Mit Computer- und Videospielen kann man gutes Geld verdienen. Das beweist nicht zuletzt Shootingstar Zynga, ein Unternehmen, das mit Browser-Games und Spielen in sozialen Netzwerken wie Facebook bekannt und erfolgreich geworden ist. FarmVille, Mafia Wars, CityVille - das sind absolute Bestseller. Spiele, von denen wohl fast jeder schon mal gehört hat.
Zynga hat in 2010 rund 850 Millionen Dollar umgesetzt und im Dezember 2011 beim Börsengang unglaubliche eine Milliarde Dollar eingenommen. Rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen mittlerweile. Da sollte man annehmen, dass hier gute Ideen entwickelt werden.
Doch nun muss sich der Platzhirsch einiges an Kritik gefallen lassen, auch an Spott und Häme mangelt es nicht. Denn so wie es aussieht, hat Zynga sich ideenmäßig bei anderen Entwicklern bedient - und das sogar recht großzügig.
Das Zynga-Spiel "Dream Heights", das es auf Facebook und für Mobilgeräte gibt, ähnelt doch verblüffend dem Spiel "Tiny Tower" der Softwareschmiede Nimblebit. Bei beiden Games sollen die Spieler einen Wolkenkratzer bauen, die Etagen mit Ladengeschäften füllen und möglichst allen Einwohnern einen Arbeitsplatz beschaffen. Ein typisches Aufbau-Strategiespiel, optisch ansprechend gemacht.
Nimblebit hat lediglich drei Mitarbeiter und lebt von der Hand in den Mund, kann aber trotzdem beachtliche Erfolge vorweisen: Apple ihr Spiel "Tiny Tower" in 2011 zum "iPhone Game of the Year" gekürt. Was für eine Ehre! Wenig später ist Zynga mit dem Klon "Dream Heights" an den Start gegangen.
Immerhin haben sich die Nimblebit-Mitarbeiter ihren Humor bewahrt. Sie wissen genau, dass sie juristisch kaum gegen Zynga vorgehen können - Spielideen lassen sich kaum bis gar nicht schützen. Aber sie machen das Beste aus der Situation und haben eine Art offenen
Brief an Zynga geschrieben.
Darin schreiben Sie: "Wir haben gehört, dass Ihr ein neues iPhone Spiel namens Dream Heights" auf den Markt bringt. Wir gratulieren. Wir wollen uns dafür bedanken, dass Ihr offensichtlich so große Fans von unserem Spiel Tiny Tower seid."
Dann wünschen sie den Kollegen von Zynga noch viel Glück und meinen: "Wir werden versuchen, Euch auch mit unseren zukünftigen Spielen zu inspirieren."
Bumm, das sitzt. Und funktioniert, denn natürlich schlägt sich jeder sofort auf die Seite des David, der sich mal wieder gegen Goliath behaupten muss. Blogger, Gamer, überhaupt alle sind empört. Vor allem, weil es sich hier um keinen Einzelfall handelt. Auch andere Hersteller werfen Zynga vor, sich ungeniert bei ihnen zu bedienen. Die ebenfalls kleine Spieleschmiede Buffalo Studios hat
BingoBlitz entwickelt. Auch hier habe sich Zynga recht
großzügig bedient, meint die US-Fachpresse.
Keine Frage: Gute Konzepte sind selten, auch und besonders in der Spielewelt - und sie werden immer kopiert. Kleine Hersteller übernehmen Ideen der Großen, aber eben auch umgekehrt. Vermeiden lässt sich das wohl kaum. Es ist immer eine Frage, wie elegant man so etwas macht - oder eben, wie unelegant. Unelegant ist unsympathisch.
Naja so GANAZ Neu ide Idee ja generell eh nicht. Ich sag nur Sim Tower. Das ist wohl auch der Grund warum keine Anwälte eingeschaltet wurden.
Ryo am 30.01.12 23:35
Zum Anfang dieses Eintrags
Zum Seitenanfang
Bislang galt der Nachrichtendienst Twitter als Hort der Menschenrechte, als sichere Basis für Rede- und Meinungsfreiheit. Man muss praktisch keine Daten hinterlassen, um sich bei Twitter anzumelden, kann nahezu anonym Tweets um die ganze Welt schicken und Tweets anderer User lesen.
Kurz: Twitter entspricht dem Ideal vieler Internetbenutzer. So viel Freiheit gibt es im Netz mittlerweile selten. Und davon profitieren alle. Twitter ist deshalb zum Beispiel auch in totalitären Ländern geschätzt und beliebt, der Dienst hat bereits mehrfach tatkräftig dazu beigetragen, Demonstrationen zu organisieren und sogar Regierungen zu stürzen.
Doch Twitter will (und muss) wachsen. Das Unternehmen will auch Büros in anderen Ländern eröffnen, auch in Deutschland soll jetzt eine Dependance entstehen. Das bedeutet aber auch, dass dann nationales Recht geachtet werden muss. Darum führt Twitter jetzt eine Art
Selbstzensur ein: Künftig können einzelne Tweets, die gegen nationales Recht verstoßen, im jeweiligen Land ausgeblendet werden, um das nationale Recht zu berücksichtigen und damit die Mitarbeiter in diesem Land nicht zu gefährden, die anderenfalls ggf. haftbar gemacht werden könnten.
Bislang hat Twitter so gut wie keine Nachricht geblockt. Und wenn, dann wurde die Nachricht auch gleich komplett gesperrt, für die ganze Welt. Das soll sich nun eben ändern: Eine Naziparole könnte in Deutschland gesperrt werden, da hier verboten, im Rest der Welt aber weiter zu sehen sein. Umgekehrt könnten ägyptische oder iranische Twitter-User nicht mehr sehen, was ihre Landsleute schreiben, sofern die Tweets gegen geltendes nationales Recht verstoßen. Im Rest der Welt wären die Tweets aber immerhin noch verfügbar.
Unterm Strich wird sicher in Zukunft mehr geblockt, "zensiert" wie manche Kritiker sagen. Allerdings bleibt ja immer noch der Umweg: Wenn - um nur ein praktisches Beispiel zu nennen - ein Server in Neuseeland Tweets aus einem Krisengebiet mitliest und auf einer Webseite zusammenstellt, wären die Inhalte über Umweg wieder überall sichtbar, auch in dem Land, wo sie eigentlich gesperrt sein sollten.
Das ist das Charmante am Internet: Daten und Informationen suchen sich immer ihren Weg. So gesehen ist das ausgewählte Ausblenden von Nachrichten besser, als Nachrichten aus dem kompletten Twitter-Universum zu entfernen. Noch besser wäre natürlich, zumindest im Interesse der Rede- und Meinungsfreiheit, jede Form von Zensur zu unterlassen. Aber das ist wohl nur theoretisch denkbar.
Was ist eigentlich an Twitter, Facebook und Co. so interessant? Die Unternehmen bieten halt Webspace gegen Geld bzw. Werbung an... wieso wird hier nicht öfters mal Strato oder Hetzner erwähnt... die hosten einen Großteil der Deutschen Unternehmen und privaten Webseiten.
Konrad am 27.01.12 22:36
Kriminelle u.Terroristen finden immer Wege, sowas zu umgehen. Vermutlich soll Einfluß aus d. Ausland auf d. öff. Meinung im Inland unterbunden werden; u. damit teils sogar d. freie Meinungsbildung. Wie b. digitalen Sat-TV. Ich wär ja blöd, meine Sat-Anl. nur noch auf digital umzustellen. Dann entgingen mir d. zehntausenden ausl. Sat-Sender, die ich brauche, um mich realistisch über andere Länder zu informieren. Und sei es nur, um festzustellen, wie dort die Meinung beeinflusst wird. Die ausl. Mitbürger werden deshalb wohl kaum auf digital umstellen. Natürlich möchte ich keinesfalls Nazi-Propaganda aus US auf Twitter u. Co. lesen. Aber ich kann ja überall selber wählen, was ich zur Kenntnis nehmen will. Unterm Strich eine Einschränkg. d. Meinungsfreiheit. Demokratie muß eigentlich andere Meinungen aushalten.
Schmidtchen Mayer am 28.01.12 11:59
Selbstsensur? Klingt ja lustig ...
http://www1.wdr.de/themen/digital/index.html
krza am 28.01.12 20:10
Zum Anfang dieses Eintrags
Zum Seitenanfang
Den sprichwörtlichen falschen Fuffziger kennen wir alle. Aber würden wir ihn auch erkennen, wenn wir einen in der Hand halten? Schwierig, schwierig ...
Selbst Profis fällt es angesichts moderner Vervielfältigungstechniken nicht immer leicht, echtes von falschem Geld zu unterscheiden. Viele Blüten sehen einfach täuschend echt aus. Darum haben viele Geschäfte heute auch ein kleines Gerät auf oder unter der Ladentheke stehen, für den diskreten Blüten-Check. Dank Speziallicht wird erkennbar, ob es sich um echtes Geld handelt.
In Zukunft soll dazu ein Smartphone ausreichen. Dann soll jeder erkennen können, ob er einen falschen Fünfziger in Händen hält, ob Blüte oder echtes Geld. Einfach mit dem Smartphone ein Foto von der Banknote machen - und wenige Augenblicke später verrät die App, ob es sich um Falschgeld handelt oder nicht.
Entwickelt wurde diese interessante und bislang einzigartige App von Professor Volker Lohweg am Institut "Industrial IT" der Hochschule Ostwestfalen Lippe in Lemgo. Die Forscher tüfteln schon etwas länger an diesem
Blüten-Check - doch jetzt ist die Lösung marktreif. Selbst Laien sollen mit Hilfe der Smartphone-App schnell und unkompliziert Blüten erkennen können.
Klingt vielversprechend. Möglich wird das, weil moderne Smartphones heute mehr sehen können als wir Menschen. Die hochauflösenden Kameras liefern Bilder in brillanter Qualität. Sofern zumindest eine Bildauflösung von 600 dpi (Dots per Inch, Punkte pro Zoll) angeboten wird - und das trifft auf die meisten modernen Smartphones heute zu. Dann lässt sich mit Hilfe geeigneter Software erkennen, ob eine Banknote im komplizierten und nicht fälschbaren Stahlstichdruck hergestellt wurde - oder eben anders, in einer Fälscherwerkstatt.
Stahlstichdruck erlaubt einen sehr feinen Druck und extrem hoher Auflösung, so lassen sich selbst komplizierte Muster drucken. Der Druck ist dreidimensional, es sind Erhebungen fühlbar. Eine moderne Handy-Kamera kann das erkennen. Die Blüten-App identifiziert mithilfe von Bildverarbeitung und Mustererkennung, ob die Muster auf der Banknote hinreichend fein sind - und damit, ob die Banknote echt oder falsch ist.
Ich konnte das leider nicht ausprobieren. Bei Schummerlicht wird das aber wohl eher nicht funktionieren, sondern nur bei guter Beleuchtung. Aber die Idee ist gut: Im Zweifel einfach das Geld für den Autokauf per App checken.
Wann genau die App allgemein erhältlich ist und ob sie echtes Geld kosten wird, steht derzeit noch nicht fest. Aber wenn wir in Zukunft öfter mal Menschen sehen, die Geldscheine fotografieren, wissen wir: Hier macht keiner Erinnerungsfotos von liebgewonnenen Euro-Scheinen, sondern vermutlich gerade nur einen knallharten Blüten-Check.
Zum Seitenanfang
Na bitte, es geht doch. Es braucht keine merkwürdig konstruierten Gesetze wie SOPA oder PIPA, gegen die Wikipedia und viele andere Portale diese Woche aus gutem Grund so leidenschaftlich protestiert haben, um gegen Internet-Piraterie vorzugehen. Wenn der Wille nur ausgeprägt genug ist, reicht der rechtlich vorhandene Rahmen völlig aus, um einen Filehoster wie Megaupload abzuschalten.
Man braucht gar nicht groß drumherum zu reden: Megaupload ist zweifelsohne eine der größten Austauschplattformen für unerlaubt vervielfältigte Inhalte. Zwar kann man hier - theoretisch - auch private Dateien austauschen. Nur: Wer macht das schon? Die Mehrzahl der über Megaupload verteilen Dateien dürften illegale Inhalte (gewesen) sein. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Besonders bedenklich wird die Sache in meinen Augen aber vor allem dadurch, dass sich die "Unternehmer" dahinter mit diesem "Service" völlig ungerechtfertigt eine goldene Nase verdienen.
Von daher ist es richtig, ein Exempel zu statuieren und dem Filehoster Megaupload den Stecker zu ziehen. Das Problem ist natürlich, dass die Karawane lässig weiterzieht, zum nächsten Filehoster. Und wenn der dicht gemacht wird, wieder zum nächsten. Allerdings lohnt sich der Aufwand (aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden und der Rechteinhaber) trotzdem. Denn wenn die Betreiber sogar verhaftet werden und mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, traut sich vielleicht irgendwann keiner mehr, so einen Dienst aufzumachen.
Schade wäre natürlich, wenn alle Filehoster aus dem Internet verschwänden. Denn manchmal ist es praktisch, eine große Datei, die sich aufgrund ihres Volumens nicht per E-Mail verschicken lässt, auf einem Server zu lagern und an Freunde oder Bekannte weitergeben zu können. So etwas sollte auch in Zukunft möglich sein. Es sollte aber nicht den illegalen Austausch von Musik und Filmen rechtfertigen.
Zitat"Denn manchmal ist es praktisch, eine große Datei, die sich aufgrund ihres Volumens nicht per E-Mail verschicken lässt, auf einem Server zu lagern und an Freunde oder Bekannte weitergeben zu können."
Ja sichi :)) LÖL
JimKnopf am 20.01.12 12:16
Hello Jorg.
Möglicherweise bin ich blöd-aber wenn ich Guttes Geld ausgeben für eine Kaffee machine dar ich das Kaffee an Jeder das es trinken will-Verschenken oder soar die ganze strasse trinken lassen. Wenn ich viel geld ausgebe für eine CD ist es mir verboten es auszuleihen USW, und wenn ich taanzen will Muß ich in Wirklichkeit Allein Tanzen. Der kaffee machine Hersteller Verbietet mir nicht das Kaffee machine weiter zu geben wenn ich eine Neue Kaufe, so das Jemanden Anders Kaffee trinken kann. Also Warum die Problem Mit Musik? oder Filme.
PS Schau Sehr Gerne Deine Beiträge in AKS Keep it up.
John in Germany am 20.01.12 13:04
@john: Ein hinkender Vergleich. :) Eine CD weitergeben, die man gekauft hat - gar kein Problem. Aber öffentlich stellen, damit sich jeder gratis die Musik ziehen kann? Nicht ok. Darüber kann man streiten und diskutieren, aber jedenfalls rechtlich derzeit nicht erlaubt. Auf zumindest verständlichen Gründen. Nicht falsch verstehen: Ich bin schon auch dafür, nach Lösungen zu suchen, etwa entsprechende Abgaben etc., aber solche Lösungen müssen gefunden werden. Filme online zu stelen, bevor sie im Kino laufen zB, ist dann noch ein Schritt weiter: Für diese Filme hat doch niemand bezahlt, und nicht der Filmverleih entscheidet, wann ein Film online geht, sondern die User?
Jörg Schieb am 20.01.12 16:40
@Jorg.
Danke-Das ist Klar, habe nicht gedacht an die Neue Filme.
Recht hast Du-etwas Muß getan werden, feste regeln das Jeder Versteht. Welt weit zu viel gefragt, aber von hier aus Europa ware eine Anfang.
PS ich habe Slim Browser gestern gefunden-finde ich gut.
John in Germany am 20.01.12 17:37
Die Verhaftungen finde ich berechtigt. Das sind Kriminelle, die sich an den Leistungen anderer bereichern. Weiter so.
Kai-Uwe am 20.01.12 18:22
Besser man geht lieber einmal in ein wirklich schönes Konzert oder Musical und entscheidet dann ob man sich dazu die CD als Erinnerung kauft. In Wirklichkeit werden wir doch immer mehr und an jeder Ecke mit irgendwelchen Dingen überfrachtet, die Kiddis haben mehr Musik auf ihren Handys, als Geld in der Tasche, aus jedem zweiten Auto wummert der Bass. Das ist Reizüberflutung pur und ich bin oftmals froh, wenn ich zu Hause mal kein Radio oder TV sehe und mich einfach nur mal so gehen lassen kann. Ob diese Aktion wirklich was bewirkt oder das Unrechtbewusstsein derer schärft, die solche Inhalte illegal teilen, wag ich zu bezweifeln.
Dietmar Kuchen-Windmüller am 20.01.12 19:12
Prinzipiell war die Schließung ansich richtig, andererseits könnte man mit diesem Argument auch jeden anderen bekannten Filehoster jeglicher Art "ausheben".
Stefan am 20.01.12 20:07
QDietmar Kuchen-Windmüller: "Ob diese Aktion wirklich was bewirkt oder das Unrechtbewusstsein derer schärft, die solche Inhalte illegal teilen, wag ich zu bezweifeln." ---> Das wage ich auch zu bezweifeln, wobei ich fehlendes Unrechtsbewusstsein durchaus verstehen kann, weil das besagten teilen eben gar nicht erst illegeal sein sollte. Aber solange sich die Politik willfährig vor den Bug der Unterhaltungsindustrie spannen lässt ... bleiben die Interessen der Menschen halt auf der Strecke.
Karl-Heinz Moser am 20.01.12 20:08
Ohja, das böse MegaUpload! Es ist so böse, weil es ein Produkt angeboten hat, für das viel Werbung gemacht wird (Kinofilme), die mal aber als Produkt nicht erwerben sondern lediglich im Glotzen-Zoo (auch Kino genannt) mit anderen Leuten, die man garnicht leiden kann, unter Aufsicht ansehen darf.
Da der WDR, die ARD und das ZDF ja leider unfähig sind alle von uns GEZ-Zahlern gezahlten Inhalte online auf Immer und Ewig anzubieten, sind wir - die Konsumenten - leider auf Dienste wie MegaUpload, Uploaded.to, Sockshare, RapidShare, Netload.in, Duckload & Co. angewiesen.
Wie wäre es denn, wenn Sie statt hier rum zu blödeln in einem völlig unbedeutsamen einfach mal dafür sorgen, dass wir unsere bezahlten Inhalte online ansehen dürfen?
Hans Wurst am 20.01.12 20:11
Die voherigen Kommentare lassen ahnen, dass hier sorgfältig ausgewählt wird.
Also ich will es mal so sagen: Rechtlich betrachtet haben Sie da sicher Recht.
Wie aber kann es sein, dass ein großer Hoster einfach abgeschaltet wird? Inklusive aller einwandfreien Dateien, d.h. Urlaubsvideos, Backups etc.
Ich kann Dateien auch über Dropbox und ähnliches tauschen. Würden Sie das genauso begrüßen?
Aber was mich doch am allermeisten stört, ist das Urheberrecht und die derzeitige Umsetzung. Für eine Neuordnung nehme ich gerne durchaus in Kauf, dass eine Hollywood-Produktion ein beschränkteres Budget hat. Als freier Künstler kann man seine Produkte höchsten vermarkten lassen, wenn man bereit ist auf den Großteil des Gewinns zu verzichten. Hier gibt es viel zu tun.
Ihren Kommentar finde ich sehr einseitig und recht gedankenlos.
Zufällig hatte dieser unsympathische Kinble tatsächlich geplant einen Service aufzubauen, bei dem Künstler ihre Werke einstellen konnten und lediglich 10% an den Dienst leisten müssten. Völlig ohne Label... vielleicht war das zuviel der guten Ideen.
Daniel am 20.01.12 20:34
...naja...eine bissl populistisch ist dein Beitrag schon...oder?!
Ich persönliche glaube nicht das damit ein exemple Statuiert wird...wie schon geschrieben wurde..."die karawane zieht weiter"...und wenn es im zweifelsfall zu "moblieME" oder "Dropbox" ist...denn im Prinzip ist das ja nichts anderes...!
Fläschi am 20.01.12 20:34
Urheberrechtsverletzungen im großen Stil bekämpfen. Verantwortliche verfolgen ... gerne!
Aber bitte, Strukturen und Plattformen sperren und ggf. zerstören. Nein so ist das nicht richtig.
Wer eine Plattform schafft, die 4% des Traffic weltweit generiert, dann wurde dort Infrastruktur geschafft, die zum Guten genutzt werden kann.
Man sperrt und baut auch den Parkplatz an der A1 nicht ab, weil der Leiter der Autobahnmeisterei dort Drogen und Raubkopien verkauft. Oder doch?
Wenn eine solche Struktur entsteht, weil Nachfrage herrscht!! Und die Nachfrage nur deswegen nicht befriedigt wird, weil Contentmafia (Rechteverwalter) nicht in der Lage ist sich auf internationaler Ebene zu einigen, dann liegt der Fehler am System, nicht an der Infrastruktur.
Eine halbe Milliarde Verlust ... sicher doch.
Es wird Zeit endlich das Urheberrecht an die Möglichkeiten der heutigen Zeit anzupassen und dem Urheber wieder die Macht zu geben.
Über die moralischen Werte und Ambitionen im Rahmen eines Strafverfahrens einer Nation, die geheime Foltergefängnisse in Europa betrieb/betreibt(?) möchte ich gar nicht erst reden.
Solange Finanzen vorgeben was richtig und was falsch ist und damit verfolgt wird, läuft etwas arg schief!
beejay am 20.01.12 20:43
Zwar kann man hier - theoretisch - auch private Dateien austauschen. Nur: Wer macht das schon?
Ich!
Mal in ein Forum oder Kommentar eine Datei verlinken, usw..
Z.B. habe ich da mal eine PDF mit der Skizze (inkl. Werbeblabla zur Grundaustattung) eines "Flachdachbungalow F115" aus den 70ern hochgeladen.
Das dürfte FBI und BKA ja jetzt mal richtig interessieren.
Auweiha, evtl. macht da der Hausbauer Stunk ;-) .
Die haben geglaubt so etwas aus Amerika betreiben zu können.
Wenn das nun gefährlich wird, gibt es eben in der Zukunft "Megaupload.to" auf Tonga, oder "Megaupload.cc" auf den Coconut Islands usw..
Man hätte ähnlich dem falschen DNS-Server noch kurz weiterlaufen lassen sollen, und in allen Medien darauf hinweisen die Daten zu sichern.
Dass in der Zeit evtl. noch ein paar der geschützten Inhalte heruntergeladen würden, steht rechtlich wohl hinter dem Recht die Daten zu sichern. Auch in Deutschland. Das eine ist ein virtueller Schaden der auf den kurzen Zeitraum im Verhältnis eh nichts mehr ausmacht, das andere sind Daten bei denen evtl. jemand keine Kopie mehr hat (ob das so clever ist mal außen vor).
Zum aktiven Tausch von Geschütztem:
Wenn sich keiner mehr traut kommt evtl. die Zeit der WLAN-Tauschpunkte (Kabellose "Tote Briefkästen"), deren Standorte (ungefähr) im Internet gelistet wären.
Es wäre interessant zu wissen ob und wie Polizei und Justiz den AP dann orten würden.
"ob", weil die BnetzA eigentlich nur ausrückt wenn einer falsch funkt (Piratensender, in den Polizeifunk quatscht...) oder zu stark sendet. Und gerade im WLAN ist das schwer nachweisbar, da da jeder senden darf.
Tobias Claren am 20.01.12 21:18
Hallo Jörg,
das klingt heuchlerisch. LG
Jochen Goerdts am 20.01.12 22:24
Interessant ist doch, dass die USA es schaffen kann internationale Haftbefehle durchzusetzen. Wegen des Angebots Copyright-Verletzungen begehen zu können. Personen, die keine US-Bürger sind, müssen mit über 20 Jahren Haft rechnen. Aber die USA schaffte es nicht einen Haftbefehl gegen Osama durchzusetzen? Die USA schaffen es nicht mal ihrer eigenen Straftäter international habhaft zu werden. Wenn es um Computerdateien geht, klappt das aber. Ich finde das bedenklich. Genauso bedenklich, wie die Möglichkeit, dass auch andere Länder in Zukunft internationale Haftbefehle wegen national geltender Gesetze durchsetzen. Das Gerechtigkeitsprinzip basiert auf Gleichbehandlung. Genau das sehe ich hier verletzt. Sonst müsste nämlich die USA mit den arabischen Dikataturen zusammenarbeiten und revolutionäre Blogger ausliefern, weil eben jene gegen nationale Gesetze verstossen. Und Landesverrat wiegt doch schwerer als der neueste Hollywood-Schinken, oder nicht? Soviel ich gehört habe, lagen auf MU massenhaft Dateien, für die die USA nicht im geringsten zuständig ist. Trotzdem wurde ein Exempel geschaffen. Es wird wohl so weiter gehen wie bisher: Geld regiert die Welt.
Georg am 20.01.12 23:15
Dass es Wikipedia an den Kragen gehen könnte, wäre ein echt dicker Hund. Ich weiß wie hohe Standards bzgl. Quellennachweis etc. anlegt werden. Hier geht es Information und nicht um den Klau leichter Unterhaltung.
Aber die Musik- und Filmbranche muss sich auch langsam mal was überlegen. Auch hier gibt es eine Evolution. Die alten Mönche vervielfältigen auch nicht mehr per Hand, die hat der alte Gutenberg arbeitslos gemacht. Die Schriftsetzer sind auch weitest gehend ersetzt durch Druck vor der Platte. Aus Büchern werden Hörbücher und E-Books, die zusammen mit den DVDs generöse im Internet verteilt werden.
Durch das Zumachen eines oder mehrerer Hoster wird sich die Entwicklung nicht aufhalten lassen. Die P2P Seiten sind schon auf dem richtigen Weg, ein wenig mehr Gehirnschmalz und höhere Bandbreiten und wir haben in absehbarer Zeit wirkliches rotierendes, verteiltes Hosting ohne eine Platform dazwischen. Da macht sich dann nichts mehr zu.
Also Musik- und Filmindustrie anpassen oder aussterben. Bei dem Müll der gedreht wird wäre es um Filme vielleicht nicht mal schade - aber Bücher…
Owala am 20.01.12 23:23
Ich finde es ist eine eher populistische Maßnahme die von einem doch eher populistischen Kommentar gefolgt wird. Wir sollte uns glücklich schätzen über die Freiheit des Internet und die Möglichkeiten die sich hiermit verbinden und mögliches Potential zu erkunden. Aber stattdessen schießt man sich auf Filesharingportale ein. Weder durch die Schließung von megaupload oder einem anderen Portal wird sich etwas erreichen lassen. Es wurde auch davor urheberrechtliches Material kopiert und weitergegeben. Früher waren es die Kopien eines Buches gefolgt vom Brennen einer CD. Es ist auch Unsinn von einem Schaden von ca. 500 Mio $ zu sprechen, da es auszuschließen ist dass jede Person die einen Film heruntergeladen hat auch diesen andernfalls im Kino gesehen hätte. Vielmehr wurde bereits untersucht, dass eben solche Personen die hier immer wieder als "Piraten" diffarmiert werden prozentual deutlich häufiger dem Kino einen Besuch abstatten als Personen, die dies nicht machen. Auch die Musikindustrie hat langsam verstanden, dass man nicht einfach gegen das Internet wirken sollte sondern es als weiteren Absatzmarkt verstanden.
Käptn Crunch am 21.01.12 0:35
Da hinkt die Film- und Musikindustrie dem Trend und der Nachfrage jahrzehntelang hinterher anstatt sie von vorneherein zum Anbieten von legalen Inhalten zu nutzen, und ausbaden müssen das jetzt die User von Megaupload, und bald auch andere. Wer seine Privatdateien auf andere Hoster ausgelagert hat sollte jetzt schnell eine externe Festplatte kaufen um sie sich wieder runter zu laden. Wer weiß wann der nächste Filehoster geschlossen wird.
Und was die illegalen Tauschbörsen angeht, die über diese Filehoster betrieben werden: Der Erfolg dieser illegalen Tauschbörsen liegt doch auch darin begründet, dass Vieles legal nicht oder nur mit großem Aufwand und vielen Kosten (Import aus USA oder Japan) zu bekommen ist. Oder dass aus marketingtechnischen Gründen ein Produkt den potentiellen Käufern vorenthalten wird. Ich denke da an CD Veröffentlichungen, die erst mal wochenlang im Radio laufen bevor man sie legal kaufen kann, damit genug Nachfrage da ist das Lied auch gleich auf Platz 1 der Charts zu befördern. Oder Serien, die wegen vermutetem Mangel an Interesse oder weil man sich nicht über die Rechte einigen kann nicht als DVD veröffentlicht werden.
Auch das Angebot an legalen Downloads für Menschen mit wenig Platz für große Film- oder CD Sammlungen ist nicht gerade berückend. Und bei legalen Internet Filmanbietern wie Maxdome ist das Angebot oft zeittich begrenzt: Meinen Lieblingsfilm darf ich nur 48 Std. ansehen und wenn ich ihn an nem verregneten Herbsttag noch mal sehen will muss ich noch mal zahlen, falls er dann überhaupt noch online ist. Und wenn ich ihn jede Woche mal ansehen will kann es ganz schön teuer werden, weil so ein begrenzt nutzbarer Download schon so viel kostet wie eine DVD im Discount.
Aber die Film- und Musikindustrie will lieber an ihren veralteten Marketing- und Verkaufsstrategien festhalten als eine vorhandene Nachfrage legal zu befriedigen und selber dran zu verdienen. Das ist so als wenn die Pferdekutschenbesitzer keine Autos auf die Straße lassen würden weil sie die für Pferdekutschen gebaut haben.
An ihren Verlusten sind sie selber schuld, weil sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.
Aber man kann den Fortschritt nicht aufhalten. Entweder man macht mit und gestaltet den Fortschritt mit oder man kommt unter die Räder (und nicht unter die der Pferdekutschen). Aber genau das versucht die Film- und Musikindustrie schon seit Jahren - den Fortschritt aufzuhalten, im Namen des "Urheberrechts" - wo sie selbst den Urhebern den kleinsten Teil am Gewinn abgeben - wie heuchlerisch! Viele Künstler wollen aus dem System der Musikindustrie ausbrechen und ihre Rechte selbst vermarkten, aber genau das will die Industrie nicht. Lieber blockiert sie die Straße zu neuen Geschäftsmodellen mit Pferdemist...
HahDee am 21.01.12 1:54
Naja einen hoster dicht zu machen der an sich gegen keine Gesetze verstoßen hat is echt ne leistung. Vorallen weil das unternehmen nicht in den USA ansässig ist ist Fraglich warum sich das FBI für diesen Fall zuständig sieht. Wahrscheinlich einer der ersten Schritte in richtung totale Zensur (wir deutschen hatten das thema schon mal durch (2.wk)) ...
Aber wozu rechtliche Grundlagen beachten - Gesetze interessieren doch eh keien - so zumindest scheint es im Falle Megaupload zu sein.
Zu SOPA ist auch interessant zu wissen, dass einige der hauptbefürworter damals quasi alleinige Anbieter von Filesharing-Software wie torrent, emule, kaaza, limewire ect.pp waren und das für mehr als 10 Jahre. Cnet (und andere Seiten, die Cnet-Inhalte eingebettet hatten) habenteilweise sogar tests durchgeführt mit welcher methode/Software man am besten dateien downloaden kann (natürlich wurden in den Tests nur nicht copyright geschützte sachen verwendet) . Oder auch der mp3-Suchdienst von Cnet ist so angelegt gewesen dass man noch nicht einmal cnet verlassen musste um die Dateien zu Downloaden - einfach einen Haken setzen um zu den Suchergebnissen zu kommen und dann hatte man die direkten Links zu den mp3-Dateien. Aber wenn man nun bedenkt dass cnet eigentlich eine division von cbs ist fragt man sich warum verteilen die Filesharing software und kreischen dann rum dasses zu viel internetpiraterie gibt.
Cillit_Bang am 21.01.12 4:37
...haha, dieser Blog wird "moderiert". Soviel zur
Freien Meinungsauesserung!
Die USA mischt sich überall dort ein wo sie finanzielle
Interessen haben, nicht aber da wo es
Nötig wäre (Burma -Menschenrechte)
Und wenn sie die USA dann wieder weg sind
(Irak) gehts mit den Attentaten munter weiter
Und mal ehrlich, es hat immer filesharing gegeben
Oder wer hat nicht Schallplatten oder CDs unter
Freunden getauscht und kopiert. Und trotzdem wurde
Musik verkauft.
Wer kontrolliert und bestimmt eigentlich das internationale
Recht BTW wieso machen sich labender wie Neuseeland
Und Hong Kong zum Handlanger der USA?
Freie Daten und Meinung Für Alle
Madter of Universe am 21.01.12 9:39
Eine bericht im FS über eine Firme das geld verdient mit Down Load Freaks. Frage wie so bekommen die die aktuelle Post Addresse das die IP verbindet von Der Provider?, oder hab ich das Falsch Verstanden?. Face Book und Twitter werden eine Praktisch in der arme Gedrukt-Klasse, es gibt welche die haben tausende nutzlose freunde, und dafur geben die alles Preis.
Klar ist wer Illegal Vervielfältigt und weiter verkauft Müß Bestraft werden. Aber was ist mit die produkte das von Städte Kommen das alle rechte Ignorieren-und auch Patente?.
Ich bin der meinung das wasser ist tiefer als wir Wissen.
John in Germany am 21.01.12 10:20
Seltsam das niemand Ursachen bekämpft sondern immer nur das Ergebnis angefasst wird.
Meine Vorredner haben ja schon genug zu den Ursachen geschrieben.
Wann schliesst endlich mal jemand Banken und Sparkassen?
Dort wird nicht nur mein Geld verwaltet sondern auch Schwarzgeld verteilt, Geld gewaschen, Geld für Straftaten verliehen und von Spekulationen reden wir lieber nicht. Das ganze passiert International und schadet niemandem?
John Mock am 21.01.12 11:01
Unglaublich armselig, wie diese Kommentare "moderiert", also passend zur der Meinung des Herrn Schieb aussortiert werden.
Mein Kommentar, der ausschließlich gepflegte Wortwahl und Darstellung meiner Meinung in angemessenster Forum enthielt (und somit in jeder Hinsicht den Blogregeln entsprach), wurde nicht veröffentlicht. Klar, war meine Meinung doch genau der von Herrn Schieb entgegengesetzt.
Das zeigt auf, dass diese Moderation nicht zum Aussortieren von Spammern und unflätigen Schimpfern verwendet wird, sondern als Zensur.
Schon mal daran gedacht, dass dieses ein sehr schlechtes Bild auf den WDR insgesamt wirft? Was dazu wohl die Zentralredaktion sagt?
Horst am 21.01.12 14:56
Zu 99% lese ich hier leider nur Unfug.
Es traf mit "Kimble"keinen falschen!
Einfach mal bei Gulli den Nachruf auf G.v.Gravenreuth nachlesen-da ist dann auch ein wenig ueber den "Herrn"Schmitz aka Kimble zu finden.
Die Story dort ist nicht komplett,aber wenn man sich Muehe gibt findet man sicher auch noch Details dazu warum er bei seiner Verurteilung hier in DE so glimpflich davonkam-er hatte fleissig geloggt und die logs den Behoerden im Austausch fuer ein wenig Nachlass uebergeben.Namen und Daten lieferte er en masse.
Megaupload war von vornherein auf den upload von illegalem material eingerichtet-erfolgreiche uploader wurden be\entlohnt.
Aber auch die "legale"Industrie wie der groesste NBiederleandische carrier Cogent waren letztlich beteiligt(mal bei Wickipedia nach Cogent Communications suchen)bei denen hatte man reichlich angemietet.
Kimbel wird sicher das gleiche Spielchen mit den US Behoerden treiben wollen,wie damals in DE-geloggtt hat er sicher reichlich.
Nur denke ich da es Ihm diesmal nichts nutzen wird. :D
Nichts gegen eine Revision des Urheberrechtes,der GEMA,der GEZ usw.
Das alles ist Steinzeit.
Ich mag Piratebay :)
Aber Typen wie Kimbel-nein Danke!
robin am 21.01.12 15:08
>>Na bitte, es geht doch... ...Filehoster wie Megaupload abzuschalten.>Man braucht gar nicht groß drumherum zu reden... ...traut sich vielleicht irgendwann keiner mehr, so einen Dienst aufzumachen.>Schade wäre natürlich... ...nicht den illegalen Austausch von Musik und Filmen rechtfertigen.<<
Oh, wie wirtschaftlich-politisch korrekt oder doch unglaubwürdig? Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer aber einige wenige sollten wir doch behalten wegen der kulturellen Vielfalt, nicht wahr?
Tatsächlich schade wäre es, wenn weitere und dabei noch so performante Filehoster wie MU verschwänden, aber auch wenn auf Autobahnen nur noch Fahrräder erlaubt wären oder wenn keine Tiere mehr geschlachtet werden außer jemand möchte mal ein Steak essen.
kugelfisch am 21.01.12 16:29
Klaro wird dieser_blog_moderiert!
Dies ist nun einmal keine Pinnwand auf dem jeder Vollhorst seinen Mist abladen kann.
Mit "Zensur"hat dies also nichts im geringsten zu tun wenn Herr Schieb bestimmte Postings nicht freischaltet,sondern mit der Tatsache das dies_SEIN_blog ist und keine oeffentliche Klagemauer!Nennt sich auch "Hausrecht".
Btw. einfach mal bei dem oben bereits erweahnten Wikipedia nachlesen was Zensur bedeutet.
humpty dumpty am 22.01.12 6:35
"Schade wäre natürlich, wenn alle Filehoster aus dem Internet verschwänden. (...) So etwas sollte auch in Zukunft möglich sein."
Selbst wenn jede Datei einzeln begutachtet werden würde (wofür einem Filehoster schlicht und einfach die Ressourcen fehlen), könnte man illegale Dateien ganz einfach in ein verschlüsseltes Archiv packen und es zum Beispiel "Urlaubsvideos" nennen.
Auch das Verstecken von Daten in (legalen) Dateien ist technisch möglich, wenn auch mit Aufwand verbunden.
Wie wollen Sie also zwischen legal und illegal unterscheiden?!?
Solange Sie nicht sämtliche Filehoster dichtmachen wollen, werden darüber immer auch illegale Dateien verbreitet werden.
Und selbst wenn es keine Filehoster mehr gäbe, würden die betreffenden Personen sicher andere Wege finden, Filesharing zu betreiben.
Die Filehoster sind ja selbst erst durch den (langsamen) Untergang der Peer-to-Peer-Netzwerke entstanden.
"Es sollte aber nicht den illegalen Austausch von Musik und Filmen rechtfertigen."
Das tut es auch nicht.
"Rechtfertigen" hieße, sich auf ein Gesetz beziehen zu können, das jemandem den illegalen Austausch erlauben würde.
Das ist jedoch ein Widerspruch in sich, sonst wäre es ja nicht illegal!
Außerdem hätte ich noch eine Frage:
Was denken Sie, warum Filesharing überhaupt in so großem Maßstab betrieben wird?
Meiner Meinung nach ist das der Fall, weil es keine Möglichkeit gibt, jederzeit (also 24/7) digitale Inhalte jeder Art legal zu kaufen und herunterzuladen, ohne dabei einen Qualitätsnachteil zu erleben.
Oft wird eine minderwärtige Komprimierung verwendet, um die Downloaddatenrate nicht übermäßig zu strapazieren.
Wenn meine Datenrate allerdings entsprechend hoch (oder meine Geduld entsprechend groß) ist, möchte ich auch Full-HD mit den auf Bluray-Disk üblichen 25000 kbps herunterladen können.
Außerdem sollten die Medien nicht kopiergeschützt sein, denn ich will bei einem Film, den ich mir gekauft habe, auch bestimmen können, auf welchen Geräten, mit welchem Codec (neu) komprimiert und mit welcher Software ich ihn abspielen oder konvertieren will.
Die Statistik beweist, dass sich der Anteil der Contenindustrie am BIP in so gut wie jedem Land der Welt seit 1980 auf einem konstanten Wert hält.
Die Industrie kann sich von da her also nicht beschweren. Ein höherer Anteil hieße für jeden von uns, dass wir andere Bedürfnisse zurückstufen müssten.
Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich bin kein Befürworter von Urheberrechtsverletzungen, aber ich denke, man muss oftmals einen Schritt zurück gehen, um den ganzen Zusammenhang zu sehen und die Schuld liegt meistens nicht auf einer Seite allein!
Pseudo Nym am 23.01.12 14:01
Zweifelsfrei sind diverse 'Tauschaktionen' nach geltendem Recht eine Urheberrechtsverletzung.
Captain Crunch hat mein nun folgendes 'Aber...' auch schon mal kurz erwähnt.
Die Industrie rechnet sich die Zahlen schön. Wedelt wild mit virtuellen Verlusten rum. Und diverse Staatsmächte schliessen sich diesen Fake-Rechnungen auch noch an. Reden von volkswirtschaftlichem Schaden, wenn mal wieder Plagiate von diversen Nobelmarken vernichtet werden.
Welcher geistig intakte Mensch glaubt den Sch...?
Leutz mit entsprechender finanzieller Ausstattung kaufen sich weiterhin das Original und keine Billigkopie. 'Virtuell' dann z.B. 2.000 vernichtete, gefälschte Gucci-Taschen(die auf Polenmärkten etc. von einkommensschwachen Damen, die 'auch mal was hippes besitzen wollen' und für ein paar Euro-Fuffzig den Besitzer wechseln) hochzurechnen ist hirnrissig. Niedriglöhner, HartzIV-Empfänger usw. kaufen in Ermangelung der Billigkopie wohl eher kein Original. Zum Phantasiepreis. Oft unter den gleich schlechten Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern produziert.
Hochgerechnet wird aber weiterhin. Als wäre jeder gefakte Sportschuh, jedes gefakte Shirt auch als 'Original' gekauft worden.
Und den Scheiß macht die Medienindustrie auch. Dinosaurier setzen lieber auf Strafverfolgung, als die Zeichen der Zeit zu erkennen.
Daß medialer Tiefschlaf und Nichterkennen der Zeichen der Zeit eher ungesund ist, hat aktuell Kodak vorgeführt.
Micha am 24.01.12 8:33
Urheberrechtsschutz- JA.
Überzogene Gewinnerwartungen- NEIN.
Begründung meiner Meinung/Einstellung?
Als Facharbeiter mit Gesellenbrief und diversen Zusatzqualifikationen hab ich in den '80ern ca. 1.500DM pro Monat aufs Konto bekommen. Eintritt zum Konzert von XY 30DM. Anno 2006 landeten 'satte' 1.200€ auf dem Konto(dank diverser Lohnverzichte- zum Erhalt des Arbeitsplatzes?). Zur gleichen Zeit hats exakt vorerwähnter XY aber nicht so mit Lohnverzicht. Die Karte geht nun für 75€ über den Tisch.
Von mir aus können Promi und Co. täglich in den Medien mit ihren Villen mit 10Bädern protzen. Ihre zig-millionenschweren Scheidungen auch noch vermarkten.
Besitzneid? Mitnichten. Den materiellen Müll möcht ich garnicht an der Backe haben.
Aber für den überkadiedelten Mist möchte ich bitteschön als 'Kunde' nicht auch noch zur Kasse gebeten werden. Und bei Zuwiderhandlung durch FBI und USAmiland weltweit verfolgt.
Da läuft was falsch.
Das kanns ja nicht sein.
Micha am 24.01.12 9:16
Interressant fände ich übrigens auch eine Gegenrechnung mit z.B. Festplatten, (die ja auch immer größer werden, kann mir kaum vorstellen, dass man 1Tb Platte mit Urlaubsbildern voll bekommt)oder mp3-Playern, (die boomten fast nur durch illegal getauschte Musik), sogar die Breitbandangebote und Preise der Internetanbieter (Telekom, 1&1, etc. wären doch unsinnig ohne downloads), der Kauf von CD,DVD und Blueray Brennern und Rohlingen, Merchendisingprodukte verkaufen sich doch auch viel besser, wenn die Band, Film, Serie bekannter ist. Ich war schon auf vielen Konzerten von Bands, auf die ich ohne downloads nie gegangen wäre. Klar werde ich durch die Vielzahl wählerischer, entdecke z.B. japanische und afrikanische und französische Pop und Rockmusik, die ich nie in einem Laden auch nur gesehen hätte. Früher habe ich meinen Videorecorder programmiert, Kassetten aufgenommen und getauscht, bin Mitglied in Bücherein und habe mir dort Bücher und CD's ausgeliehen um sie anzuhören.
Ideen entstehen eben nicht in einem luftleeren Raum, sondern in einer Gesellschaft, die die Möglichkeit dazu bietet, sich mit vielen Dingen auseinanderzusetzen und nicht nur im Radio die Top 50 hoch und runter zu hören. Das nenne ich Wissensgesellschaft. Ich gehe immer noch ins Kino für einen Kinofilm und zu Konzerten, weil ich vorher die Auswahl hatte, vielleicht würde ich sonst vor der Glotze versauern.
Noch ein Micha am 24.01.12 21:45
Gut ist jedenfalls, dass Schluss ist mit den ganzen Gratis-Gewaltvideokram vom Strassenrand oder Netz.
Mal interessant zu sehen, ob es Auswirkungen auf die Gewaltstatistiken hat. (sofern's beim Abschalten der Hoster bleibt).
777 am 27.01.12 23:17
Zum Anfang dieses Eintrags
Zum Seitenanfang
Sie heißen Soundcloud, Gidsy, Amen, Zapitano und Co. - und verändern gerade erfolgreich die Internetlandschaft. Alles Portale, die von kleinen Startups in Berlin gemacht werden. In Deutschland erdacht, in Deutschland entwickelt, in Deutschland programmiert und gestaltet - und für die ganze Welt ins Netz gebracht. Berlin entwickelt sich zu einem Think Tank fürs Web.
Die Zeiten, in denen deutsche Internetunternehmen nur bereits vorhandene Konzepte aus USA kopiert und auf den deutschen Markt übertragen haben, scheinen vorbei. Mittlerweile entstehen in Deutschland richtig gute Ideen - und sie werden auch noch umgesetzt, was ich wirklich erfreulich finde. Es gibt zahlreiche gute Beispiele. Das Portal Soundcloud etwa entwickelt sich zu einer Art Youtube für Audios und hat gerade richtig viel Kapital bekommen (es ist von 50 Millionen Dollar die Rede), um weiterzumachen und den Dienst fest zu etablieren.
Gidsy ist eine Art Online-Marktplatz für Erlebnisse und Veranstaltungen. Auch die Social Community Zapitano oder das ausgefallene Bewertungsportal
Amen machen von sich Reden. Sie stellen zwar das Internet nicht auf den Kopf, ergänzen es aber sinnvoll und finden weltweit Beachtung. Was nicht nur daran liegt, dass viele deutsche Startups ihre Angebote erst mal in englischer Sprache entwickeln, damit sie weltweit für Neugierde sorgen, sondern auch daran, dass die Projekte internationaler gedacht und aufgestellt sind - und eben oft auf einer wirklich guten Idee basieren.
Besonders viel Aufmerksamkeit bekommen einige Startups, weil nicht die Stadtsparkasse oder Volksbank den Unternehmen Geld leiht (was die meisten Banken und Sparkassen in Deutschland ohnehin viel zu selten machen - ein großer Fehler, aber ein anderes Thema), sondern Megapromis wie US-Schauspieler Ashton Kutcher. Kutcher ist dafür bekannt, nicht nur ein echter aktiver Twitter-Fan zu sein, der Millionen von Followern hat, sondern auch schlau in Internet-Startups zu investieren.
Es spricht für den Mimen, dass er dabei nicht nur amerikanische Unternehmen im Blick hat, sondern durchaus auch solche in Übersee. Kutcher hat nicht nur ins Bewertungsportal Amen Geld investiert, sondern kürzlich erst
1,2 Millionen Euro in das Berliner Startup
Gidsy. Kutcher ist sogar persönlich in Berlin vorbei gekommen und hat sich alles erklären lassen, bevor er den Scheck unterschrieben hat.
Bei uns ist eine neue Generation von Unternehmern an den Start gegangen: Sie versuchen nicht, eine bereits bewährte Idee zu kopieren, sondern sie sind smart und kreativ genug, eigene Ideen zu entwickeln - und diese dann auch noch auf wirtschaftlich solide Beine zu stellen. Sie können Investoren aus aller Welt begeistern und ihre Projekte verlässlich entwickeln. Das sind gute Nachrichten für den Standort Deutschland: Wir brauchen Know-how im IT-Bereich - und haben davon offensichtlich eine ganze Menge.
Zum Anfang dieses Eintrags
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/joergschieb/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.