler
Martin Winkler am 12.02.13 13:20
Im Gegebsatz zur früher hier geäußerten Meinung, Monitor sei sehr kirchenfeindlich eingestellt, weise ich darauf hin, dass im Gegenteil, durch die Rundfunkmedien der Kirche und deren Gehabe viel zu viel Raum gegeben wird, den permanenten Psychoterror der kirchlichen Machterhaltungs- und Menschenunterdrückungs-manifestationen unkritisch und unhinterfragt über die Menschen zu verbreiten. Monitor ist fast die einzige Sendung im Fernsehen, wo diese unkritische Psychoterrorverbreitung endlich einmal kritisch zu hinterfragen versucht wird. Der Rücktritt des Josef Ratzinger vom Amt des Papstes wirft ein bezeichnendes Licht auf den Machtapparat katholische Kirche.
Man kann mit Recht viele Taten und Handlungen des Menschen Josef Ratzinger kritisieren und darüber heftig streiten. Auf keinen Fall kann man aber den Menschen Josef Ratzinger nur negativ beurteilen und schon gar nicht verurteilen. Wenn er auch viele Dinge nicht richtig gemacht hat im Hinblick auf Menschlichkeit und damit bezogen auf Gott, so ist aber spätestens durch seinen Rücktritt jetzt vollkommen klar, dass er selbst ein Opfer der Organisation katholische Kirche ist, weil er sich, von Kindesbeinen an in die Denkstrukturen dieser hochkriminellen Organisation hineingezwungen, immer weiter darin verfangen hat und schließlich zum maßgeblichen Teil der verheerenden Machtstrukturen geworden ist, aus denen er sich nicht zu befreien in der Lage war. Man konnte erkennen, wie er unter der Last der Verantwortung, die auf ihm lastet, zunehmend zu zerbrechen drohte. Man muss ihm wünschen, dass er noch rechtzeitig zu seinen Lebzeiten erkannt hat, welchem Irrglauben er verfallen war, und dass er jetzt die Kraft hat, den einzig richtigen Weg hin zu Gott zu finden, der nur außerhalb der Organisation Kirche zu finden ist, die vorrangig alle Menschen daran hindert, diesen Weg zu finden, nur um die Machtgelüste des Klerus zu sichern und zu befriedigen. Nach seinem mutigen Schritt hat auch Herr Ratzinger jetzt die Chance, die Grenzen der Denkstrukturen der katholischen Kirche zu überwinden und zur wahren und richtigen Erkenntnis zu gelangen, obwohl er viele Jahre daran mitgewirkt hat, den Menschen diese Möglichkeit zu verbauen durch Aufstellen der verheerenden Lehren und Thesen der Glaubenskongregation, an deren Spitze er stand. Es ist ihm zu wünschen, dass er die ihm mit seiner Geburt von Gott gegebene Intelligenz jetzt zur Erlangung der wahren Erkenntnis einsetzt und nicht mehr zur Verhinderung, diese zu erreichen. Auch allen anderen in den Denkstrukturen der katholischen Kirche verfangenen Menschen ist dies zu wünschen, damit das vieltausendfache unsägliche Leid und Elend, das diese Organisation seit Jahrhunderten über die Menscheit gebracht hat, endlich ein Ende finden kann!
Die Hoffnung darauf geht realistischerweise gegen Null, doch soll man die Hoffnung niemals aufgeben, dass sich die Kraft der Liebe und damit Gottes doch irgendwann einmal durchsetzen kann gegen das Machtgehabe des Bösen und Unmenschlichen, damit die Verwahrlosung im religiösen Wahn nachhaltig überwunden wird!!
Wolfgang Heinen am 21.02.13 21:17
Ich habe eine ganz andere Sichtweise:
Der Papst ist nicht der Stellvertreter Gottes und die römisch katholische Kirche nicht die Kirche Jesu Christi.
Die Lehre der katholischen Kirche ist vielmehr ein Synkretismus, d.h. sie besteht aus christlichen und heidnischen Elementen.
Das heisst natürlich nicht, dass es in dieser Kirche viele fromme und gläubige Christen gib, also trotz dieser Kirche und ihrer Macht.
Dr. Elmar Langenscheidt am 21.02.13 23:02
Lieber herr Dr. Langenscheidt, Sie haben vollkommen Recht mit Ihrer Anmerkuung, dass es in dieser Kirche viele fromme und gläubige Menschen gibt, trotz dirser Kirche und ihrer Macht! Gerade diese Menschen sind die bedauernswertesten Opfer dieser Kirche, weil sie in einen Glauben hineingepresst sind und dadurch daran gehindert werden, die ihnen von Geburt an gegebene Fähigkeit, uneingeschränkt und umfassend denken und erkennen zu können, für sich zu nutzen und einzusetzen. Sie sind eingesperrt in die ihnen aufgezwungenen engstirnigen Denkstrukturen der Kirche, die lediglich zur Erhaltung der Machstrukturen der Kirche von Menschen ersonnen worden sind und daher absolut nichts mit Gott zu tun haben. Ganz objektiv betrachtet sind die Lehren gerade der katholischen Kirche die schlimmste Form von Gotteslästerung und Gottesverleugnung, die es auf dieser Erde gibt. Würden die von dieser verheerenden Irrlehre betroffenen Menschen nicht in die Denkstrukturen eingesperrt sein, bestünde die Möglichkeit, dass sie Gott und seine Liebe erkennen könnten, was sie für die Rattenfänger des Klerus nicht mehr manipulierbar machen würde. Die Machtstrukturen der Kirche würden zerfallen. Das einzige Ziel der Kirche ist es, die Machstrukturen zu erhalten, egal wie viele Menschen daran seelisch und körperlich zerbrechen!
Wolfgang Heinen am 23.02.13 12:13
Die Sendungen wurden zwar auf dem Konkurrenzkanal ZDF ausgestrahlt waren aber eine exzellente Dokumentation dessen, was die Macht der Kirche, egal ob katholisch oder evangelisch oder was auch immer, anrichtet, die in unserem Staat immer noch den Ausschlag gibt, Kinder körperlich und seelisch zu zerstören. Wie lange wird das noch hingenommen und von den Organen des Staates aktiv unterstützt?
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1838582/Und-alle-haben-geschwiegen
http://dokumentation.zdf.de/
Wolfgang Heinen am 7.03.13 12:55
Ich habe ja nichts gegen Pauschalisierung, um einmal etwas auf den Punkt zu bringen. Diese Pauschalisierung geht mir jedoch entschieden zu weit. In Zahlen: In katholischer Trägerschaft sind in D 435 Kliniken (bei in D 2000 Kliniken) mit etwa 98.000 Betten und rund 165.000 Beschäftigten. In katholischen Krankenhäusern werden jährlich mehr als 3,5 Mio Patientinnen und Patienten stationär und fünf Millionen ambulant versorgt. Hier sind zwei Fälle bekannt geworden, wo es bekannt Probleme gab - um mal die Relationen klarzustellen.
Sind Autofahrer per se Massenmörder, weil 2011 in D 4.000 Menschen auf deutschen Straßen getötet wurden?
S. Mehnert am 15.03.13 10:19
Betreffend Pauschalisierung muss ich einmal ganz konkret ein paar selbst erlebte Beispiele aufzeigen, die sich über einen Zeitraum von über fünfzig Jahren durch mein Leben ziehen, betreffend unter kirchlicher Trägerschaft stehende Krankenhäuser oder Kliniken. Zum Glück hatte ich in dieser Zeit lediglich drei Vorfälle, die mich zwangen, stationär in einem Krankenhaus oder einer Klinik aufhalten zu müssen. In allen drei Fällen war es das Gleiche: Im Vordergrund stand die bedingungslose Unterwerfung des Patienten unter den permanent verbreiteten Psychoterror der angeblichen Glaubensverkündigung, der überall dort vVrrang hatte. Überall war erkennbar mit voller Absicht die Personalstärke viel zu gering, ganz klar, um die Möglichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschränken, einem Patienten die nötige Zuwendung und Fürsorge zuteil werden zu lassen, damit erst gar keine persönlichen Beziehungen entstehen konnten. Erkennbar wichtigstes Ziel war und ist es, beim Personal Kosten zu sparen, um möglichst viel von den Kostenträgern abkassieren zu können ohne die adäquate Gegenleistung erbringen zu müssen. Darunter leiden nicht nur die Patienten, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen ganz besonders, weil sie unter unmenschlichen Bedingungen zu unerreichbarer Arbeitsleistung gezwungen werden, die deren eigene Gesundheit stark schädigt und sie an Leib und Seele krank werden lässt. In den 1960er Jahren war für mich als Patient der herablassende und an Misshandlung grenzende Umgang der als Personal eingesetzten Nonnen mit den Patienten die schlimme Erfahrung in einem katholischen Krankenhaus, das zum Glück heute nicht mehr existiert. Am Anfang des 21. Jahrhunderts war es der klar erkennbare Versuch, die Kostenträger durch Abrechnung eindeutig nich erbrachter Leistungen zu betrügen, diesmal in einem evangelischen Krankenhaus. Schließlich meine Erfahrungen in unter katholischer Trägerschaft stehenden Häusern vor ziemlich genau drei Jahren, die ziemlich genau meinen Erfahrungen aus den 1960er Jahren entsprechen, nur glücklicherweise ohne Nonnen. In der sich besonders profilierenden Klinik in Meerbusch gipfelte das durch den Personalmangel unvermeidbare Chaos in menschenverachtenden und erniedrigenden Umgang mit vielen Patienten, gepaart mit klar erkennbarem Rassismus bei der Unterdrückung und Ausbeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dass keinerlei Interesse an einer angemessenen Personalausstattung in dieser Klinik besteht, zeigt die weitere Entwicklung bis zum heutigen Tag. Durch Neu- und Anbauten wird die Kapazität erhöht, ohne auch nur im Geringsten daran zu denken, für ausreichend Personal zu sorgen. Dass darunter Personal und Patienten leiden, schert beim Klinikträger niemanden. Mir ist also aus eigener Erfahrung in den letzten 50 Jahren kein Fall bekannt, wo in einem unter Kirchlicher Trägerschaft stehenden Krankenhaus oder Klinik erforderliche und angemessene Zustände zu finden wären. Lediglich die Bereicherungswilligkeit der Klinikträger ist immer deutlich erkennbar. Das ist übrigens eine der Hauptursachen, für das aus den Fugen geratende Gesundheitswesen in userem Land.
Wolfgang Heinen am 15.03.13 11:44
Fehlendes oder überfordertes Personal können Sie nun wirklich nicht der Kirche anhängen. Für die finanzielle Ausstattung greifen für alle Träger - staatliche wie konfessionelle oder private - das Krankenhaus-Finanzierungsgesetz (KHG) und die Behandlungspauschalen der Kassen. Wegen Personalmangels müssten Sie sich bei ihrer Kasse oder Ihrem Bundestagsabgeordneten beschweren. Dafür haben wir in D eine in Europa eine ihres Gleichen suchende Krankenhausbettendichte. Wenn ihnen also schlecht wird, können Sie sich wenigstens hemmungslos hinlegen...
Kirchensteuermittel fließen nicht in die Krankenhausfinanzierung. Würde die Kirche dort Kirchensteuermittel einsetzen, wäre sie wieder wegen Wettbewerbsverzerrung dran. Recht machen, kann man´s also keinem. Allerdings wird die Krankenhausseelsorge der Katholiken, die übrigens auch sehr viele Nichtchristen in Anspruch nehmen, von den Kirchenmitgliedern über die Kirchensteuer bezahlt.
Die Verwendung des Kirchensteueraufkommens können Sie z.B. für das Erzbistum Berlin nachlesen:
http://www.erzbistumberlin.de/erzbistum/haushalt/kirchensteuer/
St. M am 15.03.13 14:45
Betreffend fehlendes oder überfordertes Personal bin ich nicht so naiv und dumm, um nicht richtig erkennen zu können, wo genau dafür die Ursache zu suchen ist. Fallpauschalen greifen in Krankenhäusern bei akuten erforderlichen Behandlungen. In Reha-Kliniken werden alle erbrachten Leistungen und Therapien nach den erstellten Therapieplänen abgerechnet, wobei ich betreffend die von mir zum Schluss erwähnte Klinik in Meerbusch aus eigenem Erleben genau weiß, dass zwar eifrigst genaue Therapiepläne aufgestellt und alle aufgeführten Therapien mit den Kostenträgern abgerechnet wurden, wobei natürlich alle durch das durch Personalmangel verursachte Chaos ausgefallenen Terapien selbstverständlich mit abgerechnet wurden. Leider hatte ich mir während meines Aufenthaltes dort nicht genau notiert, was ausgefallen ist, es war aber eine Menge. Abgerechnet wurde aber alles auf den Therapieplänen Stehende, minutiös nach Therapieplan gelistet. Der Druck und die Demütigungen, denen das Personal ausgesetzt war, waren täglich erlebbar. Ich habe das Personal bewundert, dies alles auszuhalten. Besonders erschütternd die offen Erkennbare rassistische Diskriminierung einiger Mitarbeiterinnen, die sich liebevollst und eifrig um ihre Arbeit und die Patienten kümmerten, obwohl sie in ungeheuerlicher Weise angetrieben und gedemütigt wurden, choram publico, was das demütigenste war. Ich war mehrmals Zeuge und wurde in ungeheuerlichster Weise abgebügelt, wenn ich versucht habe, einzuschreiten und der gedemütigten Person beizuspringen. Als Patient, der das Glück hat, gerade noch am Leben zu sein, war es leider unmöglich, auf der Stelle Einhalt zu gebieten. Spätere Beschwerden bei Klinikleitung und Krankenkasse haben bis heute keinerlei Wirkung gezeigt. Lediglich der damalige Chefarzt wurde inzwischen wegen nachgewiesener Bestechlichkeit von der Klinikleitung entlassen. Die Zustände in der Klinik haben sich jedoch selbst nach drei Jahren noch immer nicht verändert. Für diese Zustände ist klar erkennbar ganz allein der Klinikträger, nämlich die katholische Kirche,hier das Erzbischöfliche Generalvikariat in Köln unter Leitung seines so ehrenwerten Kardinals, verantwortlich, niemand anders. Ich kann sehr wohl einmal Ross und Reiter klar und deutlich benennen. Das hat nichts mit "Anhängen" zu tun, sondern lediglich mit der Veröffentlichung der reinen unvertuschten Wahrheit. Mit Kirchensteuer hat das ganz und gar nichts zu tun. Diese Pfründe der Selbstbereicherung werden die Kirchen mit Klauen und Zähnen verteidigen und sich nicht so leicht nehmen lassen.
Wolfgang Heinen am 16.03.13 10:22
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