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8.09.09
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MONITOR - Archiv vom 8.09.09
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Krieg in Afghanistan – Schluss mit Lebenslügen und Schönreden
Der Krieg in Afghanistan dauert schon länger als der Zweite Weltkrieg. Er wird beharrlich vom Verteidigungsminister je und je als "Stabilisierungseinsatz mit robusten Mitteln“ verharmlost, gelegentlich ringt sich Jung auch das Wörtchen "Kampfhandlungen“ ab. Aber bis zum Wochenende wurde uns von der Regierung vorgegaukelt, dass die Bundeswehr eine Art bewaffneter Arm von Amnesty International, Rotem Kreuz und Emma sei, um am Hindukusch Mädchenschulen, Brunnenbau und freie Wahlen zu fördern.
Weitere Verweise zu Krieg in Afghanistan – Schluss mit Lebenslügen und Schönreden
Kommentare zum Eintrag Krieg in Afghanistan – Schluss mit Lebenslügen und Schönreden
Die Massenmedien haben dem Kriegsminister(-ium) ja lange genug aus der Hand gefressen! Von wegen Terrorbekämpfung - Bullshit! In Afghanistan geht es u.a. vor allem um geopolitische Interessen. Aber kritische Recherche und Berichterstattung scheint nicht mehr Mode zu sein (Monitor mal ausgenommen). Unzumutbar fand ich besonders die Aktuelle Kamera - ähm Tageschau! Aber ist ja auch irgendwie klar das Deutschland dann nach 70 Jahren doch mal wieder nen kleinen Angriffskrieg führt - obwohl damals haben wir ja auch nur zurückgeschossen.
kritiker am 8.09.09 14:37
Der Afghanistan-Krieg ist meiner Ansicht nach einer der unnötigsten Kriege in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die je geführt wurden.
Was haben wir denn davon, wenn in Afghanistan regelmäßig - zumeist unschuldige - Menschen sterben müssen? Was haben wir denn davon, dass unsere Soldaten da unten Tag für Tag ihr meist noch recht junges Leben auf's Spiel setzen?
Ich habe den Verdacht, dass es im Afghanistan-Krieg nicht um einen fadenscheinigen Versuch der "Friedenssicherung" geht. Da muss etwas anderes dahinterstecken, aber das werden wir "Normalbürger" sicher nicht mehr erfahren.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir am 27. September den Bundestag so neu zusammensetzen, dass ein Abzug unserer Bundeswehrsoldaten wieder mehr in den Brennpunkt rückt. Unsere Poltiker müssen damit aufhören, die deutschen Soldaten in solchen Risikogebieten wie Afghanistan einzusetzen und damit Tag für Tag zu gefährden.
Tobias K. am 8.09.09 16:33
Sehr geehrte Leser.
"Wir verteidigen unsere Demokratie und unsere Freiheit in Afganistan." "Es ist aber kein Krieg."
Da werden Verrenkungen in der Ausdrucksweise getan
nur um ja nicht Krieg zu sagen.Für mich persönlich
ist dort Krieg Herr Minister der Verteidigung.
Im Grunde ist es ganz einfach,dort wo geschossen,gebomt und schließlich getötet wird ist Krieg.
Ich fühle mich gar nicht wohl bei dem Gedanken das deutsche Soldaten mit Waffen herum fuchteln und
Menschen töten.Denn mein logischer Verstand sagt
mir,dass kann nicht richtig sein und mein Gefühl
dreht mir den Magen hin und her.
Schröder war nicht gerade ein guter Kanzler,aber er sagte von anfang an zur Nato,da schießen wir nicht
mit.Das rechne ich hoch an.Die Regierung hat sich
doch richtig rein drängen lassen von den Americanern und die CDU/CSU macht doch immer alles
was in Amerika beschlossen wurde.Nato hin oder her.
Vielleicht dachten da auch einige an Gewinn,denn
am Krieg wird immer gut verdient.
Ich verabscheue alle Handlungen die mit schießen,
Bomben und Töten zu tun haben.Kein Mensch,keine
Regierung und keine Gemeinschaft hat das Recht zu
Töten.
Kann man auch in unserem Grundgesetz nachlesen!
Joachim Richter am 8.09.09 22:57
Für mich riecht der Bombenangriff auf die Tanklastwagen wie eine wohlkalkulierte Falle, oder eine Gelegenheit um Fakten zu schaffen - ich denke nicht das die auch leicht manipulierbare Masse der westlichen "Werteordnung" frei von Gedanken wie "ethnische Säuberung" ist.
hto am 11.09.09 11:54
Auf bleib-passiv.de gibt es zwei sehr interessante Artikel zur Bundeswehr. Sie geben einen schönen Überblick über die Geschehnisse des Auslandseinsatzes in Afghanistan seit 2001 und den Inlandseinsatz in Heiligendamm 2007.
Der erste Artikel ist hier:
http://www.bleib-passiv.de/beitraege/artikel/93-kollateralschaden-bundeswehr-zwischenbericht-zur-rwehrhaften-demokratiel-teil-1-inlandseinsaetze.html
Der zweite ist hier:
http://www.bleib-passiv.de/beitraege/artikel/95-kollateralschaden-bundeswehr-zwischenbericht-zur-rwehrhaften-demokratiel--teil-2-auslandseinsaetze.html
Angesichts dieser Rückblende liegt der Verdacht nahe, dass sich die Bedenken bewahrheitet haben, die die SPD(!) vor 50 Jahren, als die Wehrpflicht in Deutschland wieder eingeführt wurde, vorbrachten. Damals warnte ausgerechnet der SPD-Wehrexperte nämlich davor, dass die Bundeswehr ein »Staat im Staate« werde. Heute ist die SPD entweder anderer Meinung oder findet das vermutlich einfach nicht mehr schlimm.
Romanowitsch am 12.09.09 17:07
Jetzt hat ein Herr Jung gestanden.Vorher wurde gelogen,verschleiert und
abgestritten,was für ein Minister der Verteidigung.Auch das ein Jung
erst andere vorschickt nämlich seine Sprecher die es dann ausbaden
können.Von unseren "Kriegsspieler",ach nein,"Aufbautruppe" nichts zu
sehen. So machte die Top modische Merkel es zur Chefsache.Alles war
gespann was sie zu sagen hatte,aber es kam wie es kommen musste.
Genau das selbe Nonsens-Gerede und sogar eine Drohung,ich dachte ich
spinne.
Schluss mit dem Töten,Schluss mit den Lügen und raus aus diesem Land.
Und ganz wichtig veralbert nicht die Erstwähler mit dem retorischen
Nonsens ala CDU/CSU und der FDP.
Jeder der einen Krieg befürwortet verstößt gegen geltenes Recht und
gegen die Menschenrechte.Das Deutschland dabei ist sollte uns beschämen.Denn wir sind zum Spielball der Amerikaner geworden.
Man bedenke diese Kriegstreiber wollen unsere Stimme damit diese weiter Morden,verstümmeln und verdienen können.Eine schöne sch...
Demokratie was.
Bei solchen schwerwiegenden Entscheidungen darf Berlin nicht entscheiden,da muss eine Volksabstimmung her.Davor haben die in
Berlin eine heiden Angst das dies einmal durch kommt.
Joachim Richter am 12.09.09 23:27
Ich würde mir in Bezug auf Afghanistan eine etwas sachlichere Debatte wünschen! Seit dem Sturz der radikalislamischen Taliban hat sich vieles in Afghanistan verändert und ich finde es wenig hilfreich, wenn man nur über die Probleme dieses Landes spricht. Die meisten Afghanen bekommen heute eine medizinische Grundversorgung und Millionen von Kindern können wieder zur Schule gehen. Unter der Herrschaft der Taliban wurden Frauen misshandelt und Männer mussten lange Bärte tragen. Zudem darf man die Ursache dieses Krieges nicht vergessen. Ohne den 11.9.2001 hätte es den Angriff auf Afghanistan nie gegeben. Die meisten Afghanen (und letztlich geht es doch hoffentlich um die Menschen in diesem Land und nicht um Rechthaberei) wollen mit den Taliban nichts zu tun haben. In der Tat muss die Nato die Zivilbevölkerung so gut wie möglich schützen, aber die Schuld an diesem Krieg tragen die radikalislamischen Kräfte und sonst niemand. Ein vorzeitiger Abzug wäre militärisch kontraproduktiv und politisch verantwortungslos. Ein konkreter Termin für einen Abzug würde den Taliban in die Hände spielen. Die Afghanen werden noch viele Jahre auf die Hilfe der Weltgemeinschaft angewiesen sein!
Frank am 14.09.09 19:28
Sehr geehrter Leser Frank,
dass ist genau das was uns einige Parteien erzählen,um die Milliarden an
Kosten und die Toten zu erklären.
Was nützt denn dem Volk eine Versorgung,wenn ständig Verstümmelungen
an Kindern,Frauen und alten Menschen vorgenommen werden müssen. Was
nützt mir eine Versorgung der Bundesrepublik(Merkel CDU/CSU),wenn ich
morgen schon tot sein kann. Diese Tatsache hier in Deutschland aber
verschleiert,verdrängt und mit Lügen gespickt vorgetragen werden und
das von einem Minister. Wo bitte sehen sie die Sachlichkeit unserer
Regierung.Unsachlichkeit zu behaupten ist sehr schnell geschrieben sie
sind aber uns eines schuldig geblieben,die Beispiele.
Die jetzige Regierung ist unsachlich,nicht nur im Afganistan-Krieg.
Das die CDU/CSU immer alles Tat was die US-Regierung wollte ist
schon fast in den Geschichtsbüchern fest geschrieben.Der einzige
Kanzler der "Nein" sagte war ein Schröder,wenn dieser auch sonst
nicht viel taugte.
Diese Regierung behauptet unsere Demokratie und Freiheit dort in
Afganistan zu verteidigen,dass ist eine elende Entschuldigung für
die toten.Diese Regierung betreut noch nicht einmal die Familien
derer die in diesem Land gefallen sind. Eine sch... Bundeswehr.
Erst überall Informationen sammeln und lesen,dann eine Meinung
bilden....
Joachim Richter am 15.09.09 10:25
Sehr geehrter Herr Richter!
Ich bin schon seit vielen Jahren politisch aktiv und habe mich gerade mit dem Thema internationaler Terrorismus intensiv auseinandergesetzt. Ich behaupte deswegen nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gegessen habe, aber ich traue mir durchaus ein Urteil zu dieser Problematik zu. Heutzutage kann man zwischen innerer und äußerer Sicherheit leider nicht mehr so deutlich eine Trennlinie ziehen wie früher. Afghanistan darf nie wieder ein riesiges Ausbildungszentrum für den internationalen Terrorismus werden und schon mal deswegen muss der Einsatz in diesem Land konsequent fortgesetzt werden. Die meisten Afghanen wollen mit den Taliban nichts zu tun haben und sind dankbar für unsere Hilfe. Der große Fehler des Westens war, dass Afghanistan vor dem 11.9.2001 keine Rolle gespielt hat. Diesen Fehler dürfen wir aber nicht wiederholen und man darf nicht vergessen, dass ein vorzeitiger Abzug auch eine Katastrophe für die afghanische Zivilbevölkerung wäre. Richtig ist, dass der humanitäre Wiederaufbau dieses Landes und die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte forciert werden müssen. Die Bundeswehr hat unseren allerhöchsten Respekt verdient und ich würde mir wünschen, dass sie von uns allen mehr Wertschätzung bekommen würde!
Frank am 17.09.09 1:14
Sehr geehrter Herr Frank,
ich bin auch schon lange dabei,aber ich bemühe mich verständlich fast
bürgerlich zu sprechen und zu schreiben.Das sie sich eine Meinung
gebildet haben respektiere ich und auch all die anderen Menschen hier.
Nur wenn man eine echte Hilfe sein möchte,dann braucht man keine Waffen.
Des weiteren sind einige Leute in der CDU/CSU daran interessiert das
Ganze auch so nach Hilfe aussehen zu lassen.Unser Minister der Verteidigung tut auch alles dafür,selbst mit retorischen Verrenkungen
keinen Krieg zu bezeichnen,aber Hilfe in den Vordergrund zu stellen.
Solch ein Verhalten löst bei mir Mistrauen aus und als die CDU an die
Macht kam spielten diese gleich mit.
Deutschland hat zwei Weltkriege zu verantworten,dazu gesellt sich
noch eine Vernichtung von Menschenleben die an Grausamkeit nicht zu
toppen ist.Wir gerade wir sollten uns deshalb aus Kriegen raus halten. Denn wir haben eine Verantwortung,den Kampf gegen die Taliban sollten andere bestreiten.Wir haben kein recht Leben zu vernichten
und schon gar nicht bei Schuldzuweisungen.Die Welt benötigt die
paar deutschen Soldaten nicht,aber die Welt braucht Hilfe und zwar
echte Hilfe.Die Menschen zusammen zu schießen um dann ein Plaster
drauf zu kleben ist keine Hilfe.Darum sollten wir deutschen uns sehr sehr zurückhalten,auch wenn Firmen wie Mercedes Milliarden mit diesem schmutzigen Krieg verdienen.
Aber ich betone ihre Meinung ist akzeptiert.
Joachim Richter am 18.09.09 11:16
Als Bundeswehrsoldat, der täglich über die Lage in Afghanistan informiert ist, fällt es mir schwer, die Reden des Herrn Minister zu ertragen. "Es ist kein Krieg in Afghanistan!" Was bitte, ist denn Krieg, wenn nicht die derzeitige Lage am Hindukush. Natürlich bezieht sich der Herr Minister auf die Definition des Wortes "Krieg", daß noch aus dem letzten Jahrhundert stand. Vielleich sollte er dies mal überdenken, auch im Andenken an die bisher gefallenen Kameraden.
Über den Sinn und Zweck unseres Engagements in Afhanistan kann man natürlich geteilter Meinung sein. Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Wer allerdings die Geschichte der Deutschen als Ausrede hernimmt, sich aus jedweder bewaffneten Auseinandersetzung herauszuschummeln, ist naiv oder feige.
Gerade wir sollten Verantwortung dafür übernehmen, das schwache Menschen Schutz erhalten. Und wenn dies den Einsatz von Waffen bedeutet, sollten wir in den sauren Apfel beissen.
Oder wäre es besser, wenn wir nichts tun und damit dem Terrorismus Tür und Tor öffnen. In den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts haben auch schon mal viele Deutsche nichts getan, mit dem Ergebnis, daß Millionen Juden ermordet wurden.
Der Terrorismus radikalislamische Fundamentalisten hat nunmal seine Ausbildungslager u.a. in Afghanistan.
Die andere Frage ist allerdings, wo er seine Wurzeln hat. Diese Frage sollte man sich möglichst bald stellen und ihr entsprechend Rechnung tragen. Denn wenn die Gründe für diesen Terrorismus nicht mehr existent wären, würde man Gruppen wie Al-Qaida den Nährboden entziehen.
Vielleicht sollten sich einmal mehr Israelis und Palestinenser zusammentun, um endlich eine Lösung für ihren Konflikt zu finden. Reichen würde dies vermutlich noch nicht, aber vielleicht (so meine Hoffnung) wäre dies ein Anfang.
Dirk am 18.09.09 16:05
Sehr geehrter Soldat Dirk,
sie können nicht erst die andere Meinung von Menschen begrüßen,um
die Menschen mit ihrer eigenen Meinung etwas später als feige und
naiv bezeichnen.
Sie konnten wählen und sie haben sich entschieden,denn soweit ich weiß
kommen nur Zeitsoldaten dort zum Einsatz.
Aber ich akzeptiere ihre persönliche Meinung ohne Einschränkung.
Zu meiner Dienstzeit kam ein Soldat tragisch um sein Leben.Weil
jemand darauf aufmerksam machen wollte verfasste er einen kleinen Text.
Das wurde diesem Mann im nach hinein fast als "Wehrzersetzung"
angerechnet.Na gut es ist lange her.
Ich hoffe das sie und auch alle anderen stationierten Kameraden ohne große Verletzungen wieder nach Haus zu ihren Lieben kommen.
Joachim Richter am 20.09.09 0:40
Es ist schon erstaunlich, dass immer noch der 11.9.2001 als Begründung für den Krieg in Afghanistan genutzt wird. Fakt ist doch, dass die Piloten in den USA ausgebildet wurden und 15 der 19 Attentäter Bürger Saudi-Arabiens waren.
Das sind wohl kaum Argumente für einen Krieg gegen Afghanistan.
Bleibt die Frage nach den Ausbildungslagern. Nach den verfügbaren Informationen lernten sie dort Rennen, Schiessen und Bomben bauen. Mir ist kein Land bekannt, wo man das nicht lernen könnte. Die Ausbildungslager sind also auch kein überzeugendes Argument für den Krieg gegen Afghanistan.
Bleibt noch die Frage der Menschenrechte. Das grundlegende Menschenrecht ist nicht das Recht nach Regeln und Moralvorstellungen der westlichen Welt zu leben, sondern das Recht auf Leben. Mit Krieg nimmt man zwangsweise Menschen dieses Recht.
Hellmann am 21.09.09 8:05
9/22
"Das Primat der NATO gilt," so hat sich Frau Merkel auf der Muenchener
Sicherheitskonferenz ausgedrueckt, ohne zu erklaeren, dass die NATO (und neuerdings AFRICOM) eine Art von "selbstfinanzierter Fremdenlegion des
Pentagon" (Pfaff,IHT) darstellen. Es ist unvorstellbar tragisch und idiotisch, dass ausgerechnet ein Kommandeur eines "Wiederaufbauteams"
in Afghanistan ein solches Massaker veranstaltet. Oberst Klein hat kein einziges Baeumchen gepflanzt...Afghanistan war vor Ankunft der Russen ein Land mit einem Export von Pistachionuessen...Nach der "Pleite" der Russen, die unter idealen Bedingungen verloren haben...gab es keine Pistachionussplantagen mehr...Auch diese Aufbauteams sind Teil eines
destruktiven Militaerapparates. Artikel 26 in der Verfassung wird mit
Hilfe von des "Primates der NATO" unterlaufen. Diese militaerischen und
juristischen Uebergriffigkeiten werden keinerlei Frieden bringen, fuer die Afghanen und die Bundeswehrsoldaten. Der Militaer-Industrielle-Komplex laesst gruessen, auf allen Ebenen. novocaine38
novovaine38 am 22.09.09 14:37
Die Alliierten wollen Krieg üben und da kommt Afganistan als Übungsfeld grade recht.
Es geht in Afganistan nicht darum die Terroristen zu vernichten. Es geht darum Menschen Ihr Land abzunehmen. In Afganistan und Pakistan wir es erst dann Frieden geben wenn beide Länder dem Erdboden gleich gemacht sind und viele Leute gestorben sind.
Es geht um Bodenschätze wie immer!! Das schlimme ist das die Massenmedien die ganze Sache auch noch unterstützen.
Die ARD mit ihrer Tagesschau ist eine Terrorunterstützung, sie verbreitet Lügen und berichtet nur das was den Hass gegen Afganistan weiter aufbaut.
Die Warheit wird verschwiegen, die kennt hier in Deutschland nur jemand der sich wirklich mit dem Thema beschäftigt.
meisterjaeger am 23.09.09 12:29
der Krieg ist die Fortsetzung der (Expansions)Politik mit anderen Mitteln.
varuskater am 23.09.09 13:16
Sehr geehrter Soldat Dirk,
eine Organisation Namens Al-Qaida hat es nie gegeben, sie ist eine Propagandamähr des CIA oder NSA wie es beliebt. Eigentlich bedeutet dieser Ausdruck Fundament bzw. Basis bezogen auf den Glauben bzw. der islamischen Weltanschauung. Die dortigen sogenannten Terrorcamp(s) gibt es in fast allen islamisch orientierten Ländern. Dies hat nichts mit international zu tun, sondern ist eine lokale Form der Widerstandsorganisation. Immerhin haben Ihre Kollegen die Gruppen aufgebaut, welche Sie heute bekämpfen.
Wohl habe ich Respekt vor den Menschen, welche Ihren Dienst tun, aber nicht vor Ihren Auftraggebern.
Um es kurz zu fassen, Deutschland hat weder das Recht, geschweige denn einen Grund, mittels Militär in Afghanistan aktiv zu sein.
thom am 24.09.09 10:36
Musste ich heute hören, dass sogar die Amerikaner vor Deutschlandbesuchen warnen. Warum spielt man das in Deutschland in allen Medien absolut herunter?
Ist es nicht das Wichtigste Thema auch für die bevorstehende Wahl?
Hat man Angst dass die Leute dann für die falsche Partei wählen? die ja auch von dem Medien irgendwie nicht so wichtig genommen werden? Warum ist dieses wichtige Thema nicht Thema des Wahlkampfes?
Es ist doch Fakt, dass alle Parteien bis auf die Linkspartei für den Krieg in Afghanistan sind.
Für mich ist dies das Wichtigste Thema und der Wichtigste Punkt überhaupt.
Hat schon mal jemand danach gefragt was uns dies eingentlich auch wirtschaftlich kostet? Was man da einsparen würde, wenn man da raus geht und sich nicht ständig in diese Auslandspolitik einmischt?
Warum redet man da nicht mehr darüber. ??
Warum nimmt niemand diese Bedrohung ernst und setzt sich auch in den Medien dafür ein?
Wenn ich dann noch höre, dass man vor Panikmache warnt und alle s herunterspielen will, wie heute in den Nachrichten zu hören war, könnte ich expolodieren !!
Warum erhalten denn dann Polizei und alle anderen Staatlichen Sicherheitsdienste und Behörden ständig Emails diesbezüglich und sind alle in Alarmbereitschaft?
Mal ganz abgesehen davon, dass die Soldaten im Ausland ihren Kopf hinhalten müssen.
Das ist eine ganz grosse Schweinerei und mieserable Politik. Wir werden langsam zum Spielball und Angriff der anderen Länder, wenn wir so weiter machen.
Sollen doch die anderen ihre Köpfe hin halten. Warum müssen wir uns denn da einmischen, was geht es uns an? Das sind doch alles Lügen und Alibis um den Einsatz zu erklären.
bettyboo am 24.09.09 20:31
Krieg ist immer die Schlechteste aller Lösungen.
Danke Monitor für die Sendung.
Solange guter Jornalismus in diesem Lande möglich ist, brauchen Wir keine Angst zu haben das Änderungen an falscher Politik nicht möglich sind.
ben am 24.09.09 22:29
niemand spricht hier über die Drogen die aus Afgahnistan exportiert werden!!!!! Deutsche Soldaten die ihr leben lassen für einen Kieg
den es gar nicht gibt. Die deutsche Regierung sollte sich schämen.
Aber Sie müssen ja mitmachen. Die Amerikaner wollen ja nicht alleine
im Scheinwerferlicht stehen und Drogen konsumieren.
Wäre schön wenn Monitor eine BND´ler mal ans Mikrofon bekommt.
Wir sind alle einfach blind und verlassen uns auf die Nachrichten
und Informationen die vorgebacken werden und wir essen müssen.
Ich bin froh das die Sendung Monitor Themen ansprechen,
die den Alltag in Deutschland widerspiegelt. Wir brauchen mehr
unabhängige Berichterstattung. Die Medienkonzerne die uns schon kontrollieren was wir denken sollen tragen auch dazu bei
das viele Menschen in Deutschland überhaupt kein Bild über
die Geschehnisse in Afghanistan machen könnnen.
Halte die Bevölkerung im dunkeln, dann kann den Regierenden
nix passieren. Die Zeit wird kommen..........
Ali am 24.09.09 22:50
Warum überlassen wir den Taliban nicht einfach wieder Afghanistan?
Ich meine, das deutsche Gewissen ist einfach viel zu stark belastet, wenn auf ein Mensch mit deutscher Staatsbürgschaft für den Feuertod von Zivilisten die Verantwortugn trägt, nachts um 2 Uhr, irgendwo in der Pampa, mit darum herum stehenden Taliban.
Also, überlassen wir es den Taliban Mädchenschulen abzubrennen und Tankwagenfahrer umzubringen.
Schlauberger am 24.09.09 23:59
Sehr geehrter Thom,
ich stimme völlig mit Ihnen überein: Es gibt keine Al Qaida. Genauso war auch die RAF nur eine Erfindung des BND und des Verfassungsschutzes, die Ihre Kompetenzen erweitern wollten. Und vermutlich waren die Mitglieder von "Schwarzer September", die für 17 Tote bei den Olympischen Spielen von München 1972 verantwortlich waren, verdeckt operierende Mossad-Agenten.
Dirk am 25.09.09 9:35
Es tut mir wirklich sehr leid, aber bei manchen Kommentaren kann ich nur mit dem Kopf schütteln! Seit dem Sturz der Taliban hat sich vieles in diesem Land getan und das sollte man auch mal anerkennen. Die meisten Afghanen bekommen heute eine medizinische Grundversorgung und Millionen von Kindern können wieder zur Schule gehen. Die Taliban haben Osama bin Laden ihren Gast genannt und wollten ihn nicht ausliefern, daher war und ist der Krieg gegen diese Kräfte gerechtfertigt. Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien und möchte deswegen auf dieses Thema auch nicht weiter eingehen. Im Irak gab es in den schlimmsten Zeiten viel mehr Anschläge und trotzdem konnte dieses Land stabilisiert werden, aber das sei nur mal so ganz nebenbei erwähnt. Die Wahlen in Afghanistan haben eindrucksvoll gezeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Afghanen mit den Taliban nichts zu tun haben will. In den 90er-Jahren hat der Westen dieses Land ignoriert und diesen Fehler dürfen wir nicht noch einmal machen. Ein vorzeitiger Abzug der multinationalen Truppen wäre eine Katastrophe für dieses Land und daher lehne ich einen solchen Schritt strikt ab, zumal ein vorzeitiger Abzug letztlich auch für uns bittere Konsequenzen hätte!
Frank am 29.09.09 3:17
Was wir schon alle wussten jetzt ist es raus,Jung hatte gelogen und betrogen!Aber auch die jetzige Regierung sollte sich nicht als unbeteiligt darstellen.Alles geschah Anfang September und Tage später
wurde gewählt,also wollte auch die Regierung keinen Scandal.
Ein wahrlich guter Start für diese Regierung...
Jetzt wissen wir warum ein Jung abtreten musste.
Wir dürfen gespannt sein was uns die Merkel-Regierung noch bringt und
vormacht!
Joachim Richter am 26.11.09 23:34
Bei seinem letzten Live-Auftritt in der ARD anläßlich seines 90. Geburtstags hat Altbundeskanzler und Elder Statesman Helmut Schmidt auf die Frage von
Beckmann "Sind die Deutschen ein verführbares Volk?" in etwa folgendes gesagt:
Ja, sie seien verführbar; und als Beispiel nannte er ausgerechnet die Friedensliebe der Deutschen, nämlich daß rund drei Viertel aller Deutschen den
Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ablehnten!
Nach Auffassung Schmidt's sei es dagegen für Deutschland lebenswichtig, sicherheitspolitisch immer nur zusammen mit unseren Bündnispartnern - allen voran den USA - zu agieren, also bloß keine Alleingänge der Deutschen - und das heißt in diesem Fall eben auch keine friedenspolitischen Alleingänge. Für Schmidt und für Merkel scheint dies immer noch die Staatsräson zu sein, auch wenn heute von einer kommunistischen Bedrohung keine Rede mehr sein kann, und die ganze NATO eigentlich überflüssig, anachronistisch ist. Ein katastrophales, eindimensionales Denken!
Das bedeutet aber auch, daß der tiefere und eigentliche Grund 'unserer' Beteiligung an ISAF, IFOR, Enduring Freedom, etc. nicht unbedingt der Sicherheit, Friedensschaffung oder -erhaltung dient, sondern in erster Linie dem engen Schulterschluß mit 'unseren' Bündnispartnern geschuldet ist, dem "gleichberechtigten" (Schmidt würde sagen 'gleichverpflichteten') Mitwirken an imperialen Einsätzen - "auf Augenhöhe" mit Frankreich, England und den USA. Fragen nach den Zielen und der Strategie eines Bundeswehr-Auslandeinsatzes bleiben zweitrangig ! Eine tollkühne Staatsräson !
Und noch einen Hinweis auf eine gute Sendung zum Afghanistan-Einsatz, nämlich die ZDF-Doku
"Krisenherd Afghanistan
Auf verlorenem Posten
Das Scheitern in
Afghanistan
[http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,8014069,00.html]
Norbert Berentz, Berlin am 30.04.10 0:05
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