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Vorbild Iran
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Vorbild Iran
Dienstag, 16.06.2009
Vorbild Iran
Was für ein Mut! Da demonstrieren im Iran inzwischen Hunderttausende gegen alle Verbote der Behörden, gegen radikalislamische Milizen, gegen Zensur und staatliche Unterdrückung. Die Opposition ist sich einig gegen Achmedinedschad, der den Iran spaltet zwischen den göttlich Berufenen und vorsichtigen Reformern, zwischen Männerrechten und Frauenrechten, zwischen Ethnien und Glaubensrichtungen, zwischen dem 21. Jahrhundert und einer extremistisch ausgelegten Religiosität. Jeder Tote oder Verletzte in diesen Tagen ist dieser kranken Spaltung geschuldet.
Ich war am Wochenende beeindruckt von der hohen Wahlbeteiligung, die den Grad der Politisierung - gerade auch der Jungen - so vorbildlich macht. Jahrzehnte Gängelung haben die demokratische Energie nicht ersticken können. Ob nun ein Wahlbetrug im großen Stil später beweisbar ist, ob Hussein Mussawi eine wahrhaftige Perspektive bietet - das ist in diesen Stunden fast egal. Sondern: wird der Machtkampf auf den Straßen ausgefochten? Es demonstrieren heute Nachmittag Regierungstreue und Oppositionelle, jeweils zu Tausenden, wenige hundert Meter von einander entfernt. Blutige Auseinandersetzungen sind möglich. Wir Beobachter im Westen halten den Atem an, viel mehr bleibt uns nicht. Aber ich hoffe und setze darauf, dass die Aufmerksamkeit der Welt nicht wieder so flott nachlässt. Denn in Teheran vollzieht sich Geschichte.
Grenzenloser Mut
Die Jungen, die Frauen, die Intellektuellen, die Säkularen, die kluge Geistlichen im Iran - sie gehen über ihre Grenzen, weil ihre Erwartungen an einen möglichen Neuanfang grenzenlos sind. Eine (islamische) Zivilgesellschaft des 21.Jahrhunderts, die sich der jetzigen Elite entledigt und wieder Ansehen in der Weltgemeinschaft hat.
Ich fuhr am Morgen Taxi mit einem älteren Exil-Perser, der das Schah-Regime bekämpft hatte und die Ajatollah-Diktatur verachtete. Er hörte laufend Radioprogramme in Farsi und versuchte an den roten Ampeln die Twitter-Meldungen und SMS auf seinem Handy zu entziffern. So aufgeregt, so hoffnungsvoll, so wütend, dass seine Fahrweise uns beide in Gefahr brachte. Will damit sagen: ein monumentales Aufbegehren findet in diesem Land statt. Sie wollen eine Zukunft, in der Freiheit, Anstand, Patriotismus zusammengehen. Die Mutigen sind bereit dafür zu sterben. Und wir im Westen sollten uns davon berühren lassen.
Weitere Verweise zu Vorbild Iran
Kommentare zum Eintrag Vorbild Iran
Ja in Teheran vollzieht sich Geschichte. Die der Wahlen. Ich glaube schon das die Bevölkerung in der Hauptstadt Teheran sehr fortschrittlich ist und die ganzen Sittenwächter und Verschleierung der Frauen nicht mehr will. Aber es hat ein ganzes Land gewählt. Und das die alte Regierung in den ländlichen Gebieten haushoch gewonnen hat, dem kann sich auch der Westen nicht verstellen. Es wählt immer ein ganzes Land, nicht nur die Opposition. Das soll nicht heißen ich mag den Achmedinedschad, ganz im Gegenteil, aber ich akzeptiere Wahlergebnisse eines ganzen Landes.
Heribert Schertz am 17.06.09 9:45
Da kann einem nur der Atem stocken, und das über Twitter aufgerufen wird dazu beizutragen, die iran. Twitter zu covern, indem wir alle jetzt in Teheran wohnen finde ich eine kleine Möglichkeit der Unterstützung, auch das wir unsere icon in grün tauchen, mag nur Symbolcharakter haben, es ist allerdings unser Zeichen, genauso wie Frau Schayani gestern einen der besten Kommentare in den Tagesthemen gesprochen hat, den ich seit ich denken kann je gehört habe. Es wird Zeit für die Politik Farbe zu bekennen und genau hinzuschauen. Mein Herz ist zumindest bei denen, die bereit sind ihr Leben für ihre Freiheit zu geben.
Marion am 17.06.09 10:21
Sehr geehrte Damen und Herren!
Freu dich deines Lebens und sei gegen alles Töten.
Die die vorgeben euch nur Gutes zu tun sind Lügner
und Verführer.Suche die Liebe für dich ein Freund
eine Freundin kann alles für dich bedeuten.Gib deiner Frau und deinen Freunden alles was du kannst.
Denn die Liebe ist sehr selten unter den Menschen.
Wenn du Kinder hast gib ihnen deine Erfahrungen ohne
Gewalt und die Hochachtung vor dem Leben.
Sei der Sand im Getriebe der Unmenschlichkeit und
Lüge.Sage deinem Mitmenschen das du ihn gern hast
und zeige es auch.
Joachim Richter am 17.06.09 16:41
Mikich: "Jeder Tote oder Verletzte in diesen Tagen ist dieser kranken Spaltung geschuldet."
Auch das "gesunde" Konkurrenzdenken des "freiheitlichen" Wettbewerbs spaltet, wenn auch in mehr Neurosen statt Psychosen, und die unzähligen Toten ("Entwicklungshilfe" / "Dritte Welt") über die Zeit dieses Monopoly-"Spiels" sollten auch nicht vergessen werden.
Mikich: "Aber ich hoffe und setze darauf, dass die Aufmerksamkeit der Welt nicht wieder so flott nachlässt. Denn in Teheran vollzieht sich Geschichte."
Ich kenne den zynischen Zeitgeist, und kann mich deshalb nicht wundern wenn "Vorbild Iran" propagiert wird, wo eigentlich wir Verursacher / Erpresser dieser Welt- und "Werteordnung" im "Recht des Stärkeren" ein menschenwürdigeres / befriedenderes Vorbild entwickeln müßten - die islamischen Hardliner hatten den "Finger kleiner Freiheiten" gegeben, woraufhin wie immer die "ganze Hand" gefordert wird, und wenn die Mullahs dann wieder zum "Händeabschlagen" übergehen, ist vor allem wieder nur die Kommunikation / der Kommunikationsmüll unserer Propagandisten wirklich beachtenswert!?
hto am 18.06.09 13:00
Sehr geehrte Damen und Herren,
haben sie alle kein Lob für das Volk das sich nach
über dreißig Jahren der Diktatur teilweise erhebt.
Wahrscheinlich drücken die einenen Sorgen um das Auto,den dicken Einkauf und die Benzinpreise...
Eine Position zu beziehen ist sehr wichtig,denn die
große Abpassung will nur der der die Macht hat.
Denken sie bitte nach.
J.Richter
Joachim Richter am 20.06.09 12:15
Ich hoffe, dass wir alle, die wir uns bewusst sind, dass wir unser Herz am rechten (also linken) Fleck tragen, jede Gelegenheit nutzen, unsere Mitbürger dafür zu begeistern, welche Kraft wir als Volk haben. Norbert Schramm predigt schon seit längerer Zeit, beginnend mit der Iljias, von der Kraft des Zorns. Wir müssen jetzt endlich global die Menschenrechte einfordern, lasst uns bspw. die Staatsschulden mit irgendwelchen Bankbilanzen verrechnen,lasst uns eine Vermögensobergrenze einführen, der Rest wird verrechnet, lasst uns die Realität nicht von Zahlen vorgeben, lasst uns die Ärmsten der Bevölkerung, ganz gleich ob in Afrika, Afghanistan, oder in Deutschland, mit Nahrung und Medizin versorgen, und so dem Fundamentalismus die Wurzel ziehen. Im Iran sterben zur Zeit Menschen für die Freiheit, so weit darf es nicht kommen, aber wir lassen uns nicht mehr von Bilanzrecht, Gewinnwarnungen etc. die Freude am Leben nehmen. Wir sind keine faulen Säcke, während die Millionäre hart gearbeitet haben, es ist eher das Gegenteil der Fall! Der Gesellschaftsvertrag als Grundlage gemeinsamer Freiheit ist von einigen Wenigen mit erheblichen Folgen für die große Mehrheit global mißachtet und gebrochen worden, wir wollen die Freiheit weltweit, aber nicht in Form des Naturzustands, wie unser Wirtschaftssystem vorgibt!
Svenson am 21.06.09 14:14
Sehr geehrte Damen und Herren,
gestern hat sich Frau Merkel endlich aufgerafft etwas zu sagen über den Iran.Es klang wie all ihre
Frasen,unbeteiligt,ohne Betonung und Aussage.Gerade
sie muss es doch wissen wie es in einem totalitären Staat ausschaut und wie die Freiheit eingeschnürt und niedergeknüppelt wird.Das kleine Italien hat
etwas getan was ich persönlich klasse finde,es hat
sein Konsulat für die Menschen aufgeschlossen.
Deutschland hält sich heraus.In den achziger Jahren
wurden Iraner an den Unis in Deutschland ausgebildet.Maschinenbau!Deutsche Firmen lieferten
die Technik,wie auch Firmen in den Staaten.Welche
Technik,ganz klar die zum anreichern.Wer es jetzt
immer noch nicht weis,dass sind die Grundlagen um eine Bomben zu bauen.Die Raketen hat der Iran auch
schon.Diese können nicht nur Israel treffen....
Nun Frau Kanzlerin Merkel tun sie etwas für die
Menschen im Iran,oder muss ihnen auch noch gesagt
werden was.Die SPD schweigt wie all die anderen
Parteien,ja selbst die "Grünen" schweigen.
Ich schäme mich für diese Regierung.
Joachim Richter am 23.06.09 11:10
Sehr geehrter Herr Richter,
natürlich schweigt unsere Regierung, könnte ja sein, dass man sich mit der iran. Regierung in irgendeiner Form wieder an einen Tisch setzen muß. Aber warum sollen die denn etwas anderes tun, als wir selbst. Während hier der Abstand zwischen Wähler und Gewählten immer größer wird(Fehlende Bodenhaftung)sitzen wir, mit wenigen Ausnahmen, auf unseren Sofas und lamentieren. Wir sind weder bei den Studenten noch bei den ErzieherInnen und halten die Straße nur für einen Verkehrsweg.Lassen wir nicht auch alles mit uns machen? Oder warum wehren wir uns nicht gegen Misstände?
Die Menschen im Iran haben leider nur meine ideelle Unterstützung, was ich sonst tun kann,entzieht sich meiner Kenntnis.
Marion, Frankfurt am 23.06.09 15:11
Sehr geehrte Marion,(Verzeihen sie mir)
man kann schon etwas tun.Natürlich haben sie recht
das die überwiegende Masse nur am "Kneipentisch"
redet,aber meist nur Nonsens und wie sie richtig
bemerkten und dies führt zu nichts.
Nehmen sie also an Foren teil,oder schreiben sie an die richtigen Stellen.(Landesregierungen oder Berlin)Nehmen sie an Demos teil.Oder treten sie selbst in eine "Strömung" ein und gestalten sie so langsam mit.Wichtig ist nur das sie etwas tun.
Aber eigentlich haben sie schon etwas bewirkt,denn
sie haben etwas geschrieben und mich beeindruckt!
Ich wünsche ihnen einen schönen Tag.
Joachim Richter
Joachim Richter am 23.06.09 18:36
"Sei der Sand im Getriebe der Unmenschlichkeit und
Lüge." Joachim Richter am 17.06.09 16:41
All die Unmenschlichkeit und die Lüge, fängt mit dem Wettbewerb um ... an, wo WIR, die westlichen / "christlichen" Wohlstandsbürger, mit Erpressungen und Intrigen über unsere "freiheitliche" Marktwirtschaft und ihre heuchlerischen Symptome bestimmen wie dieser Wettbewerb sich so unmenschlich und verlogen entwickelt, bzw. wieviel Sand in unseren Augen, Ohren und Mündern ... - die Hierarchie in materialistischer "Absicherung", ist somit auch eine merkwürdig-ungerechte Hierarchie in und von allen denkbaren ...losigkeiten!?
Das "Recht des Stärkeren", zu bestimen was Ausbeutung und Unterdrückung ist, wie Bewußtseinsschwäche in Angst und Gewalt manipuliert wird, wer "demokratisch" / weniger diktatorisch den Zeitgeist beherrscht!?
hto am 24.06.09 10:29
@Frau Mikich: Schade, dass Sie nicht weiter mitbloggen - somit haben wir einen sehr hto-/undJ.Richter-lastigen blog und erfahren leider nicht mehr über den Iran, die Mullah-Diktatur und so. Wie, Frau M., wie also denken Sie, dass es im Iran weitergehen soll. Sie sprechen vom Mut der Jugend und Exilpersern - aber was können WIR tun? Hat das Volk dort die Macht? Wohl kaum? Inwieweit würden Sie einen Vergleich zu den letzten Atemzügen der DDR zulassen? Beziehen Sie Stellung!
Helfried am 25.06.09 13:18
Liebe Frau Mickich, wieso ergänzen Sie diesen Blog nicht. Ein Kommentar in so vielen Tagen Widerstand, wieso schreiben SIE nicht über den Widerstand in Deutschland/Europa gegen dieses Mörderregime?
Lutz Bucklitsch am 3.07.09 11:14
Liebe Frau Mikich,
herzlichen Dank für den Beitrag über die Unterstützung des iranischen Terrorregimes durch deutsche Unternehmen. Deren Reaktionen und natürlich noch viel mehr die unserer politischen Vertreter ist schon sehr bezeichnend. Auf Äußerungen eines Herrn Erler (jetzt ja ganz staatsmännisch getragen) möchte ich gar nicht eingehen. Das muss er mit seinem Gewissen ausmachen - obwohl, das wird ihm keine Schwierigkeiten bereiten.
Persönlich habe ich durch die intensive Begleitung der Ereignisse im Iran über Twitter usw. (Twitter usw. kannte ich vorher gar nicht) Eines begriffen. Diese Art der Politiker und der Parteien wie wir sie auch bei uns täglich neu bewundern dürfen brauchen wir nicht mehr. Wir brauchen viel mehr soziale Bewegungen die allgemein üblichen ethischen Regeln folgen und dies sind weltweit über alle Religionen gleich. So wird es auch kommen - nicht in 10 oder 20 Jahren - aber so wird es sich entwickeln. Ich bin kein Linker oder Intellektueller - sondern klassisch Bürgerlicher, Unternehmer. Nur diese Kommunikationsmöglichkeiten werden die Entwicklung und Selbststeuerung solcher Bewegungen möglich machen - sicher auch mit Rückschlägen.
Für mich und meine persönlichen Möglichkeiten werde ich künftig die Entwicklung dieser weltweit sich austauschenden sozialen Netzwerke unterstützen - mich wieder engagieren. In der Politik war mir das sehr gründlich vergangen (auch durch manchmal zu viel Einblicke), da außer persönlicher Beweggründe dort nichts mehr übrig ist - gar nichts mehr.
Zum Schluss erlaube ich mir noch einen Link über das Engagement auch u.a. deutscher Unternehmen im Iran anzuhängen: http://irancorps.wordpress.com/
Liebe Grüße an Sie und die Monitorredaktion - weiter so, Vielen Dank.
H.S.
Hannes Schürger am 13.07.09 11:05
Ein Hinweis:
FinanzNachrichten.de, 23.07.2009 15:20:00
25. Juli 2009: Globaler Aktionstag für Iran / ROG ruft zu Teilnahme an Kundgebung in Berlin auf
Berlin (ots) - Iranische Polizei und Milizen gehen weiter brutal gegen Demonstranten vor, kritische und unabhängige Berichterstatter werden schikaniert und eingeschüchtert. Selbst die Forderung des früheren Präsidenten Haschemi Rafsandschani nach einer sofortigen Freilassung der Inhaftierten ist bislang ungehört verhallt. Schätzungen zufolge wurden seit der Präsidentschaftswahl am 12. Juni mehr als 2000 Menschen festgenommen, 42 Journalisten und Blogger sitzen derzeit in Haft.
Um ihrer Solidarität mit der mutigen Protestbewegung im Iran stärkeren Ausdruck zu verleihen, organisieren Reporter ohne Grenzen (ROG), Amnesty International und P.E.N. am Samstag, den 25. Juli um 13 Uhr, auf dem Potsdamer Platz in Berlin eine zentrale Kundgebung. Anlass ist der "Globale Aktionstag für Iran", der gleichzeitig in New York, Paris, Rom, Barcelona und 50 weiteren Städten weltweit an die Lage im Iran erinnert.
"Wir dürfen nicht vergessen, dass immer noch 42 Kollegen in den Gefängnissen sitzen oder von den Behörden festgehalten werden. Sie verdienen unsere Solidarität. Wir dürfen nicht zulassen, dass ihr Schicksal vergessen wird und das Regime versucht, friedliche Proteste mundtot zu machen", sagt ROG-Vorstandsmitglied Gemma Pörzgen. "Wir fordern die umgehende Freilassung aller Journalisten und Blogger."
Die Islamische Republik Iran gehört mittlerweile zu den größten Gefängnissen für Journalisten weltweit. Die meisten von ihnen sind in der berüchtigten Sicherheitsabteilung 209 des Gefängnisses von Evin im Norden Teherans inhaftiert. Dort sind sie starkem psychischen Druck ausgesetzt, viele von ihnen werden misshandelt. Die Behörden gestatten häufig keine Besuche von Familienangehörigen oder Anwälten.
Unter den Gefangenen in Evin sind unter anderem der bekannte Blogger und Theologe Mohammed Ali Abtahi und Mohammad Ghuchani, Chefredakteur der von Präsidentschaftskandidat Mehdi Karubi herausgegebenen Zeitung "E'temad-e melli". Auch die preisgekrönte Reporterin und Feministin Jila Baniyaghoob ist im Evin-Gefängnis inhaftiert. Sie wurde dort bereits 2007 festgehalten und hat in zahlreichen Artikeln eindrücklich ihre Erfahrungen in der Isolationshaft und die gesundheitlichen Schäden durch die menschenunwürdigen Haftbedingungen geschildert.
ROG hat die iranischen Behörden mehrfach aufgefordert, UN-Vertretern den Zugang in das Evin-Gefängnis zu gewähren, damit die Welt erfährt, was dort vorgeht.
Nachdem fast alle ausländischen Medienvertreter das Land inzwischen verlassen haben, stehen die einheimischen Kollegen noch stärker unter Druck. "Wir verlangen, dass der Iran die Grundsätze der Presse- und Meinungsfreiheit, zu deren Einhaltung sich der Staat in seiner Verfassung und in internationalen Verträgen verpflichtet hat, respektiert", so ROG.
Das ROG-Vorstandsmitglied Gemma Pörzgen ist eine von drei Rednern bei der Protestveranstaltung. Es sprechen außerdem die Generalsekretärin von Amnesty International, Monika Lüke, sowie der Schriftsteller Peter Schneider für das P.E.N.-Zentrum Deutschland. Ferner werden Sahand Zamani, ein Cousin des im Zuge der Demonstrationen getöteten Studenten Sohrab Arabi, sowie die Künstlerin Parastou Forouhar, Tochter der 1998 ermordeten Oppositionellen Parvaneh und Dariush Forouhar, bei der Kundgebung auftreten.
Inhaftierte Journalisten: Lesen Sie hier Porträts des Bloggers Mohammed Ali Abtahi sowie der Journalistinnen und Journalisten Jila Baniyaghoob und Mohammad Ghuchani: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/index.php?id=422
Schmidlin Urs am 23.07.09 17:00
Sehr geehrte Leser,
nachdem wieder tausende und abertausende gegen die Wahlen protestieren
ist es immer noch verhalten in der Welt.Wie kann man diese ganzen Folterungen,Tötungen und Verhaftungen einfach unter den berühmten Teppich kehren.Wie kann man überhaupt Menschenleben mit anderen Interessen vergleichen.Die Iraner die in Europa leben protestieren die Länder im einzelnen schweigen und intervenieren nicht.Warum!?
Nun im Iran gibt es Öl und dort sind Firmen aus Europa und die haben ganz andere Interessen als die kleinen Leute die um Freiheit,Gleichheit,Frieden und Brot kämpfen.
Also geht es wie immer um die Vernichtung der Juden und um Macht gleich Geld.
Da wir ja auch die Geschehnisse in China tolerieren,dachte sich die
Bundesregierung,so werden wir die neusten Geschehnisse im Iran auch schlucken.
Ich denke es ist endlich Zeit zu sagen es gibt Menschen auf unseren
schönen Planeten und nicht:Europäer,Russen,Amerikaner,Chinesen,Inder,Afrikaner und so weiter und so weiter.
Mit freundlichen Grüssen.
Joachim Richter am 27.07.09 11:12
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