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Computer
Jörg Schieb
iPhone macht auf iSpy
Irgendwie haben wir es doch immer geahnt: iPhone und iPad verheimlichen uns etwas.
Jetzt ist zumindest raus, was es ist: Die "i"-Geräte von Apple beobachten uns. Sie registrieren unentwegt unseren Aufenthaltsort, ohne zu fragen. Werden iPhone oder iPad dann mit dem eigenen Rechner verbunden und synchronisiert, landen diese Bewegungsdaten auf der Festplatte - unverschlüsselt.
Das war bislang unbekannt. Doch zwei findige Tüftler aus den USA haben sich die Daten etwas genauer angesehen und waren erstaunt, welche Daten Apple sammelt und dass diese tatsächlich alle auf der Festplatte landen. Mit den Daten lassen sich erstaunlich präzise Bewegungsprofile anfertigen. Man kann genau erkennen, wo sich ein iPhone oder iPad aufgehalten hat - und sogar, wann und wie oft.
Pete Warden und Alasdair Allan haben das alles genau analysiert und erklären auf einer
Webseite die Hintergründe. Dort gibt es auch eine kostenlose Software zum Herunterladen: Wer den iPhone Tracker auf seinem Mac-Rechner startet, bekommt in einer Onlinekarte zu sehen, welche Daten das eigene iPhone gesammelt hat, wo man überall gewesen ist.
Ich habe es ausprobiert - und das Ergebnis ist ein bisschen spooky. Wolken in verschiedener Größe und Farbe offenbaren meine jüngsten Reisen. Mein Kurztrip nach London ist dort ebenso deutlich zu erkennen wie mein Urlaub in Südafrika, die Business-Termine in München, Berlin oder Zürich ebenfalls. Selbst wann ich dort gewesen bin, lässt sich nachvollziehen. Die Software verrät alles.
Ebenso mühelos lässt sich feststellen, wie oft ich in einer anderen Stadt gewesen bin, sogar in einer bestimmten Straße. Zwar sind die Ortsangaben nicht auf den Meter genau, aber es reicht. Weil die Daten unverschlüsselt gespeichert werden, ist es kein Problem, ein Bewegungsprofil anderer Personen anzufertigen, man brauchtlich lediglich kurz Zugriff auf dessen Computer.
Bedenklich, mehr als bedenklich, hier muss Apple dringend nachbessern und erklären, wieso die Daten überhaupt erhoben und gespeichert werden. Denn wenn sie dem Benutzer nicht offiziell zur Verfügung gestellt werden, muss man das Schlimmste befürchten.
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"Irgendwie haben wir es doch immer geahnt: iPhone und iPad verheimlichen uns etwas." Ach ja?
Seit IOS 4, also seit über einem dreiviertel Jahr steht's in den Nutzungsbedingungen von Apple. Und mind. genauso lange wird auch überall darüber berichtet, nicht nur in den Geek-Blättern.
Wer heute geil auf "Mobilität" ist, aber solche Daten nicht weitergeben will, der sollte sich - auch für sein Navi - einen guten, alten Sextanten besorgen.
PS: Nein, das ist *keine* Bezeichnung für unmoralische Verwandte;-)
vaikl am 21.04.11 11:45
@vaikl: Schon richtig - bislang war man aber davon ausgegangen, damit wäre "nur" die Ermittlung des Aufenthaltsorts zur Zustellung ortsbezogener Werbung gemeint gewesen (und anderer Funktionen, die sich auf den Ort beziehen), nicht gemeint, zumindest nicht ausdrücklich erwähnt war, dass die Daten dauerhaft gespeichert und unverschlüsselt abgelegt werden.
Jörg Schieb am 21.04.11 13:09
Huch, jetzt bin ich aber erschrocken. Gut, dass nur Apple weiß, wo ich gerade bin. Mein Mobillfunkbetreiber weiß es übrigens auch.
Ich glaube, es ist mal wieder eine Apple Neidkampagne, in der es mal wieder darum geht, "böse" Apple Geräte und Apple Software schlecht zu reden. Bitte auch darüber schreiben, was die Fa. Microsoft alles speichert und nicht vergessen Google speichert auch.
Apple hat gerade wieder einen satten Gewinn eingefahren.Ich bleibe bei Apple, das sind nunmal mit die besten Geräte.
Gabi am 21.04.11 14:20
Ich schlage einen 100%igen Schutz gegen Apple-Iphone-Spionage vor: das Ding im Laden lassen!!!!! Mein Handy kann telefonieren (Asbach-Uralt!), das reicht mir,
Hartmut
Hartmut am 21.04.11 14:26
unvorstellbar, die nehmen dem Verfassungsschutz und dem MAD und den anderen Sicherheitsbehörden die Arbeit weg, bloß was passiert, wenn ich den Managern von APPLE eine Wanze an den Arsch klebe, dann wäre ich wohl in staatlicher Obhut.
heinzb aus nrw am 21.04.11 16:16
@ Jörg Schieb
Ausführlicher als in der Apple Privacy Policy kann man eigentlich nirgendwo nachlesen, was wie wofür gesammelt wird. Und die nicht ausdrückliche Erwähnung einer maximalen Speicherdauer würde eigentlich nur hoffnungslos optimistische Menschen nicht misstrauisch machen.
Ich werde mal an diese Diskussion erinnern, wenn wieder neue Apps für den "early social adopter" gehyped werden müssen.
vaikl am 21.04.11 17:06
Und nur weil es in den Nutzungsbedingungen steht oder weil es andere auch tun ist es korrekt?
*ICH* möchte vorher gefragt werden ob Daten über mich erhoben und gespeichert werden dürfen. Egal wer sie wann und wo erhebt.
Ich bin dafür dass die Leute die sowieso
nie etwas zu verbergen haben sich
freiwillig melden, für die kommende
Volkszählung :-p
Ich hoffe dass i2p eine Lösung für
das Internet werden kann...
qwertzu am 21.04.11 21:55
Wie wäre es wenn ihr euren Kindern einen schönen Sender als Spielzeug verpasst? Am besten mit Blutgruppe und allen anderen Daten gespeichert. Dafür bekommt ihr auch ein neues, ganz wichtiges Elektronikspielzeug für Erwachsene.
Im Ernst: Für ein schikes Telefon lasst ihr euch auf Schritt und Tritt beobachten? Wo ihr wann seid, wo ihr wann Urlaub macht oder in die Spielhalle geht?
Das Ding zeichnet auch auf wann ihr zum Arzt geht. Auch wenn ihr nach Krankheiten nach dem Besuch googelt.
Nicht wundern wenn dann der Versicherungsvertreter keine Lebensversicherung im Spartarif mehr rausrücken möchte. Nicht wundern wenn es keinen Kredit bei der Bank gibt.
Stürmer am 21.04.11 23:10
Da lobe ich das Android System. Es fragt miich vorher, das GPS benutze ich nur zur Navigation und damit hat sich der Salat. Android rulez!!!!!
Christian am 22.04.11 9:16
Es ist schon ein paar Monate her, aber da stand eines Tages die Polizei vor der Wohnungstür eines Kollegen und fragte ihn, wo er zum Zeitpunkt XY am YZ'ten gewesen war. Er hatte sich zum gleichen zeitpunkt mit einem ebenfalls beimn gleichen Provider unter Vertrag stehenden Jugendlichen befunden, der kurz vorher eine junge Frau vergewaltigt hatte. Die Polizei hatte alle Personen, die sich von jenem Provider in den gleichen Funkzellen bewegten aufgesucht und deren Alibi kontrolliert. Es ist also überhaupt nichts neues daß Daten gespeichert werden,m liebe Windoof-Jünger. Apple macht das eben nur, wie immer, ein bisschen chicer... - und dass Daten gesammelt werden, ist ja wohl kein Geheimnis und wer es verhindern will, sollte auch technischen Möglichkeiten wie dem Internet entsagen ...
Ex-Kölner am 22.04.11 14:35
@christian
Die Ortungsdienste lassen sich natürlich auch im IOS abschalten. Dann fangen aber die Kids zu heulen an, wenn sie nicht mehr ortbar sind. Das Problem ist weder die Technik noch der Hersteller/Anbieter, das Problem ist der naive Konsument.
vaikl am 22.04.11 16:40
Ich bin der Meinung, dass die ganze Sache unnötig aufgeblasen wird. Wir haben auf öffentlichen Plätzen, Kameraüberwachungen. Werden die jetzt gemieden?
Wenn ich vor Abschluß eines Vertrages die AGBs nicht lese, muss ich mich nicht wundern, wenn ich manche Dinge erst hinterher erfahre.
Es wird zum Glück keiner gezwungen ein IPhone zu kaufen. Bloß sollte keiner so naiv sein und glauben, dass seine Handydaten nicht gespeichert werden.
Leute, warum regt ihr euch nicht mehr über Elena auf? Dort kann unsere liebe Regierung, genau sehen,wann und wie lange ihr krank wart usw. Da gibt es mehr Gründe sich drüber aufzuregen. Und wer das alles nicht mag, sollte sich in den Urwald begeben, ohne Kontakt zu Außenwelt durch Handy und PC.
Apple Userin am 23.04.11 11:21
Das ist übrigens alles andere als lückenlos. Diese Datenbank hat genau einen Eintrag pro GSM Tower. Man kann zwar sehen wo man mindestens einmal war (sehr grob) aber halt nicht wann und wie oft. Der Zeitstempel wird jedesmal wieder überschrieben, wenn man an demselben Tower vorbeikommt.
Das ist eine Karte der Netzumgebung zwecks Beschleunigung des aGPS, kein Bewegungsprofil.
Joh am 23.04.11 12:23
Die Daten liegen auf meinem iPhone und meinem Mac – also ausschließlich nur auf Geräten – auf die in der Regel niemand sonst Zugriff hat.
Stichwort Payback: Schon mal daran gedacht, dass auch hier neben Kaufgewohnheiten auch Bewegungsprofile erstellt werden. Und mit diesen wird Cash gemacht. Viele Millionen Paybackuser machen das ganz freiwillig.
Daniel am 23.04.11 18:13
Ich komme gerade aus dem Urlaub aus Ostfriesland zurück und habe mir mein Tracking-Protokoll angesehen.
Ich kann nur sagen es stimmt hinten und vorne nicht! Der östlichste Punk,t an dem ich mich aufhielt, war Jever. Es gibt Eintragungen bis östlich von Bremen, also rund 100 km entfernt!
Es stimmt also hinten und vorne nicht!
Weiß jemand was die unterschiedlichen Farben und Größen bedeuten?
colmans am 23.04.11 20:26
Würde ich auch gerne wissen. Ansonsten verstehe ich die Aufregung auch nicht. Die Daten bleiben ja auf meinem Ipad und PC.
karl am 24.04.11 20:32
Ihr appel juenger seid traumteanzer.
eure bewegungsdaten gehen alle schoen an apple und ihre werbepartner,denn genau dafuer ist dieser mist eigendlich gedacht.
zudem jemand der "denkt"(was bei apple juengern sowieso zweifelhaft ist)das unverschluesselte daten von niemand sonst auf ihrem mac ausgelesen werden koennen-der ist schon uebel naiv.mac's sind offen wie ein scheunentor und apple flickt die luecken sehr ungerne.
honkeytonk am 25.04.11 2:29
Ist das Iphone Backup auf dem IMac verschlüsselt abgelegt, lassen sich die Daten mit dem IPhone Tracker nicht auslesen.
tommix3 am 25.04.11 7:34
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