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8.12.09
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MONITOR - Archiv vom 8.12.09
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Vorwärtsthemen gesucht
Zu Kopenhagen "trägt" die Regierung Umweltschutz, ja, aber der Kaiser hat vielleicht gar nichts an, wenn ein Röttgen, ein Westerwelle, eine Merkel sagen: "Klimapolitik ist Wirtschaftspolitik". Oder auch: "Klimaschutz kann zu einem Wirtschaftsfaktor werden". Denn an der Prämisse, dass ohne Wachstum alles nichts ist, an der halten sie fest. Ende des Wachstums, warum klingt das so unerhört? Warum geraten Regierende geradezu in Panik, wenn die Kurven nach unten gehen? Es wäre doch attraktiv und neu, das Missverständnis aufzuheben, dass Ökonomie immer nur durch Markt, Geld und Zahlen determiniert ist.
Weitere Verweise zu Vorwärtsthemen gesucht
Kommentare zum Eintrag Vorwärtsthemen gesucht
"Warum geraten Regierende geradezu in Panik, wenn die Kurven nach unten gehen?"
Weil sie an nichts anderes glauben können als an das "Recht des Stärkeren" der "freiheitlich"-wettbewerbsorientierten Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll - die gleichermaßen unverarbeitete Bewußtseins- und Glaubensschwäche in Angst, Gewalt und "Individualbewußtsein" auf Sündenbocksuche, gepflegt durch den geistigen Stillstand in zeitgeistlich-reformistischer Unwahrheit seit der "Vertreibung aus dem Paradies" (unser erster / einziger geistige Evolutionssprung in die Möglichkeiten der Eigenverantwortung ALS MENSCHHEIT).
"Gott", Schöpfung oder Zentralbewußtsein - die Kraft des Geistes der uns alle im SELBEN Maß durchströmt, und uns in der menschenwürdigen Fusion zu geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein zu jeder Problemlösung befähigen würde, wird durch bewußtseinsbetäubende / -spaltende Krücken der Hierarchie in materialistischer "Absicherung" verunstaltet / entmenschlicht / verblödet.
hto am 9.12.09 16:27
Sehr geehrte Sonia Mikich
Jetzt müssen wir mal kritik üben.
Die Frage ist nicht, ob die Menschen Wachstum benötigen oder nicht?
Die Frage sollte lauten:"Was für ein Wachstum die Menschen benötigen?
Stichwort: bessere Ausbildung\Schulen
Eine bessere Bildung für eine bessere Gesellschaft, aber nicht für den Utilismus der Wirtschaft.
Wer drei Sprachen kann, kann sich im Internet auch das Wissen der anderer Nationen aneigen.
Wer eine wissenschaftliche\technologische Ausbildung hat lässt sich nicht veräppeln.
Uns ist es lieber wenn Journalisten einmal zuviel "Populismus" rufen, als einmal zuviel "Innovation".
Warum gibt es keine junge Politiksendung mehr, in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten?
Junge Menschen sind politisch interessiert!
Ach, noch ein Tipp wie man gegen die industrielle Verdummung mit hilfe des Internet gegensteuern kann.
Selbst ist die Frau\Mann, wenn Sie\Er reparieren kann!
Beispiel:
Hier der Link für Apple do-it-yourself Reparatur:
[Link gelöscht] (nur auf Englisch, but i'm sure you'll figure it out )
Ersatzakkus für Apple:
[Link gelöscht]
MfG
Die Roboter
Stefan Müller am 10.12.09 14:58
Vorwärtsthemen? - Die wesentlichen Dinge sind die altbekannten, ach so wenig "coolen", weil Oberflächlichkeit negierenden Themen der Menschheit: der Umgang mit menschlichen Sehwächen, allem voran die Überwindung des Egoismus, die Entwicklung des Denkens über den eigenen Tellerrand hinaus, kurz, die Rückbesinnung (und Umsetzung!) auf die Bedeutung grundlegender ethischer Werte. Und ganz wesentlich: die Entfaltung der Seele, der Entwicklung des ganzen Potenzials, das in jedem Menschen steckt.
Das allein würde der Menschheit helfen, die Vielzahl der Herausforderungen meistern zu können, von denen das Klimaproblem nur eines ist. Denn auch dieses wird nur gelöst werden können, wenn die beteiligten Staaten ihre Egoismen aufgeben zugunsten von Solidarität.
Der Untergang Babylons ist ein Symbol für alle untergegangenen Reiche und Herrschaften von der Zeit vor Babylon bis heute, und er ist ein Symbol für die gegenwärtige westliche Welt: Selbstüberschätzung bis zur Hybris, exzessive Hingabe an flüchtige Werte, egoistisches, kurzfristiges Denken etc. Mit dem Unterschied, dass heute nicht nur ein "Weltreich" auf dem "Spiel" (ebenfalls ein schöner Vergleich) steht, sondern das Überleben der Menschheit als solcher.
Ende des Spiels?
Grundsätzlich ist der Mensch zu verantwortungsvollem und solidarischem Handeln in der Lage. Unzählige Einzelpersonen haben dies über die Jahrtausende bis heute bewiesen. Die Frage ist nur, ob die "Entscheider" über ihre Schatten springen können. Ob Charakter sich gegen Kurzsichtigkeit, Machtstreben und Gier durchsetzt.
Die Ursachen des Klimawandels in den Griff zu bekommen ist die eine Seite. Hier sind Forschung und politische Einsicht und politischer Wille gefragt. Und hier sind die Medien gefragt, die ganz wesentlich zu einem Umdenkprozess beitragen können. Vorwärts berichten, Perspektiven aufzeigen, nicht immer nur rückblickend kritisieren.
Die andere Seite ist, ob wir darüber hinaus etwas lernen, das in die Zukunft weist, damit die Menschheit nicht ständig im Kreis läuft: den Menschen ganzheitlich zu begreifen und Erziehung und Bildung darauf abzustimmen. Bisher kümmert sich Schule und der Rest des Bildungswesens fast ausschließlich um die rationalen Fähigkeiten, und dies mit steigender Tendenz, wie die Streichung der "musischen" Fächer zeigt. Soziales und ethisches Lernen, vor allem auch als "Erfahrung", findet im Schulleben so gut wie nicht statt. Ebensowenig in vielen gestressten oder bildungsfernen Familien. Und auch außerhalb der Schule wird die Beurteilung eines Menschen auf seine rationalen Fähigkeiten oder seine Leistungsfägigkeit beschränkt, auf seinen direkten materiellen Nutzen. Wen wundert da der Zustand unserer Gesellschaft? Wen interessiert Charakter, wen interessiert Zivilcourage etc.? Sind das nicht unschätzbare Werte?
Will man im Hinblick auf Zukunft von Nachhaltigkeit sprechen, dann geht dies nur auf dem Weg der Erneuerung bzw. Rückbesinnung auf das, was den Menschen von einem rein impulsgesteuerten Dasein emanzipiert.
Neben allen möglichen anderen Vorwärtsthemen halte ich einen neuen Ansatz in Erziehung und Bildung, ein neues (altes) Begreifen von uns selbst für ein zentrales Zukunftsthema. Denn: was wäre der Menschheit bisher alles erspart geblieben...... Und: heute haben wird die Einsicht - und die Möglichkeiten.
Mit den besten Grüßen
Irene Sylvia am 12.12.09 17:45
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben wir in einer Überfluss-Gesellschaft. Während alle Generationen vor uns gegen die Mangelversorgung mit notwendigen Gütern und Dienstleistungen "an-arbeiten" mussten, eröffnet uns die überaus hohe Produktivität der Wirtschaft neue Spielräume, die es positiv für die Menschen zu nutzen gilt.
Eine, wie ich meine, positive Möglichkeit besteht in einem gesellschaftlichen Umdenken und Umsteuern. Weg von der mittlerweile obsolet gewordenen, durch "Industrie-Arbeit" geprägten Produktions-Gesellschaft, hin zu einer "Tätigkeits-Gesellschaft" neuer Ausprägung: einer "emanzipierten Gesellschaft".
Sowohl der nachsorgende Sozialstaat Bismarck'scher Prägung, als auch der seit einiger Zeit propagierte vorsorgende Sozialstaat verkürzen eine durch Automation mögliche Emanzipation auf, wie ich meine, rückwärts gewandte Weise und zwängt den Menschen ohne Not in das Korsett der Erwerbsarbeit.
Individuelle, auch geistige Freiheiten werden über das heute notwendige Maß eingeschränkt. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben wird den Menschen teils durch (künstlich geschaffene) wirtschaftliche Zwänge, teils durch Exekutivmaßnahmen des Staats (z.B. Sanktionen bei ALG-II) versagt.
Der "emanzipatorische Sozialstaat" kündigt den heutigen, auf Erwerbsarbeit fokussierten Gesellschaftsvertrag auf und ersetzt den Vertrag durch eine neue, Selbstentfaltung und freiwilliges Tätigwerden der Menschen fördernde Vereinbarung. Ein "emanzipatorische BGE" (Bedingungsloses Grundeinkommen) dient dabei neben anderen Begleitmaßnahmen als wirkungsvolles Werkzeug.
Matthias Dilthey am 15.12.09 18:51
Sehr geehrter Leser!
Heute sehen wir alle was bei Klimagipfel zählt,Geld
nichts anderes ist für die ganzen Länder-Vertreter wichtig.
Das letztens wir alle bald nicht mehr richtig leben
können ist all diesen Leuten nicht klar.Denn das nächste wird sein das der große Hunger kommt und das
bei jedem Volk.Erst ziehen die Preise an und schließlich gibt es so wenig das wir uns gegen seitig umbringen werden für ein Stück Brot.Die Liste
kann man beliebig vergrößern.
Unsere Regierung hat mit Lügen,Verschweigen und verdrehen einen tollen Start gehabt und es geht munter weiter.Unser Volk,speziell die Bildung benötigt Geld und was macht Merkel,sie überweist wie
immer China mehrere Milliarden.Das für einen Staat
der die Menschenrechte mit Füßen tritt,der Fälschungen unterstützt u.s.w.
Frau Merkel hat einen Eid geschworen dieser Eid passt nicht zu dem wie diese "Dame" mit unseren
Steuergeldern umgeht.Sie gibt einem Unrechtsstaat
Milliarden und das jedes Jahr,damit dieses China so
weiter machen kann wie bisher.Sieht man dort noch
ihre alte Einstellung,oder hilft sie damit Großfirmen aus Deutschland. Einer dieser Leute behauptete doch glatt die Milliarden seien für das
arme Volk...Ich fand keine Worte für solch einen
Nonsens.
Die CDU/CSU und die FDP verfahren auch genauso schlampig mit den Banken,jetzt haben die Spekulanten die Milliarden und schon ist wieder alles beim alten.Von den Versprechen die Banken zu
überwachen und und und,sagt Merkel nichts mehr bis
zum nächsten Knall den wir alle wieder bezahlen dürfen,damit die Spekulanten ihre Villen und Vermögen behalten können.Ich glaube diese Leute
lachen doch zu Weihnachten,dass die Regierung so
spurte.Hält da noch jemand die Hand äh Hände auf.
Hatten wir schon einmal.
Ich wünsche ihnen bei Monitor
ein schönes Fest.
Joachim Richter am 16.12.09 23:40
Sehr geschätzte Frau Mikich,
Nach Jahrzehnten maß- und hemmungsloser Verschwendung mit kriegerischen Auseinandersetzungen um Öl und Energie, im Angesicht des Scheiterns der Politik in Kopenhagen und absehbarer Katastrophen und Kriege durch Klimaveränderungen, deren Auswirkungen jetzt schon mehreren künftigen Generationen ein Erbe hinterlassen wird, dass jeder denkende Mensch nur zu gerne ausschlagen würde, wenn er es denn könnte, ist es wirklich Zeit „für ganz neue Maßstäbe für Wohlstand und Wachstum“. Allerdings kann ich die Hoffnung, dass unsere derzeitigen Politiker “Vorwärtsthemen“ zu gesellschaftlichen Diskurse bündeln, nicht teilen. Es sind doch gerade die Politiker, die ohne Unterlass ihr Credo: „Wachstum schafft Arbeitsplätze, Arbeitsplätze schaffen Wohlstand, Wohlstand schafft Konsum, Konsum schafft Wachstum“, nun schon seit Jahrzehnten gebetsmühlenartig wiederholen. Menschen kommen dabei bezeichnender Weise gar nicht vor. Sie sind arbeitende und konsumierende Verfügungsmasse einer Wohlstandsgesellschaft, die, so will man uns glauben machen, „notwendigerweise (?)“ eine Arbeits- und Wachstumsgesellschaft sein muss.
Beide Gesellschaftsparadigmen haben die Tendenz gemein, die Ökonomie als alleiniges Maß von Entwicklung und Fortschritt zu setzen. Schlechterdings scheint eine Zukunft außerhalb von Arbeits- und Wachstumsparadigma kaum mehr vorstellbar. Das Ganze ist das Unwahre, schrieb Adorno, und hat damit Recht, handelt es sich doch um nichts anderes als die sinnwidrige Illusion, dass Wachstum und industrielle Arbeit die Probleme lösen können, die sie weitgehend selbst verursacht haben.
Es gibt sehr viele Gründe, dass diese Leitbilder und damit untrennbar verbunden die unverantwortliche Maßlosigkeit der Arbeits(platz)- und Wachstumsgesellschaft nicht wünschenswert sind. Sie führen zu Ressourcenausbeutung, wachsenden Einkommensunterschieden, zu sozialer Exklusion und Marginalisierung von Teilen der Gesellschaft, zu globaler, nationaler und generationenbezogener Ungerechtigkeit und vieles mehr. Der wichtigste Grund aber ist: sie sind nicht zukunftsfähig!
Hannah Arendt diagnostizierte das schon in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. So wie es nichts schlimmeres für eine Arbeitsgesellschaft gibt, als dass ihr die Arbeit ausgeht, so, möchte ich hinzufügen, gibt es nichts schlimmeres für eine Wachstumsgesellschaft als die Endlichkeit von Ressourcen und zu geringes Wachstum, weil es das Einzige ist, worauf diese Gesellschaften sich noch verstünden. Die Diagnose ist immer noch gültig. Wir verstehen es einfach nicht anders, weil Entwicklung und Fortschritt immer mit Wachstum gleichgesetzt werden, weil nationaler Wohlstand mit der Wirtschaftskraft der Industrie und allgemeiner Wohlstand mit Arbeitsplatz und (Erwerbs-)Einkommen gleichgesetzt werden, und weil schließlich unser Sozialstaat von all diesen Gleichsetzungen abhängig gemacht wurde und wird. Aber, wird sogleich eingeworfen werden, ging es uns dabei nicht gut, sollen wir auf unsere Annehmlichkeiten verzichten?
„Die gute Nachricht ist, dass wir auf unsere Lebensweise nicht verzichten müssen, um die negativen Auswirkungen einer an sich guten Sache ( gemeint ist Wohlstand A.d.V.)zu vermeiden“. „Es ist so als müssten wir uns zwischen dem Genuss eines vorzüglichen Essens und den damit verbundenen Risiken entscheiden. Nein, dieses Essen ist schlecht , und es wäre ein Glück für uns, wenn wir uns von ihm abwenden. Anders leben, um besser zu leben“, schrieb Ivan Illich. Ja, wir brauchen sie mehr denn je, die große Geste, jenseits gängiger Illusionen. Anders leben heißt zunächst auch anders denken. Zum Denken ist ein wenig Abstand und Zeit notwendig und nicht zuletzt Mut. All das müssen und sollten wir uns gönnen. Wohlstand, Entwicklung, Fortschritt sind dann nicht mehr von ausschließlich quantitativem Wachstum zu denken, vielmehr von qualitativem Wachstum. Beispielhaft sei hier Steuerung und Umorganisation des Ressourcenverbrauchs und des Finanzsektors angeführt (ja zur Finanztransaktionssteuer), sodass ärmere Länder das zur Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse notwendige Wachstum erzielen können, während reiche Länder „sparsam“ wirtschaften, möglicherweise auch mit einer Strategie selektiver Wachstumsrücknahme leben müssen.
Der Begriff „Arbeit“ kann ebenso neu gedacht werden. Reichtum wird nicht allein Fabriken hergestellt, sondern in allen Lebensvollzügen. Arbeit ist in all ihren Formen anzuerkennen, als Nicht-Arbeit, als familien- und gemeinschaftlich orientierte, als ökologische, als kulturelle und künstlerische Arbeit, genauso wie als unternehmerische Dienstleistung oder Produktion. Arbeit geht also nicht in Erwerbsarbeit auf, sie ist nicht bloß ein Mittel für Wirtschaftswachstum, genauso wenig wie sie für die Menschen nur ein Mittel des Erwerbes von Einkommen vorstellt. Arbeit und Einkommen lassen sich entkoppeln und dies sollte auch getan werden, wie es z.B. in der Idee eines soziokulturell existenzsichernden bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) implizit gefordert wird. Allein dies könnte uns die Möglichkeit einer Denkpause, des Nachdenkens, wie schon beschrieben, gewähren.
Die Politik des „weiter so“ kann genauso gut eine Politik des „ (mitein-)anders ist möglich“ sein. Der Sozialstaat muss nicht ständig wahlweise ausgehöhlt oder gerettet werden, er braucht einen „Relaunch“ als emanzipatorischer Sozialstaat. Voraussetzung dafür wäre der mündige, anteilnehmende, teilhabende, emanzipierte Bürger.
Wie ?, den gibt es nicht, das ist Wunschdenken, Feiertagsgefasel des Bundespräsidenten.....!
„Wir warten immer noch darauf, dass die Zukunft uns die Vergangenheit wiederbringt“ und „,dass die Automatisierung mehr Arbeit schafft, als sie beseitigt“ spottete Andre` Gorz über die täglich verbreiteten und sehr wirkmächtigen Illusionen in unserer Gesellschaft. Dagegen ist die Vorstellung emanzipierter Bürger in einem sich beständig erneuernden demokratischen Gemeinwesen - wie sie schon in den 70er Jahren d.v.Jhdts. im gesellschaftlichen Diskurs angekommen war – beinahe verblüffend real, ja fast zum Greifen nahe. Möglicherweise sind die Menschen hierin schon weiter als die meisten Experten und Politiker, mit ihren unverbrüchlichen „T.I.N.A“ ( There Is No Alternative- Thatcher) - Glauben, zu erkennen vermögen. Während die Mächtigen und Experten uns, im Namen der individuellen Freiheit, noch mit der profitmaximierenden Geschichte der uneingeschränkten Eigenverantwortlichkeit abspeisen wollen, haben viele Bürger schon erkannt, dass Sie Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für die jetzige und die nächste Generation tragen, dass sie sich engagieren müssen für die Gemeinschaft, für die Gesellschaft. Sie tun das in allen denkbaren Organisationsformen, sie organisieren sich in Initiativen, sie gestalten ihre eigenen Stromnetze, sie gründen eigene Tauschsysteme zum Geldersatz, Ältere organisieren sich in neuen gemeinsamen Wohnformen, Jüngere sind längst nicht so unpolitisch, wie immer kolportiert wird, sie haben schon begriffen, dass ihre Zukunft sich anders gestalten wird.
„Anders leben, um besser zu leben“ ist möglich.Und ja, es ist zu spät Pessimist zu sein.
Bertram Kraus am 19.12.09 18:25
Sehr geehrte Leser,
jetzt ist das große Gerede zu Ende und wie erwartet
hat sich USA und vor allen China blamiert bis auf die Knochen.beide Staaten sind unglaubwürdig.Man bedenke der eine "Rosa-Redner" hat den Friedensnobelpreis bekommen.Wofür eigentlich für sein Gerede um den heißen Brei,oder seine Unverschämtheiten.Man kann ganz genau sehen wer nur
redet und schwammige Sprüche von sich gibt.
Das wir von solchen "Firmensprechern" regiert werden
kann nicht angehen.Denn wer von hier bis zur Wand
nur schaut,sollte lieber in Rente gehen.Aber auch
Systeme wie China dürfen nicht mehr unterstützt
werden,schon gar nicht mit Milliarden von den Steuerzahlern aus Deutschland.Wenn es weiter nicht
geht Handelsbeschränkungen,denn die Fälschungen und
nachgemachten Billigprodukte benötigen weder unsere
Kinder noch unsere Wirtschaft.Siehe Indien solange
ich lebe wird Indien unterstützt,damit die Menschen
zu essen haben.Was aber macht der indische Staat,dieser baut eine Atombombe.Ist ja auch wichtiger als dem eigenem Volk genügend Essen und
Bildung bereit zu stellen.China legt noch eins drauf
es baut auch noch Raketen für den Flug ins All bemannt natürlich.Alles im Namen des Fortschritts
und natürlich des Friedens.Um dann hier in Europa
die Hände auf zu halten.
Wir Bürger werden von Profilsüchtigen Parteileuten
verarscht und voll eingelullt.Siehe auch ZDF,warum
sollen wir mit Gebühren bezahlen,wenn dass ZDF von
der CDU/CSU kontrolliert wird.
Ich bin bitter geworden,denn auch meine eigene Partei ist dafür mit verantwortlich das es den
arbeitslosen Menschen so mies geht,denn die haben
zur Agenda 20 10 auch ja gesagt.Dann kommt die
Bildung die ein Scandal ist in Deutschland.Diese
Liste könnte man bis zu einem Buchumfang aufschreiben,aber man sollte besser aufwachen und
alles,alles sehr kritisch sehen und überdenken.
Die Armut gibt es in Deutschland wieder nur der
Egoismus und der Konsum lässt uns so manches vergessen,aber zu Weihnachten kommt etwas Menschlichkeit.Es wird gegeben und auch an den Nachbarn gedacht.Nur ist dies alles nicht genug,
wir leben alle zusammen auf dem Raumschiff Erde und dieser wunderschöne Planet hat nur begrenzten Platz und begrenztes Wasser und Luft...
Die Erde hat schon einige Massensterben hinter sich und eines sei nicht vergessen,die Erde braucht uns
Menschen nicht,aber wir Menschen brauchen die Erde.
Trotz allem ein nachdenkliches
Fest und ein gesundes Jahr 2010!
J.R.
Joachim Richter Ing. am 19.12.09 21:24
Nun haben wir also das Ergebnis der großen Klimakonferenz: Unverbindliches, nichts Konkretes. Die Hoffnung auf die nächste Konferenz.
Wie Herr Richter sehr richtig moniert, haben die Politiker, die unser aller Schicksal bestimmen, ganz allgemein vergessen, dass sie Vertreter und Diener der Bevölkerung sind, die sie nur noch als "Wähler" wahrnehmen. Für sie ist der Souverän die Wirtschaft, deren allmächtiger Lobby sie Tür und Tor geöffnet haben und sich ihr andienen. In der Folge stecken sie in der mißlichen Lage, ihre Beschlüsse dem Wahlvolk schmackhaft zu machen: durch die Predigt vom Wachstumsmythos, der einzig seligmachenden Wahrheit, die für "alle" gut ist, und daher die Milliarden rechtfertigen soll, die in niedergehende Industrien gesteckt, im Klartext verschwendet, werden.
"Die Politik" wird erst umdenken, wenn "der Wähler" deutlich macht, dass er diese Entscheidungen nicht mehr mitträgt und etwas anderes möchte. Allerdings braucht der Wähler dazu Alternativen.
Hier eröffnet der Beitrag von Herrn Dilthey zum "emanzipatorischen BGE" viele Perspektiven. Denken wir uns doch mal frei:
1. Wachstumsmythos und Massenkonsum
Stellen wir uns vor, jeder Bürger hat ein Einkommen, unabhängig von "Erwerbstätigkeit". Erste Konsequenz: es gibt keine Arbeitslosen mehr. Nächste Konsequenz: der Staat muss keine Industrien oder Konzerne mehr stützen "wegen der Arbeitsplätze". Weiter: fast der gesamte Apparat zur Verwaltung des Mangels fällt weg und setzt ungeheure Mittel und menschliche Schaffenskraft frei. Und - nun kommen wir langsam auch zum Klima - es ist nicht mehr nötig, ständig das Wachstum zu fördern, einen ungehemmten und in weiten Teilen sinnlosen Konsum zu fordern, welcher Rohstoffe, Energie und alles was damit zusammenhängt sinnlos und hemmungslos verschwendet, Berge von Wohlstandsmüll produziert und mit einem desaströsen Preiskampf einhergeht. Man könnte sich wieder auf Produkte und Konsum mit Nachhaltigkeit konzentrieren. Und man könnte innere Leere anders füllen und müßte sie nicht mit Gier kompensieren. Und die Werbeindustrie? Die könnte auch umdenken, sich von ihrer eigenen Hohlheit emanzipieren und andere Themen propagieren, beispielsweise demokratische Bildung unterstützen (s.u.).
Allen denjenigen, die sich noch nicht bewusst sind, wie sehr sie in der Konsum- und Spaßfalle stecken, sei "Brave New World" von A. Huxley empfohlen. Dort gehört exzessives Konsumverhalten inklusive gratis Drogenkonsum zur totalitären Grundausbildung (damit man nicht zum Denken kommt).
2. Human Resources
Stellen wir uns vor, die Menschen können sich aussuchen, was sie „arbeiten“ wollen anstatt in ungeliebte und teils unproduktive Tätigkeiten gezwungen zu werden (man denke nur wieder an die Verwaltung des Mangels). Wieviel Kreativität liegt hier brach, die zu neuen Ideen führen könnte oder die in anderen Bereichen dringend gebraucht wird: alle sozialen Bereiche, die unterversorgt sind und entweder durch überbelastete, schlecht bezahlte Arbeitskräfte oder ehrenamtlich Tätige versorgt werden. Viele würden gerne in diesen Bereichen arbeiten, wenn die Bedingungen nicht so schlecht wären. Jugendarbeitslosigkeit würde der Vergangenheit angehören, die Jugend ohne Perspektive wäre auch Geschichte, sobald der Selbstwert, der Sinn des Lebens und die gesamte Zukunft nicht mehr an einer Arbeitsstelle hängt. Da der Mensch an sich, solange er nicht „verdorben“ ist, kreativ ist, wird diese Vision nicht im Müßiggang von Millionen enden.
3. Demokratie und Verantwortung
Stellen wir uns vor, die Menschen begreifen das Wesen der Demokratie und handeln danach. Momentan ist es doch so, dass wir uns noch immer wie in einem Obrigkeitsstaat verhalten - wir tun das, was angeordnet wird, die „da oben“ werden es schon richten. Klar, dass sich die „da oben“ auch so verhalten, als wären sie die Herrschenden in einem Obrigkeitsstaat. Demokratie bedeutet auch Eigenverantwortung, Nachdenken über Rechte und Pflichten und darüber, dass eine Demokratie nur dann dauerhaft funktionieren kann, wenn die einzelnen Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft sich verantwortungsvoll sich selbst und anderen gegenüber verhalten (dazu gehören auch Umwelt, die Menschen anderer Teile der Welt und das Klima) und wenn die Menschen bereit sind, Verantwortung für den Erhalt dieser Gesellschaft zu übernehmen. Man kann davon ausgehen, dass die Menschen dazu viel eher dazu in einer Gesellschaft bereit sind, die sie als gerecht erleben als in einer Gesellschaft, die sie unwürdig behandelt, in ihnen lediglich einen Kosten-Nutzen-Faktor sieht. Und den nicht ernst zu nehmenden Wähler natürlich.
Und stellen wir uns vor, dass auch die Politiker Demokratie begriffen hätten!
4. Die Verfassung und die Wirklichkeit
Stellen wir uns vor, dass der Leitsatz des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ mehr Wahrheitsgehalt bekäme. Kein Bürger wäre mehr in der entwürdigenden Situation, Bittsteller vor den Behörden zu sein, keiner könnte zu einer unwürdigen Arbeit gezwungen werden, es gäbe keine Gleichen und Gleicheren mehr (Hartz-IV Kinder bleiben von den Segnungen des Kindergelds verschont), es gäbe keine Kinderarmut und keine Altenarmut, und selbst der Grundsatz „Reichtum verpflichtet“, für den sich niemand in der höheren Politik interessiert, wäre ansatzweise umgesetzt.
Diese Vision setzt zweierlei voraus:
- Bildung und Erziehung zu Demokratie. Wie aber sollen die Bürger dieses Landes demokratisch denken und handeln, wenn die Erziehung von Anfang an auf Unselbständigkeit, Anpassung, Nachsagen von Vorgedachtem, Auswendiglernen von Faktenwissen und Obrigkeitsdenken ausgelegt ist, Individualität abgestraft wird, selbständiges kritisches Denken gar den Gang zum Direktor vorzeichnet? Demokratie und Schule sind weitgehend noch unvereinbare Dinge (grundsätzliche Ausnahme: die Montessori-Pädagogik ist demokratisch geprägt). Die Erziehung zum Bürger einer Demokratie beginnt aber bereits in den Windeln, und zwar durch
- Respekt vor der Persönlichkeit und der Würde eines jeden Menschen, auch des Kleinsten, auch des Ältesten. Auch von der Schule, auch von den Behörden, auch von der Politik, auch vom Staat.
Wie ein Gegenwartsphilosoph gesagt hat: man muss die Dinge neu denken. Denken wir doch mal die Wirtschaftsordnung neu. Das emanzipatorische BGE bietet dazu die Gelegenheit.
Frohe Festtage und dann mit Schwung ins Neue Jahr!
Irene Sylvia am 20.12.09 20:57
Fröhliches Weihnachten?
Es löst in mir das blanke Entsetzen aus, dass dieser Blog von gerade mal von acht oder zehn Kommentaren Anerkennung gefunden hat.
Der zu kommentierende Einleitungsbeitrag ist völlig ergebnisoffen formuliert und stellt lediglich eine Aufforderung zu einem Brain-Storming anhand wichtiger, belegter und aktueller Sachverhalte dar.
Ist es Angst, Hilflosigkeit, vorauseilender Gehorsam, Gleichgültigkeit, oder was ist es, dass dieser Blog so wenig Zuspruch findet?
Wenn wir solche "Angebote" wie diesen Blog nicht nutzen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir alle Freiheiten verspeieln, die wir Menschen auch mit viel Blutzoll seit der Französischen Revolution erreicht haben! So wird das nix mit dem "emanzipatorischen Sozialstaat", der konsequenten Fortsetzung der "Periode der Aufklärung".
Matthias Dilthey am 24.12.09 2:37
Wachstum – Wohlstand
Diese Formel das aus Wachstum sich Wohlstand für alle ergibt – verliert ihre Haltbarkeit. Klimakatastrophe, Weltwirtschaftskriese und eine zunehmende Weltbevölkerung verdichten die notwendigen Fragen nach unserem Lebensstil.
Wir müssen mit der Endlichkeit unseres Lebensraumes rechnen und den Reichtum in Kultur, Bildung und Mitmenschlichkeit suchen. Nur! Glaube ich nicht mehr an die Politik im Allgemeinen. Das Scheitern des Klimagipfels ist ein derber Beweis für die wirtschaftpolitische Kurzsichtigkeit vieler Regierungsvertreter. Geld, Geld, und noch mal Geld.
Mein Vertrauen an diese Volksvertreter ist in Gänze ruiniert. Deswegen gehe ich einen anderen Weg und versuche möglichst viele Menschen mit den „neuen Gedanken“, von einem anderen Lebensstil zu erreichen. Vielleicht lässt sich daraus eine Stimme formen, die dann nicht mehr von Großindustriellen, Lobbyisten und untätigen Abgeordneten einfach mal so überhört werden kann.
Wir müssen diskutieren und unseren Verstand darauf schärfen – und gleichzeitig sollten wir unsere Ideen, Visionen umsetzten in gemeinschaftliche Energieprojekte in neue Schulsysteme in denen neben den klassischen Schulfächern Ökologie unterrichtet wird und damit das Wort Verantwortung für einander ein ganz anderen Wert erhält. Bildung und Erkenntnis könnten nicht länger belächelte Werte einer humanistischen Bildung sein, die einer ökonomischen Bildung eher zweitrangig betrachtet werden, sondern echte Katalysatoren für die Verwirklichung eines neuen Lebensstil sein.
Dabei bin ich mir klar das neue Wege zu gehen nicht immer bequem und amüsant ist sondern oft mit Anfeindung und Nachteilen verbunden ist, dessen gewiss werde ich mit vielen andern gleichdenkenden einen Weg gehen und meinen Mut und Hoffnung aus dieser Gemeinschaft speisen.
In diesem Sinne liebe Grüße Christian
Christian Kleist am 3.01.10 2:38
"Vorwärtsthemen gesucht" - herkömmliche Bewußtseinsbetäubung in gewohnter Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll, für die Zeit bis das große Sterben auf der nördlichen Halbkugel beginnt, weil der Golfstrom "doch so plötzlich" abgekippt ist!?
hto am 3.01.10 13:48
Liebe Mitblogger,
ich habe viele gute, ausführliche Gedanken von Ihnen und euch gelesen, schon jetzt vielen Dank für diese Diskussion, die mir und uns so oft fehlt. Ich ziehe jedenfalls Kraft aus Mitmenschen, die ganzheitlich denken und für die der gesellschaftliche Zusammenhalt, ökologisches Bewusstsein, soziale Kompetenz, Fairness Werte sind - immer noch. Eins fällt allerdings auf: kaum Beiträge von Frauen. warum ist das so?
Sonia Seymour Mikich am 7.01.10 12:21
Ich würde mich gerne mich gerne Herrn Kleist als zumindest Ähnlichdenkende anschließen. Liebe Redaktion, deshalb können Sie gerne meine E-Mail Adresse an ihn weiterleiten. Und Herr Kleist (und alle anderen, die sich dafür interessieren)ist gerne eingeladen, sich an "Die Initiative" zu wenden. Vielleicht ergibt sich eine Vernetzung. Ansprechpartner ist Herr Dilthey (s.o.) über die öffentliche E-Mail Adresse info-ini-nbg@bge-portal.de
Liebe Frau Mikich, Sie fragen, warum kaum Frauen sich melden? Ich hätte da drei von vielen anderen möglichen Antworten:
- neulich gab es bei TTT (glaube ich) einen interessanten Beitrag über die "Pink Generation". Spätestens seit den frühen Achzigern werden Mädchen wieder weichgespült und auf die Erfüllung der Erwartungen der Jungs/Männer hingetrimmt. Emanzipation zum Homo Sapiens ist da ausgeklammert. Die Medienlandschaft von MTV bis RTL tut das übrige.
- und ältere Frauen? Viele sind in der Esoterikszene abgetaucht und üben sich in Selbstfindung. Leider auch u.a. eine Folge der nicht stattgefundenen Identitätsfindung.
- Die meisten selbstbewußten Frauen haben sich in der bestehenden Welt eingerichtet, sprich Karriere im System gemacht, das sie daher nicht in Frage stellen.
Es sieht so aus, als wäre dies auch ein beachtenswertes Thema.
Und noch eine Anmerkung zum Beitrag von Herrn Dilthey, der beklagt, dass der Blog so wenig Zuspruch erhält. Die Sendung war am 19. November, der Blog kam am 8. Dezember ins Netz. Ich hatte mit Interesse den Aufruf zum Mitdenken gehört und vergeblich eine Platform für die Ideen der Zuschauer gesucht. Eine solche Platform muss sofort zur Verfügung stehen, denn wer außer ein paar Hanseln schaut nach drei Wochen nochmal nach? Grober Fehler der Redaktion!
Irene Sylvia am 8.01.10 0:14
Wer da glaubt MONITOR wäre nicht auch ein Mittel der systemrationalen Weichspülung, naja, dem ist wohl nicht mehr zu helfen!?
Dieser Blog ist so armselig-symptomatisch angepaßt an den Zeitgeist, wie [Vergleich gelöscht, Die Redaktion], o.ä. Epochen. Gerade beim Thema Klimawandel müßte der wahnsinnige Stumpfsinn / die ignorante Arroganz deutlich werden. "Ökologie und Klimaschutz" sind schwachsinnig, solange nicht das Optimum des menschlichen Geistes in der Realität seine eindeutig-wahrhaftige Wirklichkeit gefunden hat - KLIMAKATASTROPHE nur, weil "Individualbewußtsein" vor geistig-heilendem Selbst- und Massenbewußtsein steht / weil Bewußtseinsbetäubung die Bewußtseinsentwicklung für eine blödsinnige Hierarchie in materialistischer "Absicherung" verhindert.
hto am 8.01.10 11:40
Klasse, dass doch noch jemand im blog ist. Da wir nun, lieber hto, quasi unter uns sind: Sie haben völlig recht, das heutige Denken krankt im Grundsatz an allen Ecken und Enden. Auch ich sehe in grundsätzlich anderer Bildung und Erziehung die einzige Möglichkeit, wirklich etwas verändern zu können. Dazu habe ich mich an verschiedenen Stellen schon geäußert.
Allerdings ist es einfach, sich zu beschweren, schwieriger wird es da schon, konstruktiv zu wirken. Haben Sie Ideen, wie man grundsätzlich ethische, ganzheitliche, die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellende, aufgeklärte, demokratische Tugenden fördernde, sozial denkende Erziehungsarbeit bei Kindern, Jugendlichen, Studierenden, Erwachsenen, insbesondere unserer politischen und wirtschaftlichen Führung voran bringen könnte?
Vielleicht darf ich Sie einladen, sich bei der o.g. "Initiative" zur Förderung demokratischen Bewußtseins zu engagieren? Unter diesem Oberbegriff sind diverse Themen zusammengefasst, u.a. auch das Thema der Emanzipation der Menschen zu verantwortungsvoller Teilhabe am Gemeinwesen. Das entspricht doch Ihrer Denkrichtung, das zu entwickeln, was an geistig-moralischem Potenzial im Menschen steckt, einschließlich der Überwindung egoistisch-kurzsichtigen Denkens.
Noch eine Bemerkung zu Ihrer Kritik an Monitor. Sicherlich haben Sie recht, wenn Sie beanstanden, dass auch dieses Magazin nur an den Symptomen herumdoktert. Das nannte ich einmal den Hinkefuß des investigativen Journalismus. Aber hat nicht das Magazin durch das In-Frage-Stellen des Wachstumsglaubens eine Tür aufgestossen, eine Grundsatz-Diskussion in Gang gesetzt, die nach vorne schaut? Seien wir froh darüber und dankbar, hoffen wir, dass andere nachziehen und dass die wachen Bundesbürger verstärkt über den Unsinn der gegenwärtigen Politik nachdenken und vor allem sich empören und vor allem, lassen wir die Herren Intendanten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mal darüber nachdenken, wo heutzutage eigentlich noch der demokratisch-rechtsstaatliche Bildungsauftrag im Fernsehen wahr genommen wird. Ein wenig mehr davon und etwas weniger Telenovela würde schon helfen. Bzw. viel mehr davon in einer Telenovela.
Mit aufmunternden Grüßen
Irene Sylvia am 8.01.10 15:17
Solange die Menschen im "gesunden" Konkurrenzdenken des Wettbewerbs (Ursache aller Probleme) um das "Recht des Stärkeren" der "freiheitlichen" Marktwirtschaft FUNKTIONIEREN, bzw. sich mit diesem zu Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche BILDEN lassen, solange wird der Profit von "Arbeit macht frei" und "Wer soll das bezahlen?" jede Bemühung in Oberflächlichkeit / Dummheit und Konfusion / Ausbeutung und Unterdrückung halten, wo schon längst eine wirklich demokratische Welt- und Werteordnung, auf der Basis eines GLOBAL-bedingungslosen MENSCHENRECHTS von Nahrung, Wohnen und Gesundheit, OHNE Wettbewerb, OHNE REGIERUNGEN, OHNE Steuern, OHNE "Sozial"Versicherungen, OHNE manipulativ-schwankende "Werteordnung", OHNE Zeit- / Leistungsdruck zu einer Karriere von Kindesbeinen, usw., den wahrhaftigen Menschen entfalten könnte - und ich bin ziemlich sicher, daß die Schöpfung bisher nur erahnbare Möglichkeiten des Geistes bereithält!?
Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen Menschen gehört, kann PRINZIPIELL alles gerechter / wahrhaftiger / demokratischer ORGANISIERT werden.
hto am 8.01.10 16:04
Lieber hto,
diese Mechanismen haben wir verstanden. (Auch wenn ich "ohne Regierungen" etwas skeptisch sehe. Mittel- und langfristig.)
aber: Wo bleibt das Konstruktive?
Irene Sylvia am 8.01.10 20:08
Hallo,
bin erst jetzt durch den "Wachstums-Beitrag" von Do. auf diesen Blog gestoßen.
Ja, wo bleibt das Konstruktive? Das ist in der Tat die Frage.
Dazu ein paar Gedanken: Das "Schöne", was die geldgetriebene, kapitaldominierte Marktwirtschaft geschaffen hat, ist die enorm gestiegene Arbeitsproduktivität, von den heutigen perversen Formen einmal abgesehen, ist es im Kern doch ganz schön, dass wir nicht mehr so schuften MÜSSTEN wie frühere Generationen.
Ich meine, da liegt der Ansatzpunkt für alles. Heute sind die materiellen Voraussetzungen gegeben für eine neue Gesellschaft, eine Gesellschaft der frei verfügbaren Zeit (oder "disposable time" wie Marx es genannt hat), in der wir wirklich selbstbestimmt arbeiten und leben könnten.
Doch wie kommen wir dahin? Einerseits ist es richtig in jedem Bereich neu zu denken und zu handeln (dazu ist schon ganz viel Richtiges gesagt worden), andererseits brauchen wir aber auch ein gemeinschaftlich-gesamtgesellschaften Projekt:
faire Teilung von Arbeit und Wohlstand statt Wachstum! Tarifpartner und Politik müssten zusammenwirken, um kürzere Arbeitszeiten zu ermöglichen. Ein Vorstoß von Martin Kannegießer (Gesamtmetall) wies vor ein paar Wochen völlig zu Recht in diese Richtung: Nicht nur Kurzarbeit, sondern dauerhaft kürzere Arbeitszeiten.
So weit erstmal.
Fritz Tiemann
Fritz Tiemann am 9.01.10 13:32
Hoffnungsträger aus Österreich?
In Österreich wird dieses Jahr der Bundespräsident gewählt. Einer der Kandidaten ist Dr. Raimund Bahr (er sammelt z.Z. Unterstützungs-Unterschriften).
Für einen Präsidentschafts-Kandidaten gibt sich Bahr's Internet-Auftritt eher minimalistisch. Dass zumindest Teile der Österreicher "alpenländischer" sind als z.B. die Deutschen oder gar die Amerikaner, liegt in der Natur der Sache. Im Österreichischen Hochgebirge gewinnt "Yes, We Can" eine ganz andere Dimension. Umgeben von schroffen, hohen Bergen und gigantischer Naturgewalten wird auch Angela Merkel's Spruch „Wir haben die Kraft“ als leere, wertlose Worthülse wahrgenommen.
Bahr scheint zu wissen, dass der Mensch in rauem Umfeld, sei es ein klimatisches, politisches oder wirtschaftliches, nicht durch substanzlose Motivations-Sprüche und peppiges Design, sondern nur durch weitsichtiges Handeln längerfristig überleben kann. Bahr: „Nie zuvor war es derart wichtig, seine Augen zu öffnen und zu sehen, welche Konsequenzen unser tägliches politisches Handeln hat.“ Zugleich fordert er den Zugang zu ungeschönten Informationen: „Wir brauchen eine Politik, die den Leuten sagt, was sie in der näheren und ferneren Zukunft erwartet. Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Die politischen Vertreterinnen und Vertreter nehmen die Wahrheit immer seltener wahr. Das zerstört unser Vertrauen in die politische Kultur unseres Landes.“
So gesehen stemmt sich Bahr gegen Versuche des politischen Mainstream, unsere Demokratie zu einem „multimedialen Event“ ohne politische Inhalte verkommen zu lassen.
Politische Inhalte bietet Dr. Raimund Bahr reichlich. Jedoch hält er sich nicht mit Kleinigkeiten auf, was als Bundespräsident auch nicht seine Aufgabe wäre.
„Ich bin nicht der Meinung, dass wir immer über ein Armutsproblem in Österreich oder in Europa reden müssen. Meiner Meinung nach haben wir vor allem einen ungerecht verteilten Reichtum. Zu wenige Leute besitzen zu viel Geld und Eigentumswerte. Das ist das eigentliche Problem unserer Gesellschaft“ schreibt Bahr und setzt gleich noch ein Exempel oben drauf: „Eine Aufsichtsbeschwerde beim jeweiligen Bundesland ist die letzte Möglichkeit seinem Recht Geltung zu verschaffen. Ihr ist selten Erfolg beschieden, da Länder die Neigung haben, ihre FunktionärInnen auf dem flachen Land oder in den gebirgigen Tälern zu schützen. Doch das sollte uns nicht daran hindern, dieses Recht einzufordern. Nur so ist der Filz in unserer politischen Bürokratie sichtbar zu machen und medial zu verwerten.“
Von 1981 bis 1991 studierte Bahr Geschichte, Psychologie, Philosophie und Pädagogik in Wien, woran sich von 1991 bis 1993 ein Doktoratsstudium der Geschichte anschloss. Ist es diese breite Bildung, die Dr. Raimund Bahr bei einigen, wie ich meine entscheidenden, Punkten veranlasst, konservative Positionen einzunehmen? An anderen (Bau-)Stellen hingegen tritt Bahr sehr progressiv auf: „Wir dürfen im Kampf um soziale Gerechtigkeit nicht vor dem unvorstellbaren Halt machen.
Wir dürfen nicht aufhören, den Begriff der Arbeit neu zu definieren. Lohnarbeit ist nicht die einzige Möglichkeit produktive gesellschaftliche Arbeit zu verrichten“ sagt Bahr und fordert ein emanzipatorisches BGE: „Ich fordere eine Politik, die nicht Sozialkosmetik betreibt, sondern die Gesellschaft radikal neu denkt, ohne sklavisch am Begriff der Lohnarbeit zu hängen. Nur so, davon bin ich zutiefst überzeugt, wird es uns gelingen unseren Wohlstand zu erhalten bei gleichzeitigem Verzicht auf Wachstumsraten jenseits der drei Prozent.“
Es gibt sie noch, die Menschen, die neue und innovative Konzepte erarbeiten und versuchen, diese auch politisch umzusetzen.
Quelle: http://www.bahrforpresident.net
Matthias Dilthey am 10.01.10 1:01
Das Konstruktive liegt doch ziemlich offensichtlich auf dem fusionierenden Weg der Macht der Straße, OHNE leicht kontrollier- / steuerbare Demonstrationen auf den Plattformen der Profitler, OHNE stumpfsinnige Forderungen an die Institutionen des "freiheitlichen" Systems, OHNE "Demokratie" durch Kreuzchen auf dem Blankoscheck, wobei es mit den / "unseren" Medien wesentlich schneller gehen würde, weshalb der Druck auf die konfusionierten Marionetten der Medienmacher ebenfalls erhöht werden muß!?
meine mailadresse: horos@web.de
hto am 10.01.10 11:47
Okay. Und wie entsteht sie, die "Macht der Strasse"? Dadurch, dass die Bürger über Alternativen informiert werden, dass sie Denkanstöße bekommen, dass etwas Neues diskutiert wird, dass sich ein öffentlicher Wille formiert. Richtig?
Vielleicht möchte auch Monitor dazu beitragen? Oder vielleicht kennt Monitor jemanden, der jemanden kennt, der dies mal im öffentlich-rechtlichen Medium vorstellen und zur Diskussion stellen möchte? Ganz im Sinne des Bildungsauftrags?
Der zweite Weg ist der, der sich erfreulicherweise möglicherweise in felix Austria abzeichnet, dass das Vorbild einer Führungspersönlichkeit neue Maßstäbe setzt. Wen gibt es da bei uns? Er/Sie möge sich melden.
Die Frage nach dem Konstruktiven zielte allerdings auf Konkretes. Auf Ideen, wie dieses "Vorwärtsthema" vorangetragen werden kann. Deswegen auch der Hinweis zur Vernetzung.
Viele Menschen in diesem Land hadern mit den gegenwärtigen Zuständen. Langsam scheint auch Bewegung in diese Gesellschaft zu kommen. Wäre es nicht sinnvoll, die Energie der Empörung, die sich breit macht, konstruktiv zu nutzen für positive Veränderungen, anstatt dass man nur von einer Empörung in die nächste stolpert und alle Energie sinnlos im Empörtsein und in vermeintlicher Hilflosigkeit verpufft?
PS Könnt Ihr nicht mal diese blödinnige Qualifizierungs-Frage weglassen? Ich komme mir fast vor wie bei den "Gewinn"spielen von RTL: welcher dieser Begriffe ist ein Tier: Tisch, Auto, Hund ?????
Irene Sylvia am 11.01.10 19:23
Zu Anfang sei gesagt,ein Beitrag hier sollte verständlich sein,denn es
gibt auch Menschen die kein Abitur haben.
Diese Regierung ist lächerlich,denn jedem ist klar das die Regierung
käuflich ist,aber nicht nur die CDU/CSU/FDP,nein auch die SPD.Denken
sie an einen Schröder,der bei Gasprom einen guten Job bekam für eine
Gasleitung und somit eine Abhänigkeit von den Russen heraufbeschwor.
Ein Gesetz wie jetzt ist so schnell durchgebaukt worden von der FDP,
dass ich mich fragte wie kann das sein.Das gleich nach einer Millionen-
spende an die FDP das Gesetz beschlossen wurde,lässt nur einen Gedanken
zu.
Das ist aber nur ein kleiner Teil der Unrechtspoletik den diese Parteien ausführen gegenüber den Menschen die wenig bis nichts haben.
Bei N24 hat ein gewisser Martin Lindner (FDP) mal wieder über die
ärmsten Menschen gewettert.Zu einem kann es nicht sein das 3,7 Millionen Arbeitslose zu faul sind zu arbeiten.Diskotieren können sie
auch nicht.Aber denken sie und ihre Partei an den Eid den sie geleistet haben.In Deutschland ist der Lobbyismus so groß geworden,
dass man sich fragen muß wer regiert hier wen.
Arbeitslose werden drangsaliert,Politiker die Milliarden versenkt haben gehen frei aus mit fetten Bezügen.Ich persönlich empfinde nach
über dreißig Jahren nur noch Wut gegen diese Leute in Berlin.
Verbrecher aus der DDR können sich sogar in unserer Regierung
verstecken oder im Geheimdienst verstecken.Die anderen Schläger der
Stasi und des MSF ruhen sich mit klasse Bezügen aus,oder schreiben
ein Buch.Aber Hartz4 bekommen diese Verbrecher nicht,dank unserer
Regierung.Auch Spekulanten die nur eilige Geschäfte für ihre Proßente
tätigten werden aufgefangen dank des klasse Staates.
Arbeitslose werden beleidigt,drangsaliert und in merkwürdige Maßnahmen gedrängt,aber nur wegen der Qwoten,denn so gelten diese
nicht mehr als arbeitslos.Ein menschliches Leben ist nicht möglich
mit solch ein paar Euro,zumal noch über hundert Euro einbehalten
werden für die Miete die ja angeblich zu hoch ist.
Diese Regierungen auch die jetzige taugen nichts,denn es wird nur an
den eigenen Geldbeutel gedacht.Natürlich tun dies nicht alle,aber es
müssen gerade die sein die das Sagen haben,denn sonst wäre das was
wir erleben nicht möglich.
H.J.
Joachim Richter Ing. am 19.01.10 10:45
Nun war der Schlagabtausch über den neuen Haushalt und man stelle sich
vor noch mehr Schulden.Zuerst wurde der Bürger zugetextet von unserem
Finazminister Schäuble,der uns auf das Sparen einschwor und auf schwere
Zeiten.Warum frage ich müssen dann noch fünfundachtzig Milliarden Schulden gemacht werden.Damit die "Besserverdiener" endlastet werden
können und die Bürger belastet.Schäuble auch so ein zwielichtiger Geselle aus dem Spendenscandal ist als Finanzminister ungeeignet,denn
null und null ergibt nicht eins Herr Schäuble.Desweiteren hat dieser
werte Herr die Kontakte und die besten Freunde bei den Leuten die die
Beyern Landesbank mit drei Milliarden durch einen Kauf in den Sand sätzten.Nun wird lamentiert von einem gewissen Stäuber der ja unschuldig ist und einigen anderen wohlbekannten Herrn.
Auch die Asse2 wurde kaum angesprochen und das obwohl diese Salzgrube
geräumt werden muß und das wird einige Milliarden kosten.Wer bezahlt
das eigentlich die Atomindustrie.Die wollen doch nur längere Laufzeiten für ihre alten und gefährlichen Atomkraftwerke.Ja aber wohin mit dem Atommüll,wieder in eine Grube die laut Gutachten geeignet ist,wie damals die Asse.Bezahlte Gutachten falsche Gutachten
damit die Atomlobby noch mehr Milliarden verdienen kann,auch für ihre
Anleger und das sind meist Großanleger die nur Profit im Sinn haben.
Zu allen "Schweinereien" spielte unsere gewählten Regierungen mit und
das sind einige Parteien.Alle haben einen Eid abgelegt im sogenannten
hohen Haus.
Ein Wehner und ein Brand würden sich die letzten haare raufen,was aus
ihren vorstellungen und ihrer SPD geworden ist.
Aber unsere Merkel scheint alles nicht zu sehen,oder will nicht sehen
und begreifen.
Der Herr Obama hat unmissverständlich den Banken gesagt das er jeden
Cent wieder haben möchte für das Land.Was unternimmt unsere Kanzlerin
nichts,kein Wort kein nichts.Obwohl wieder Bonis bezahlt werden und
Gewinne eingefahren werden.Deutsche Bank rechnet mit neun Milliarden!
Hochachtungsvoll
H.J.
Joachim Richter Ing. am 21.01.10 0:23
Alle Kritik an der gegnwärtigen Regierung, an der Macht der Lobby, an der mangelnden Integrität, Ethik und Charakter von fast allen Leuten, die dieses Land führen auf welchem Gebiet auch immer, ist wichtig und richtig.
Ich möchte aber noch einmal an das eigentliche Thema erinnern: WAS WEIST IN DIE ZUKUNFT? Dazu ist noch nicht viel gesagt worden.
Einige Bereiche, die dringendst neu gedacht werden müssen:
- Ethische Neuorientierung
- Bildungsinhalte (Faktenwissen versus Menschenbildung)
- welches Menschenbild prägt unsere Gesellschaft und was muss sich daran ändern, damit es als "echte" Grundlage für neue Inhalte taugt
- was macht das LEBEN des Menschen aus (damit es nicht sinnlos in Oberflächlichkeit und sogenanntem Spaß und sinnlosem Konsum verpufft. Damit es nicht von Profitgeiern für ihre Zwecke mißbraucht werden kann. Oder von Bürokraten als Rechtfertigung ihrer armen Existenz.)
- Hinterfragung unserer Gesellschaft (was sind unsere Ziele, wie demokratisch ist unsere Demokratie, was läuft grundsätzlich schief und warum)
- Freiheit und Verantwortung
- Religion: haben wir sie wirklich verstanden? Oder wollen uns die Schriften nicht doch etwas ganz anderes sagen, als es bisher interpetiert wurde? (Ganz wichtig für die Definition von Mensch und Gesellschaft!)
- Ist unsere Wirtschaftsordnung noch zeitgemäß?
- Warum lernen wir nicht aus Geschichte?
- Warum lassen wir so viele Verletzungen von Grundrechten zu?
- Warum ist unser Wertesystem und unsere Wirtschaft nach Geld und Profit als oberstem "Wert" ausgerichtet, warum ist alls andere nachrangig, und was sind die Folgen?
Beispiel: Der Waffenexport von Kleinwaffen nach Afrika, der die Bürgerkriege erst möglich macht und Hunderttausende Menschenleben gefordert hat wird von Politikern gerechtfertigt mit "Arbeitsplätzen" und "Steuereinnahmen". Und zwar gerade von Politikern der "christlichen" Parteien!!!!! Da stehen die Werte auf dem Kopf!
- ......
- ......
Die Themen umfassen alle Bereiche der Gesellschaft und des Lebens. So sind auch Vertreter aus allen diesen Bereichen gefragt, aktiv zu werden.
Wer fängt an, in seinem Bereich solche Fragen aufzuwerfen - wo sind die Dozenten, die sich mal grundsätzliche Gedanken machen und in ihr Gebiet ethische Aspekte einbeziehen - wo sind die Arbeitgeber und Personalchefs, die ihre Mitarbeiter wieder als Menschen wahrnehmen - wo ist die Verwaltung, die alle ihre überflüssigen und menschenverachtenden Vorschriften und Denkweisen über Bord wirft (wie das gehen könnte, siehe * unten) - wo sind die Eltern und Erzieher, die unsere Kinder als wertzuschätzende Persönlichkeiten erziehen, die verantwortungsvoll mit ihrem Leben umgehen - wo sind die Menschen, die den Erziehenden Denkanstöße und Entwicklungsmöglichkeiten geben - wo sind die Menschen, die auch religiöse Traditionen in Frage stellen und auch die Bibel "neu" denken - ........
Sie mögen sich melden!
Nur das, was mit ETHIK vereinbar ist, wird uns voran bringen, egal auf welchem Gebiet.
*) „…Nehmt den Verwaltern der Menschen die Macht über diese Menschen, indem die Leistungen, die sie erhalten, nicht als Gnade gewährt werden, sondern als ein Recht angesehen werden, das jeder ganz selbstverständlich hat. Damit ist das gesamte ARGE-Überwachungs- und Restriktions-Problem von "Wahrsprecher" gelöst. - Richtig, ich bin wieder beim BGE. Das ist tatsächlich für vieles zu gebrauchen. Mehr Menschenwürde, mehr Grundgesetz, mehr Demokratie, weniger Behördenwillkür, weniger Bürokratismus.“
Zitiert aus Monitor Forum zu „ELENA“ 8.1.2010
Irene Sylvia am 24.01.10 20:17
Sehr geehrte Bürger,
seit Parteien an der Macht sind die nur sich und die großen Firmen,wie auch besser verdienende "Bürger"im Sinn haben,geht es Abwärts mit unserer
Demokratie.Den Wählern wird etwas versprochen was
noch nie eingehalten wurde (Hauptsache man wurde gewählt)um dann so zu handeln wie es der Partei,oder besser den "Großen" gefällt.
Wie kann es sein das ein Wahlbetrüger nach Deutschland kommt und mit einer halben Milliarde
zurück fliegt.Das einzige was dieser "Präsident"
gegeben hat sind Versprechen die seit acht Jahren
nicht erfüllt werden.Warum auch es lässt sich doch
gut leben mit dem Geld der Deutschen.Wir dürfen dank
der Kanzlerin dafür gerade stehen,denn diese "Dame"
braucht sich um Fehler nicht zu scheren,denn ihr
Lebensabend ist so oder so gesichert und dafür bezahlt diese "Kanzlerin" noch nicht einmal.
Den kleinen Leuten geht die Luft langsam aus,was
schert dass der CDU/CSU,nichts.Wir haben doch Riester,wie sie aber die Beiträge zusammen bekommen
ist etwas anderes,besonders als Arbeitsloser.
Wenn diese Leute schon lange nicht mehr sind dürfen
unsere Kinder noch für die Fehler und die Schulden
bezahlen.
Nun kommt noch die GEZ und möchte außer den zehn
Milliarden für ein schlechtes Programm,noch mehr Geld haben,aber fürs Internet.Ist es nicht schon ein Scandal das sich die Regierungspartei ins ZDF
einmischt.
Ein Gesundheitsminister will eine Kopfpauschale,ja
kann dieser nicht rechnen.Es wäre ganz einfach,die
Konzerne dürfen keine Preise mehr festlegen,sondern müssen diese Aushandeln.Wir hier in Deutschland haben in fast jeder Straße eine Apo und jede will
muss verdienen,die zahl der Apos muss begrenzt werden.Die Krankenhäuser müssen sich nach Richtlinien richten.Wir haben hier in Deutschland
die teuerste Krankenversorgung,aber auch die schlechteste.Hier sterben Menschen tausende pro Jahr durch Fehler der Ärzte und der Krankenhäuser,
aber verantworten will es keiner,obwohl die versichert sind und auch nur Menschen sind.Menschen machen nun mal Fehler auch Ärzte.
Dies wären ein paar Beispiele um Kosten zu senken,aber keiner denkt daran,denn man kann sich mit dem Deutschen Krankensystem dumm und albern
verdienen.Die Hände werden überall aufgehalten,denn wir können ja bezahlen und bekommen miese Zweiklassenversorgung.
Als ein Schröder die Agenda 2010 einführte musste dieser die eigene SPD erpressen mit seinem Rücktritt und die CDU/CSU und die FDP wetterten um die Wette.Diese wollten die Agenda (Hartz4) auch wieder kippen,wenn sie an die Macht kämen.Was wurde gemacht nicht.Aber Frau Merkel erzählte über die Jahre:"Der Aufschwung kommt beim Bürger an."
Damit hat sie sich doch lächerlich gemacht.
Über diese "Kanzlerin" sollte man ein Buch schreiben.
Joachim Richter Ing. am 2.02.10 10:36
Sehr geehrte Leser,
Herrn Westerwelle ist wohl die Regierungsbank zu Kopf gestiegen,anders
sind seine Aussagen über Hartz4 Menschen nicht zu erklären.
Was bildet sich dieser "Mensch" eigentlich ein,hat er dass Sagen der
Regierung,oder hat er etwas verwechselt nämlich er ist Außenminister
und einer Arbeitsministerin scheint sich ja hinter Westerwelle zu stellen denn sie schweig zu seinen Tiraden.
Man sollte sich fragen was diese Regierung menschlich wert ist,denn es
gibt nun mal Armut in unserem Lande.Die Hartz4 Menschen werden immer
herangezogen,wenn irgend jemand nicht mehr weiter weiß.Wie dumm muß
man sein solch einen Nonsens zu vertreten Herr Westerwelle.
Des weiteren können nicht über sechs Millionen "Faule Schw...." sein.Natürlich wird es immer einige Menschen geben die mit Hartz 4
zurecht kommen,da ist aber meist etwas anderes gegeben und in der
Psychologie zu suchen.
Denken sie erst Herr Westerwelle,
bevor sie reden...
J.Richter
Joachim Richter am 15.02.10 20:01
WO BLEIBT EUER ( ABGESETZTER ) Bericht über GEO-Engineering ( ChemnTrails ).
Dies zeigt, daß hier etwas im großen Stil verschwiegen werden soll, was ich selbst bereits festgestellt habe.
Hier geht es zur PETITIONs-Anfrage im Deutschen Bundestag.
Haben Sie so sehr die Hosen voll?
"Mit was müssen Sie rechnen, wenn Sie über die Wahrheit berichten?" fragen sich die Bürger dieses Landes.
Kein Einsatz von GEO-Engineering über Deutschland:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=9847
F. Hermann am 14.03.10 16:55
Ich möchte beipflichent:
Zitat:
"Es löst in mir das blanke Entsetzen aus, dass dieser Blog von gerade mal von acht oder zehn Kommentaren Anerkennung gefunden hat.
Der zu kommentierende Einleitungsbeitrag ist völlig ergebnisoffen formuliert und stellt lediglich eine Aufforderung zu einem Brain-Storming anhand wichtiger, belegter und aktueller Sachverhalte dar.
Ist es Angst, Hilflosigkeit, vorauseilender Gehorsam, Gleichgültigkeit, oder was ist es, dass dieser Blog so wenig Zuspruch findet?
Wenn wir solche "Angebote" wie diesen Blog nicht nutzen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir alle Freiheiten verspeieln, die wir Menschen auch mit viel Blutzoll seit der Französischen Revolution erreicht haben! So wird das nix mit dem "emanzipatorischen Sozialstaat", der konsequenten Fortsetzung der "Periode der Aufklärung"."
Marco am 12.04.10 15:09
Ich möchte nur beipflichten:
Zitat:
"Es löst in mir das blanke Entsetzen aus, dass dieser Blog von gerade mal von acht oder zehn Kommentaren Anerkennung gefunden hat.
Der zu kommentierende Einleitungsbeitrag ist völlig ergebnisoffen formuliert und stellt lediglich eine Aufforderung zu einem Brain-Storming anhand wichtiger, belegter und aktueller Sachverhalte dar.
Ist es Angst, Hilflosigkeit, vorauseilender Gehorsam, Gleichgültigkeit, oder was ist es, dass dieser Blog so wenig Zuspruch findet?
Wenn wir solche "Angebote" wie diesen Blog nicht nutzen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir alle Freiheiten verspeieln, die wir Menschen auch mit viel Blutzoll seit der Französischen Revolution erreicht haben! So wird das nix mit dem "emanzipatorischen Sozialstaat", der konsequenten Fortsetzung der "Periode der Aufklärung".
Matthias Dilthey am 24.12.09 2:37"
Marco Hebestadt am 12.04.10 15:15
Lieber Marco,
es ist schön, dass Sie dem Beitrag beipflichten. Und was ist nun Ihre Idee?
Liebe Redaktion,
für einen Überblick eine kurze Zusammenfassung der Themen der Ideen und Vorschläge:
Ganzheitliche Betrachtungsweise
Rückbesinnung auf ethische Grundlagen der Gesellschaft
Schritt hin zu einer emanzipierten Gesellschaft
emanzipatorischer Sozialstaat mit emanzipatorischem BGE
Heraus aus dem Wachstumsirrlauf und der Wachtstumshörigkeit
Anders leben, anders denken
Neudefinition des Begriffs Arbeit
Forderung des mündigen Bürgers, de seine Verantwortung dem Gemeinwesen gegenüber sieht
Aufwachen aus der Apathie
demokratische Bildung und Erziehung
Selbst-Organisation der Bürger in gemeinsamen Projekten, ohne auf den Staat zu warten
mehr Selbstbewußtsein für Frauen
selbstbestimmt leben und arbeiten
Thema Korruption und Lobbyismus in der Politik
Die Tendenz derer, die überhaupt eine Idee hatten, ist wohl eindeutig.
Machen Sie etwas daraus? - Oder wurde das halt mal so geschrieben, und das war's auch schon? Und der Blog wurde zur Farce?
Mit banger Hoffnung
Irene Sylvia
Irene Sylvia am 21.04.10 23:02
Kommentieren
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