Jürgen Rüttgers. Der fehlt zwar selten. Aber auffällig oft, wenn es um die Wurst geht.
Zufallsmehrheit im sozialen Wohnungsbau im Oktober war es auch das Fehlen des Abgeordneten Rüttgers, dass die Union zu wenige Parlamentarier anwesend hatte, um der Minderheitsregierung eine Schlappe beizubringen.
Nachtragshaushalt,
Jugendmedienschutzstaatsvertrag (Was für ein Wort) und
Gemeindewirtschaftsrecht (Noch so ein Wort) geht. Da werden dann alle Spekulationen unnötig, die vorher in den Redaktionen gemacht wurden. Was haben wir uns unter den Kollegen die Köpfe heiß gerechnet, wie Rot-Grün seine Mehrheit beim Nachtragshaushalt bekommt? Was haben die Linken auf ihrem Parteitag debattiert, wie sie sich bei der Abstimmung verhalten wollen? Was haben wir gerätselt, ob es für die Mehrheiten im Plenum zwischen SPD, Grünen und Linken klammheimliche Deals gegeben hat? Alles für die Tonne!
Schneetreibens fragen: "Wo ist Rüttgers?" - frei nach Bruno Moravetz, der beim Kommentieren eines Skilanglaufs immer wieder ins Mikro brüllte: "Wo ist Behle?"
Lavieren, wie immer in der Politik.
Lars Breuer am 5.01.11 16:30
Inwieweit einem ehemaligen Ministerpräsidenten besondere Wohlverhaltenspflichten auferlegt werden dürfen, mag Geschmackssache sein. Unterm Strich ist jede Abgeordnete und jeder Abgeordnete gleich. Egal ob er Rüttgers oder Meier heißt. Fakt ist: Die Union hat noch nicht die Form gefunden, die notwendig ist, um dem Land eine angemessene Oppositionsfraktion zu sein. Das ist ein Arbeitsauftrag an den ehemaligen Arbeitsminister Laumann. Und für den ehemaligen Arbeiterführer Rüttgers auch.
Anonym am 16.12.10 15:30
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Es war nicht unbedingt die beste Woche für den CDU-Fraktionsvorsitzenden. Letzten Mittwoch kündigte Karl-Josef Laumann (Foto) an, dem
Nachtragshaushalt von Rot-Grün mit einer geplanten Neuverschuldung von 8,4 Milliarden Euro einen eigenen Entwurf entgegenzustellen. Dieser Haushalt werde unter fünf Milliarden neue Kredite ausweisen, versicherte Laumann. Wir Journalisten sollten uns auf eine spannende Pressekonferenz am Dienstag einstellen, nach der Fraktionssitzung der CDU.
Es gab dann auch tatsächlich eine spannende Pressekonferenz des CDU-Fraktionschefs, sogar eine gemeinsame mit seinem FDP-Amtskollegen Gerhard Papke. Nur ging es da nicht um den Haushaltsvorschlag der Union. Den habe man jetzt doch noch nicht fertig, das werde eine Woche länger dauern, hieß es. Wir sind gespannt...
Stattdessen verkündeten Laumann und Papke aber, dass man eine Klage vor dem Landesverfassungsgericht anstrebe. Nicht die lange angekündigte gegen den rot-grünen Nachtragshaushalt, sondern - Überraschung - eine gegen eine Entscheidung von Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (Foto), CDU-Politiker wie Laumann.
Was war passiert? Letzten Donnerstag herrschte helle Aufregung im Landtag. SPD und Grüne hatten offenbar ihre erste Abstimmungsniederlage im Plenum erlitten. Es ging um einen fürs Land eher unwichtigen Antrag, in dem die nordrhein-westfälische Polizei für ihren Einsatz im Wendland während der Castor-Transporte gelobt wurde. CDU und FDP stimmten dagegen, weil im Text auch die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke kritisiert wurde. Und die Linken stimmten nicht zu, weil nicht auch die friedlichen Demonstranten lobend erwähnt wurden. Trotzdem glaubte Rot-Grün eine Mehrheit zu haben, weil nicht alle Abgeordneten der Opposition bei der Abstimmung da waren. Bei der Stimmabgabe per Handzeichen gab es aber Verwirrung: Beim ersten Versuch konnte der Sitzungsvorstand - neben Präsident Uhlenberg noch zwei Beisitzer - keine eindeutige Mehrheit ausmachen. Zweite Runde, dann konstatierte Uhlenberg mehrheitliche Ablehnung.
Das führte zu erregten Protesten der Regierungsfraktionen. Es gab eine Unterbrechung, danach stellte Präsident Uhlenberg fest, man sei sich doch nicht sicher und werde jetzt - so wie es die Geschäftsordnung des Landtags vorsieht - ein drittes Mal abstimmen. Diesmal per
Hammelsprung. Jetzt waren CDU und FDP sauer, verweigerten die Teilnahme, Rot-Grün bekam seine Mehrheit.
Ob man ein einmal festgestelltes Ergebnis nachträglich korrigieren darf, wollen Laumann und Papke jetzt von den höchsten Richtern des Landes klären lassen. Und nehmen dabei in Kauf, den CDU-Parlamentspräsidenten zu beschädigen. Zwar behauptet Laumann, ihm gehe es nur um das Verfahren, mitnichten sei sein Vertrauen in Uhlenberg gestört.
Doch der Parlamentspräsident sieht das ganz anders. Offiziell erklärte er, die Behauptung sei "absurd", er habe sich dem Druck der Proteste gebeugt. Besonders empört ist Uhlenberg darüber, dass ihn niemand über die Klage gegen seine Entscheidung vorab informiert habe. Im Moment herrsche deshalb Funkstille zwischen Laumann und Uhlenberg, heißt es. Auch in der CDU-Fraktion gärt es. Laumann habe sein Vorgehen lediglich in einem Vieraugen-Gespräch mit Papke besprochen, ist zu hören. Da sei wohl sein Temperament mit ihm durchgegangen, und es tue ihm möglicherweise jetzt schon wieder leid.
Da passt es ins Bild, dass auch der einzige kleine Triumph, den Karl-Josef Laumann letzte Woche öffentlich feierte, ihm nachträglich vermiest wurde. Da hatte der CDU-Fraktionschef doch eigenhändig zum Telefon gegriffen und verhindert, dass der kleine Parteitag der NRW-Linken, auf dem letzten Sonntag über die Haltung zum Nachtragshaushalt entschieden wurde, nicht wie geplant in der Aula der
Uni Münster stattfinden durfte. Und was wurde daraus: Ganz schnell hatten die Linken einen neuen Veranstaltungsort in Bochum gefunden, und der kostete die Partei dann auch noch deutlich weniger. Die Linken kürten Karl-Josef Laumann anschließend zu ihrem
Mitarbeiter des Monats. Ein Titel, auf den der
Oppositionsführer wahrscheinlich nicht sehr stolz ist...
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Gründe liegen auf der Hand: Letzter in der ersten Bundesliga, letzten Samstag vom Erzrivalen Borussia Mönchengladbach mit 0:4 gedemütigt und planloses Durcheinander in der Führungsetage um Präsident Wolfgang Overath.
Hannelore Kraft. Von der hörte man sogar, dass sie am Samstag jubelnd, mit grün-schwarz-weißen Schal um den Hals, in der Kölner Arena saß und ihrer Borussia mit Erfolg die Daumen drückte. Flankiert von ihren beiden Regierungssprechern, die das Jubeln der Chefin allerdings schmerzhaft ertragen mussten. Die beiden sind nämlich eingefleischte Köln-Fans, ohne rot-weißen Schal gehen die nicht zum Fußball. Sicher ein harter Stadionbesuch für die beiden.
Reinhard Rauball bei Borussia Dortmund. Der BvB-Präsident war ja immerhin, wenn auch nur sieben Tage lang, 1999 für die SPD Justizminister in Nordrhein-Westfalen. Sonst nix zu berichten ?
Mario1907 am 17.11.10 13:52
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Dortmund: Abrechnung: Brüssel knöpft sich U-Turm vor (DerWesten) – Bochum: Amtseinführung im Bergbaumuseum: Die neue Polizeipräsidentin Diana Ewert hat Respekt vor ihrer Aufgabe (Ruhr Nachrichten) – Duisburg: T...
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erlebt: Die Opposition der CDU kann auch mit den Regierungsfraktionen von SPD und Grünen zusammen arbeiten. Um den notleidenden Städten und Gemeinden in NRW zu helfen, verabschiedeten alle drei Parteien einen gemeinsamen Antrag. Eine solche Konstellation nannten wir an dieser Stelle auch schon mal - wegen der Farben der Parteien - "
Afghanistan-Koalition."
Profilsuche des designierten CDU-Landesvorsitzenden Norbert Röttgen vielleicht zu arg.
Gesetzentwurf ein. Die CDU würde bestimmt mitstimmen, so das Kalkül.
Partnerwahl.
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Wie die Linke sich künftig bei Abstimmungen verhalten kann, zeigte sie heute im
Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie. Noch bevor der Vorsitzende,
Jens Petersen (CDU), abfragen konnte, wer denn nun für oder gegen den
Nachtragshaushalt von Rot-Grün ist oder sich in dieser Frage enthält, meldete sich der Linken-Abgeordnete
Michael Georg Aggelidis: "Wir werden an der Abstimmung nicht teilnehmen." Wie? Irritierte Gesichter, wieso die beiden Abgeordneten sind doch da? "Enthaltung also?", fragte eine Abgeordnete der CDU nach. "Nein", erklärte Aggelidis, "die Linke wird an der Entscheidung nicht teilnehmen. Das ist keine Enthaltung." Die Linke anwesend, aber quasi abwesend.
Das könnte die erste Probe für die Abstimmung über den Nachtragshaushalt im Plenum gewesen sein. Da nämlich fehlt Rot-Grün eine Stimme zur absoluten Mehrheit. Um ihren Nachtragshaushalt im Dezember durchzubringen, reicht der Minderheitsregierung aber die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Rein rechnerisch gibt es drei Möglichkeiten: Ein Abgeordneter der Linken stimmt dem Gesetzentwurf zu, zwei enthalten sich - oder kommen erst gar nicht, sind also abwesend.
Eine andere Variante wäre - natürlich rein theoretisch - denkbar: Die Linke ist doch mit all ihren elf Leute da. Zwei von ihnen halten aber Plakate hoch, sagen wir mit Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel drauf und der Überschrift: "Mehr Steuerprüfer für NRW!"
Rüdiger Sagel, Linker und damals noch fraktionslos, hatte es ja im März im Plenum vorgemacht, wie es geht. Und
flog dafür aus dem Saal. Nach der Landtagsordnung ist es nämlich verboten, Plakate zu zeigen, der Landtagspräsident müsste die beiden Abgeordneten also des Saals verweisen. Das wäre natürlich super für alle Seiten: Die Linken könnten mit "Nein" stimmen und immer sagen, sie seien gegen den Nachtragshaushalt gewesen. SPD und Grüne hätten dann die Mehrheit, hätten ihren Nachtragshaushalt durchgebracht. Wie gesagt, alles rein theoretisch?
Typisch Linkspartei, sie werden sich nie ändern und niemals Verantwortung übernehmen. Das ist eine Ohrfeige für alle die die Linkspartei gewählt haben, sie haben Ageordnete in den Landtag gewählt die rein garnichts tun. Die Linkspartei (grade die NRW Linke) ist immer noch nicht angekommen, auf der einen Seite wollen sie alles mögliche Verstaatlichen auf der anderen Seite übernehmen sie keine Verantwortung. So kann man mit der Linkspartei rein garnichts anfangen. Das stärkt aber automatisch CDU/FDP die Recht hatten mit der Aussage das die Linkspartei sehr laut ist aber im Grunde wortlos.
Markus am 4.11.10 12:12
Naja, ich finde es jetzt ein wenig weit hergeholt, die Linken mit ein paar Volltrotteln der Weimarer Republik zu vergleichen... oder moment... eigentlich...
stotok am 4.11.10 10:18
Waren es nicht eben solche Kindergartenspielchen, die die Weimarer Republik zum Stillstand brachten, weil ein paar Volltrottel sich ihrer Verantwortung nicht bewusst waren?
vaikl am 3.11.10 21:50
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Dortmund: Schwarz-Rot in Dortmund einig bei Ausbau der Flugzeiten (DerWesten) – Siehe auch: Ruhr Nachrichten. Bochum: Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) will im Baumstreit im Malerviertel vermitteln (Ruhr Nachrichten) – Boch...
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Da hat die CDU endlich ihren neuen Vorsitzenden - das Duell mit Armin Laschet entschied bekanntlich Bundesumweltminister Norbert Röttgen für sich. Fehlt nur noch die FDP, die sucht ja noch den Nachfolger von Landeschef Andreas Pinkwart. Interessensbekundungen werden bis zum Sonderparteitag in Dortmund am 27. November entgegengenommen.
Bislang gibt es drei Aspiranten: den Europaabgeordneten Graf Lambsdorff, den Bundes-Staatssekretär Daniel Bahr und die stellvertretende Landesvorsitzende Gisela Pilz. Ein eher üppiges Angebot, das jetzt sogar noch um einen Busen vergrößert werden könnte. Einen mit dem Vornamen Karlheinz. Besagter - Karlheinz Busen also - hat sich gedacht, es muss ja nicht unbedingt immer ein Prominenter machen. Er könne sich schon vorstellen, so Busen, die 17.000 Liberalen im Land anzuführen. Bisher ist Busen stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender in Gronau, dort gibt es etwas mehr als 300 Parteimitglieder.
Leider aber werden wir wohl nicht erfahren, ob Busen auf Augenhöhe mit der prominenteren Konkurrenz hätte gelangen können oder gar womöglich um Brustweite gewonnen hätte. Zur selbigen haben sich dem Vernehmen nach nämlich Spitzenliberale den nach oben strebenden Busen genommen - und der habe dann doch lieber wieder zurückgezogen. Busen-Kandidatur geplatzt – schöne Schlagzeile…
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Jeder Cent zählt, heißt es immer von den Vertretern der klammen Städte und Gemeinden im Land. Nach der Rechnung wären 50 Cent dann richtig wichtig! Natürlich ist diese Summe kein Vergleich zu dem
Hilfspaket des Landes in Höhe von 300 bis 400 Millionen Euro für die hohen Zinslasten der Kommunen. Aber, bleiben wir mal bei der These, dass jeder Cent zählt. Denn dann hätten vielleicht heute schon direkt Gelder aus dem Landtag in die Hände der anwesenden Bürgermeister der Notfallkommunen fließen können.
Ganz friedlich lagen nämlich auf der Journalistentribüne 50 Cent auf dem Boden herum.
Niemand wusste, wem sie gehören.
In der Regel liegen die dann nicht lange da. Oder lassen Sie Geld ohne Besitzer einfach so auf der Straße liegen? Aber an das Geldstück traute sich niemand ran. Den meisten Kollegen wäre es peinlich gewesen, das kann ich verstehen. Aber keiner hatte eine gute Idee, welcher sozialen Sache man das Geld zukommen lassen könne.
Ein Vorschlag von Kollegen schied direkt aus. Das Geld einfach ins Plenum zu werfen und damit der klammen Parteikasse der unter den Journalisten sitzenden Fraktion der Linken etwas zu helfen - das widerspricht ganz eindeutig dem Neutralitätsgebot von Journalisten und wäre auch schlimmstenfalls eine illegale Parteienspende, würden es die Linken am Ende nicht in ihren Rechenschaftsbericht schreiben.
Der Union konnte man es auch nicht per Weitwurf zuschmeißen. Von seltsamen Spenden nimmt die NRW-CDU ja in letzter Zeit lieber Abstand.
Und in Richtung Landesregierung ging es auch nicht: Finanzminister Norbert Walter-Borjans interessieren angesichts von 2,3 Milliarden Euro neuer Schulden doch keine 50 Cent!?
Ein weiterer Vorschlag hätte den friedlichen Ablauf der Sitzung ganz aus dem Ruder laufen lassen, obwohl er nahe lag: Die 50 Cent einfach in die Riege der Oberbürgermeister und -meisterinnen zu werfen, direkt auf der Tribüne gegenüber. Denn die, so die Sorge eines Kollegen, hätten sich bei ihrer Kassenlage auf die Münze gestürzt und sich gegenseitig drum gerissen. Und niemand will ja den sozialen Frieden stören.
Wäre doch eine schlimme Vorstellung, wenn sich zum Beispiels Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude (SPD) mit dem Wuppertaler Bürgermeister Peter Jung (CDU) einen veritablen Nahkampf um die 50 Cent leistet. Nee, das ist zu gefährlich. Nachher brauchen wir noch ärztliche Betreuung. Daher blieben die 50 Cent liegen, bis jetzt jedenfalls. Mal gucken, ob sie in der nächsten Sitzung immer noch da sind.
Vielleicht hat das Geld die Putzfrau gefunden, die nach Reinigung des Landtags in anderen Objekten weiter wirbeln muss. Hoffentlich findet sie dann ihren Weg als Obolus an die Toilettenfrau irgendeiner öffentlichen Einrichtung oder füllt den Klingelbeutel im landtäglichen Staubsauger. "Achtung! Vor dem passieren der Sicherheitsschleuse sind alle Metallgegenstände abzugeben!"
Dietmar Kuchen-Windmüller am 30.10.10 4:19
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Große Verwirrung gestern im
Kulturausschuss des Landtags, so wird von Beteiligten berichtet. Es geht um vier Millionen Euro für die Stiftung Burg Hülshoff bei Münster, dem Geburtshaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Das Geld habe die Landesregierung per Verpflichtungsermächtigung in den Nachtragshaushalt eingestellt, erzählt
Ministerin Ute Schäfer (SPD). Schon eine Menge Geld, bei einer
geplanten Nettoverschuldung von 2,3 Milliarden Euro in diesem Jahr. Klar, dass das die Mitglieder des Ausschusses genauer wissen wollen: Was für eine Stiftung? Vier Millionen Euro? Das sei ja noch nie Thema gewesen – weder im Ausschuss noch im Parlament.
Einer hätte das genauer erklären können, doch der fehlte in der Ausschusssitzung:
der ehemalige Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Er ist nun als Abgeordneter Mitglied des Gremiums. Denn, so erklärte Ministerin Schäfer, den verdutzten Ausschussmitgliedern, es sei Rüttgers gewesen, der das Geld öffentlich auf einer Pressekonferenz vor der Landtagswahl zugesagt habe. Die Stiftung Burg Hülshoff gebe es noch gar nicht, neben dem Land sollen Stifter und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die 15 Millionen Euro zusammenbringen. Letzterer aber prüfe das Ganze noch einmal wegen klammer Kassen. Deshalb sei die Verpflichtungsermächtigung mit dem Titel "Vermögensübertragung an die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung" mit dem Hinweis „gesperrt“ versehen.
Linke, SPD und Grüne fragen im Ausschuss mehrmals nach. Die Kulturministerin verspricht, weitere Informationen nachzureichen. Kopfschütteln bei den CDU-Abgeordneten. Ihnen genügt das nicht. Aber statt sich hinter den Kulissen in Ruhe zu informieren, mit Rüttgers zu sprechen und erst einmal lieber zu schweigen, sagt einer der CDU-Abgeordneten, der schon in der letzten Periode im Ausschuss war: Bei einer Abstimmung wolle man sich enthalten, man wisse ja gar nichts.
Die Verwirrung perfekt - Rüttgers verspricht etwas, die neue Kulturministerin versucht es einzulösen und seine eigenen Leute aus der CDU-Fraktion wollen das nicht unterstützen? Was der ehemalige Ministerpräsident wohl noch so alles versprochen hat, von dem sonst niemand weiß?
Liebe Frau Hebel, die paar Alibi-Kritiken, die in recht sanftem Ton über SPD und Grüne geschrieben werden, wiegen die in der Sache stets völlig überzogenen und persönlich teiweise äußerst diffamierenden Beiträge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über die andere Seite im Meinungsspektrum nun wirklich nicht auf. Und komischerweise kommen gerade diese Beiträge immer wieder genau im Wahlkampf. Auch beim nächsten Mal werde ich meine Uhr danach stellen. Viele Grüße (Ein Zwangsgebührenbeitragszahler, dessen Vertrauen Sie verloren haben)
Anonym am 2.11.10 2:02
Darüber kann man sich nur noch wundern.
Hier in der Region( Münsterland) ging diese Zusage des ehemaligen Ministerpräsidenten pressewirksam ein paar Tage vor der Wahl durch die Medien.
Jetzt wundere ich ganz besonders über den damaligen Kulturpolitischen Sprecher der CDU, der seinen Wahlbezirk in Münster hat, dass er sich für die Sache nicht mehr stark macht.Er hat in eben dieser Pressekonferenz direkt neben Rüttgers gesessen und tut so als ob er nichts davon weiß?
Merkwürdig, merkwürdig...
A. Hegerfeld-Reckert am 30.10.10 12:58
Lieber "traurig, traurig, traurig..." ,
Ihre Kritik kann ich in keinster Weise nachvollziehen.
Dass ein Ministerpräsident vier Millionen Euro für eine Stiftung verspricht, keiner davon im Landtag/Ausschuss Bescheid weiß und das nun nach dem Regierungswechsel herauskommt - darüber würden wir immer berichten, egal welche Partei/en die Landesregierung gestellt haben/stellen.
Wir berichten kritisch - und das betrifft die alte wie die neue Landesregierung. Hier eine kleine Auswahl von Artikeln bei WDR.de, was die neue Regierung angeht:
http://www.wdr.de/themen/politik/nrw05/landtag_2010/100_tage_kraft/kommentar_101021.jhtml
http://www.wdr.de/themen/politik/nrw05/landtag_2010/100_tage_kraft/index.jhtml
http://www.wdr.de/themen/politik/nrw05/landtag_2010/100102.jhtml
Viele Grüße,
Christina Hebel
Christina Hebel am 29.10.10 20:38
Lieber WDR, wie groß ist nur Euer schon arg irrationaler Hass auf die alte Landesregierung, wenn ihr jetzt noch ständig nachhaken müsst, statt die neue Regierung endlich einmal kritisch zu begleiten? Die Vermutung, die man im Wahlkampf bekommen musste, dass hier rote Edelfedern und rote Edelmoderatoren, die sich nach 39 Jahren sozialdemokratischer Despotie irgendwie bequem in den Staatsmedien festegsetzt haben, am Werk sind, könnt ihr mit derart lächerlichem Nachhaken sicher nicht entkräften. Traurig.
traurig, traurig, traurig... am 29.10.10 16:59
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Essen: Rat macht Weg für neues RWE-Stadion frei (DerWesten) – Zur Saison 2012/13 soll das neue Fußballstadion kommen – getragen mit den Ratsstimmen von SPD, CDU, Grünen und der FDP. Dortmund: Manifest zur Zukunft von DEW21 (...
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Lungern hinter mir. Nein, ich meine nicht das gelangweilte Herumdösen, weil nichts loswäre. Das kommt eher selten vor hier in Düsseldorf. Als Lungern bezeichnen meine Kollegen das gepflegte Herumgammeln vor verschlossenen Türen. Türen, hinter denen sich Spannendes ereignet, nur leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
NRW-FDP, um über einen neuen Vorsitzenden zu reden. Der alte, Andreas Pinkwart, will nicht mehr. Wer folgt ihm nach? Die Preisfrage unter den Kollegen.Trackback-URL zu diesem Eintrag:
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